Donnerstag, 28. Juli 2011

Katze häkeln - eine Frage der Ehre

Dienstag war es wieder so weit - Arctopholos veröffentlichte einen Post, der sowohl mit Tüdeln als auch mit Katzen zu tun hatte: diese niedliche (und in mühe- wie liebevoller Handarbeit) Häkelgardine mit Katzenmotiv. Wer mich kennt, ahnt, was danach folgte... ein Hechtsprung in meine Wollkiste, beim Auftauchen noch schnell eine Häkelnadel mitgenommen und dann: Tüdeln! Ok, gut, ich hab noch einen kleinen Umweg über diese Website gemacht - Stäbchen? Klar, kenne ich - aber nicht aus der Handarbeit...

Der erste Versuch begann eigentlich noch recht harmlos. Ich merkte lediglich schnell, dass die von mir zum Favoriten für dieses Projekt auserkorene Wolle zwar farblich total schön ist, aber fürs Häkeln eher eine knapp-vorbei-ist-auch-daneben-Wahl war. Denn dies dachte ich mir bei mindestens jeder zweiten Masche. Die Maschenprobe beim Stricken hatte so ein schönes Maschenbild ergeben... merke: Nadeln mit Haken bei dieser Wolle abhaken.


Dennoch gab ich nicht auf, auch wenn ich an manchem Stäbchen minutenlang herumfummelte. Ein, zwei Stunden und eine beleidigte, weil missachtete Katze später sah das Projekt kurz vor der Zielgeraden dann so aus:


Katze etwas länglich, dafür schmaler Kopf und nur ein Auge - ein Alien! Hier sah ich dann endlich ein: so wird dat nix, Mädel!

Entzückenderweise erreichte mich heute dann von der Verursacherin meiner halb schlaflosen Nacht per ePost ein unter Zuhilfenahme mindestens diverser Modelliertools entwickeltes Häkelmuster, auf dass mir der zweite Versuch gelingen möge (danke, liebste Arctopholos :*). Auch bei der Materialwahl griff ich nun bekehrt zu einem einfacheren Garn. Das muss doch wohl zu schaffen sein...


Eine weitere beleidigte Katze später erzielte ich dann dieses Ergebnis:


Deutlich zu erkennen: beim Start habe ich mich erst noch warmgehäkelt, im weiteren Verlauf stäbchen-te es sich deutlich souveräner. Das Miezekätzchen häkeln hat Spaß gemacht, die Garnwahl wird trotzdem beim nächsten Pfotentier wieder etwas aufregender für das, was ich damit vorhabe - und meine Ehrfurcht vor dir, Arctopholos, wächst ins Unermessliche: wie hast du das eine ganze Gardine lang durchgehalten? Und das auch noch so gleichmäßig? Cool!

Falls es noch nicht zu spät ist, werde ich jetzt schnellstens um die Gunst meiner Samtpfotenprinzessin buhlen - vielleicht kann ich sie ja mit einem gehäkelten Katzenkissen besänftigen. ;)


Kommentare:

  1. Oooh toll, ein süüüßes Häkelkätzchen hast du da hinbekommen, klasse :D
    Ich bin ja sowas von stolz auf dich!!! :D

    Wirst du jetzt in die Häkelkatzen-Kissen-Produktion einsteigen? Oder soll es ein Bild werden? An dieser Stelle liebe Grüße an Izzy!

    Die Farbe der Wolle deines ersten Versuches ist wirklich toll. Schade, dass die so hakelig ist :O

    PS: Interessante Bildkennzeichnung bei Bild 3 :)

    AntwortenLöschen
  2. Dein Käkelhätzchen ist sooo schön geworden und es schaut mit seinen beiden Augen so aufgeweckt durch die Gegend.... Das ist doch ne tolle Urlaubsbeschäftigung, dann kannste sogar Muscheln mit einhäkeln.... :-)..... Da sieht man mal wieder ohne Fleiß und Ehrgeiz KEIN Kätzchen.... super....

    AntwortenLöschen
  3. Ich bin beeindruckt. Und das petrolfarbene Garn ist echt toll, schade dass das nicht funktioniert! :o

    AntwortenLöschen
  4. Es würde funktionieren, wenn man zweifarbig häkelt, also für die Mietze ne andere Farbe nimmt, sonst kommt bei dickeren Garnen der Umriss nicht zum Vorschein....

    AntwortenLöschen
  5. Hach, was ihr so alles könnt ... :)

    AntwortenLöschen
  6. Muscheln einhäkeln? :O Zweifarbig? Die Tüdelqueen hat wieder tolle Ideen - danke, Timeless! Gibt es eigentlich als Äquivalent zur Elternzeit auch so etwas wie Tüdelzeit, wenn man Zeit braucht, um seine Ideen ans Licht der Welt zu bringen?

    AntwortenLöschen