Samstag, 26. November 2011

Filzfräulein - Trockenfilzen für Anfänger (Teil 1)

Ein fröhliches "Moin" gen Adventsvorbereitungsgemeinde,

einen Tag vor dem 1. Advent ist doch ein prima Tag, um sich an die Premiere des Trockenfilzens zu wagen - dachte ich mir so und breitete den Inhalt dieses Päckchens weitläufig um mich herum aus.

Materialien fürs Trockenfilzen vom treusorgenden Schwesterchen - mögen die Spiele beginnen!
Schwesterchen hatte mir in kleinen Tütchen die einzelnen Schritte zur Anfertigung eines Filzrohlings für Wichtel, Feen und sonstige Filzkörper liebevoll vorbereitet. Das ist so hilfreich, dass ich diese Tütchensammlung als Anleitung behalte und die Schritte noch einmal nachgebastelt habe. Hier also die Anleitung als Foto-Tutorial:

Schritt 1: Vlies herstellen
Schritt 2: Wollstrang knoten
Schritt 3: Wollstrang um den Finger wickeln
Schritt 4: Vlies über den Knotenstrang legen und mittels Wollstrang abbinden.
Das geht alles sehr schnell und leicht. Nun hat man etwas, das an diese Taschentuchgespenster erinnert - habt ihr die früher auch gebastelt? Bis jetzt kam die Filznadel noch nicht zum Einsatz, aber ab jetzt dürft ihr euch damit ausgiebig ausleben...

Schritt 5: Fertig ist der Rohling. Nun geht der Spaß erst richtig los!
Lust hatte ich auf ein Elfchen im Langstrumpf-Style: frech, wild und wunderbar. Ich habe dann mal angefangen, es aus der Schafwolle herauszulocken...

Meine ersten Filznadelbemühungen - hier hat der Rohling schon mal Augen und Nase verpasst bekommen. Immer bemüht, alles nicht schon zu fest zu "nadeln", damit ich eventuell noch korrigieren kann.
Mit noch ungebändigtem Haarschopf versehen deuten sich hier Arme und Beine an...
...und auch das Äquivalent zum Armtattoo liess "sie" mit einem Lächeln im Gesicht stoisch über sich ergehen.

Inspiriert von einem Buch, dass ich gerade gelesen hatte, gab es dramatische Szenen auf dem Esszimmertisch.
An dieser Stelle nahm meine Nadelei ein abruptes Ende - der Übermut, der mich zum letzten Foto inspiriert hatte, sollte sich keine Minute später rächen. Ein unvorsichtiger Moment und die Filznadel brach ab. Nun muss "sie" unbekleidet und mit ausgebreiteten Nicht-Armen und Nicht-Beinen ausharren, bis ich neue Filznadeln besorgt habe. Die Ärmste!

Kommentare:

  1. Ich hoffe Daisy, Du kennst niemanden mit roten Haaren, der sich mit Voodoo auskennt und jetzt Deinen Blog liest :-). Viel Vorfreude auf den 1. Advent und viel Spaß beim Tüdeln heute.

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  2. Der Anfang ist ja vielversprechend, aber ich musste auch sofort an Voodoo denken ... :O

    Viel Spaß bei deinen Ersatz-Tüdeleien ... :D

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  3. Ich habe definitiv nix damit zu tun ! Nur falls sich mal wieder irgendwer angesprochen fühlt. Man weiss ja nicht, wer sich hier wieder Schuhe anzieht, die ihm passen ...! ;)

    Ich habe mir übrigens auch meine einzige Filznadel abgebrochen. Ich war mal im Urlaub und da hat mir die Kursleiterin am Ende eine geschenkt. Dann wollte ich filzen, aber die Nadel ist gebrochen. Aus mir wird keine Filzerin mehr, fürchte ich. ;)

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  4. Keine Sorge, ihr geht es gut und sie lächelt immer noch. Mittlerweile habe ich eine neue Nadel, die ich ihr zärtlich in die Füße... lassen wir das - ich kann doch auch nichts dafür, dass nur so die Wolle sich zu einem Wesen formt... :O

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  5. Viel Spaß weiterhin beim Filzen - liebe Meisterin Eder :-)... ich bin gespannt....

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  6. Wie genau funktioniert den das Umstechen mit der Filznadel? Sieht irgendwie nur nach Voodoo aus, wenn ich mir die letzten Bilder so anschaue xD
    Fest steht: von mir bekommst du kein Haar! ;)

    Ansonsten sieht deine Elfe schon jetzt total süß aus.

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  7. Su, es ist auch ein bisschen Voodoo... ;) Bisher können nur Izzys Haare mit reingeraten sein - und sie sieht noch ziemlich fit aus...

    Ansonsten - einfach immer mit der Nadel reinstechen, das ist schon alles. Die Wolle verbindet sich sehr schnell mit sich selbst. Sobald ich Zeit habe, folgt Teil 2, dann berücksichtige ich das ein bisschen genauer und mache auch mal eine Detailaufnahme der (neuen) Nadel.

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  8. Wenn ich das richtig mitgekrigt habe, hat doch die Nadel so´ne Art Widerhaken, wodurch die Wolle in sich zersaust wird.

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