Samstag, 30. Juli 2011

Wie alles begann... Häkeltasche aus Stoffstreifen

Moin Mädels,

erinnert ihr euch noch? 


Damals - also vor grauer Urzeit (mindestens!) trafen wir uns an einem anderen virtuellen Ort. Zusammengeführt hatten uns gemeinsame Interessen, die unter anderem Wohnen, Dekorieren und textiles Gestalten (was für eine herrlich verstaubte Grundschulbezeichnung) beinhalteten. Die Bastelecke dort wurde uns bald zu klein und außer dem schon bestehenden ploppte auf einmal ein Blog nach dem anderen auf wie ein Gänseblümchen aus der Wiese... so auch dieser hier. Seitdem, so habe ich das Gefühl, komme ich aus dem Tüdeln nicht mehr heraus. 

So viele tolle Ideen, die ihr ausgrabt, fotografiert, verlinkt, postet, kommentiert und diskutiert - vielen lieben Dank dafür!

Einer der Links, den Timeless ausgegraben hat, ist die Upcycling-Seite 30 Tage-30 Dinge. Noch mehr tolle Tüdelideen - das endet bald genauso böse wie die vielen Stoff-Sonderangebots-Verkäufe, die Mony immer ausgräbt...:P 

Im Sinne der bye bye bye Aktion und unter Zuhilfenahme des Upcycling habe ich auch virtuell ein bisschen aufgeräumt. Einer meiner ersten Beiträge in unserer Kennenlern-Nachbarschaft war die Häkeltasche aus Stoffstreifen und brachte mir damals noch mehr Stoff.


Diese handgetüdelte Tasche ist quasi mein ständiger Begleiter und wird, so wurde mir verraten, heute auf der Upcycling-Seite zu sehen sein - als Gastbeitrag an Tag 107. Da seht ihr mal, wo ihr mich hinführt! ;) Hört bloß nicht auf damit. :)

Donnerstag, 28. Juli 2011

Katze häkeln - eine Frage der Ehre

Dienstag war es wieder so weit - Arctopholos veröffentlichte einen Post, der sowohl mit Tüdeln als auch mit Katzen zu tun hatte: diese niedliche (und in mühe- wie liebevoller Handarbeit) Häkelgardine mit Katzenmotiv. Wer mich kennt, ahnt, was danach folgte... ein Hechtsprung in meine Wollkiste, beim Auftauchen noch schnell eine Häkelnadel mitgenommen und dann: Tüdeln! Ok, gut, ich hab noch einen kleinen Umweg über diese Website gemacht - Stäbchen? Klar, kenne ich - aber nicht aus der Handarbeit...

Der erste Versuch begann eigentlich noch recht harmlos. Ich merkte lediglich schnell, dass die von mir zum Favoriten für dieses Projekt auserkorene Wolle zwar farblich total schön ist, aber fürs Häkeln eher eine knapp-vorbei-ist-auch-daneben-Wahl war. Denn dies dachte ich mir bei mindestens jeder zweiten Masche. Die Maschenprobe beim Stricken hatte so ein schönes Maschenbild ergeben... merke: Nadeln mit Haken bei dieser Wolle abhaken.


Dennoch gab ich nicht auf, auch wenn ich an manchem Stäbchen minutenlang herumfummelte. Ein, zwei Stunden und eine beleidigte, weil missachtete Katze später sah das Projekt kurz vor der Zielgeraden dann so aus:


Katze etwas länglich, dafür schmaler Kopf und nur ein Auge - ein Alien! Hier sah ich dann endlich ein: so wird dat nix, Mädel!

Entzückenderweise erreichte mich heute dann von der Verursacherin meiner halb schlaflosen Nacht per ePost ein unter Zuhilfenahme mindestens diverser Modelliertools entwickeltes Häkelmuster, auf dass mir der zweite Versuch gelingen möge (danke, liebste Arctopholos :*). Auch bei der Materialwahl griff ich nun bekehrt zu einem einfacheren Garn. Das muss doch wohl zu schaffen sein...


Eine weitere beleidigte Katze später erzielte ich dann dieses Ergebnis:


Deutlich zu erkennen: beim Start habe ich mich erst noch warmgehäkelt, im weiteren Verlauf stäbchen-te es sich deutlich souveräner. Das Miezekätzchen häkeln hat Spaß gemacht, die Garnwahl wird trotzdem beim nächsten Pfotentier wieder etwas aufregender für das, was ich damit vorhabe - und meine Ehrfurcht vor dir, Arctopholos, wächst ins Unermessliche: wie hast du das eine ganze Gardine lang durchgehalten? Und das auch noch so gleichmäßig? Cool!

Falls es noch nicht zu spät ist, werde ich jetzt schnellstens um die Gunst meiner Samtpfotenprinzessin buhlen - vielleicht kann ich sie ja mit einem gehäkelten Katzenkissen besänftigen. ;)


Dienstag, 26. Juli 2011

Ein Fußabdruck (in) meiner Schokolade (Naschen bildet?)

Eine Welt ohne Schokolade - für mich nicht vorstellbar. Ist Schokolade im Haus ist auch alles gut. Ist keine da, werde ich unruhig - vorzugsweise kurz nach Ladenschluss oder am Wochenende. Neben dem schwarzen Gold (Kaffee) brauche ich meine regelmäßige Zufuhr braunes Gold (Schoki), damit ich für meine Umwelt erträglich bin.

Umwelt ist ein gutes Stichwort, denn seit ich einen Bericht über den Kakao-Anbau gesehen habe achte ich noch mehr als sonst auf die Stichworte "Bio" und "Fairtrade". Und da fiel sie mir in die Hände (und damit in den Einkaufskorb) - die REWE Bio Schweizer Traube-Nuss-Schokolade. 


Um Unklarheiten schon vorweg zu beseitigen: dies ist kein Werbeaufruf, kein in irgendeiner Weise gesponserter Verbrauchertest oder auf sonstigen Wegen von Dritten angeregter Beitrag. Mir fiel es nur auf und seitdem beschäftigt es mich - denn: in meiner Schokolade war ein Fußabdruck! :O


Sozusagen ihr eigener - genauer ihr CO2-Fußabdruck. Der mir sagt, dass ... ja, was eigentlich? Insgesamt umfasst der Abdruck dieser meiner Schoki "die Herstellung der Rohstoffe, Herstellung der Schokolade, Transport zum Hersteller, Herstellung und Wiederverwertung der Verpackung, Auslieferung an den Supermarkt, Lagerung der Schokolade bis hin zu einem durchschnittlichen Transportweg eines Konsumenten" - steht da geschrieben und wurde laut Verpackungsinfo in Zusammenarbeit mit myclimate errechnet. Die Summe: 329 g CO2. Hey, das ist doch nur eine 100 g-Tafel...?


Aber was genau sagt mir das denn nun? Ebenfalls angegeben sind Vergleichswerte - "1 km Autofahren verursacht im Durchschnitt CO2-Emissionen von ca. 150-200 g".

Was ich mich frage - wie sieht denn der Fußabdruck einer Standard-Schokolade aus? Dazu war leider nichts angegeben, aber jetzt bin ich neugierig. Die Verpackung hielt weitere Informationen bereit...


Ok, ich unterstütze mit dem Kauf der Schoki ein "Projekt von myclimate: die lokale Produktion und Anwendung von effizienten Kochern in Peru in abgelegenen Haushalten". Wodurch unter anderem der Holzbedarf aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gesenkt wird, so steht da geschrieben. "Dies führt zu einer Reduktion der CO2-Emissionen von 175.000 t CO2-äq. (über 7 Jahre) und schütze den lokalen Wald." Wer dazu mehr wissen möchte, kann sich auf der myclimate-Website weitere Infos holen.

Noch Neugierigere finden auf der Verpackung einen Fairtrade-Code, mit dem man rausfinden kann, welche Produzenten man mit dem Kauf des Produkts unterstützt. Ich hab das mal probehalber getan.


Jede Menge Information also auf der Verpackung meiner unscheinbaren kleinen Schokoladentafel. Sehr löblich, finde ich. Andererseits frage ich mich, ob das für den "Durchschnitts-Schoki-Esser" nicht vielleicht auf der einen Seite zu viel Info, auf der anderen Seite aber zu wenig Erklärung ist. Ein so komplexes Thema auf einer Schokoladenverpackung zu thematisieren ist ambitioniert und kann und soll wohl nicht erschöpfend abgehandelt werden (warum sonst habe ich mich eine ganze Diplomarbeit lang über einen quasi winzigen Aspekt der Auswirkungen von erhöhten CO2-Konzentrationen beschäftigt?). Mein quasi vorbehandeltes Hirn fing an, das verschüttete Wissen abzustauben und herauszugraben und stellte mir auch gleich einen inneren Fragenkatalog auf, welche Vergleichsdaten ich gern hätte, welche Informationen mir fehlen, welche Quellen ich heranziehen könnte... das allerdings fand ich noch erschöpfender. Insofern tat ich erst einmal das, wozu ich die 329 g CO2 gekauft hatte...


...ich hab der Schoki zum Fußabdruck auch noch einen Zahnabdruck verpasst. :D

Was meint ihr - seid ihr nun völlig verwirrt (was faselt sie denn da? - alternativ: was faseln die denn da?), ist euch das egal (Hauptsache schmeckt) oder ist euch so ein CO2-Fußabdruck schon an anderen Stellen begegnet?

Kauende Grüße
daisy
(die die Verpackung definitiv wiederverwerten wird - Izzy lauert schon, ob sie gleich endlich damit spielen darf)


Sonntag, 24. Juli 2011

Tüdeleien im Tatort

Moin Jungs und Deerns (naja gut, wahrscheinlich kann ich mich auf Deerns beschränken),

was ist ein Sonntag ohne Tatort? Ein verlorener Sonntag. Da ich aber zum einen kein Fernsehempfangsgerät besitze und zum anderen noch ein bisschen in der analogen Welt herumkramen möchte, hab ich nur kurz ein digitales Tat(ort)motiv herausgekramt. Ich finde es göttlich!


Nicht nur, dass es mich an meine Interimsheimat im Norden erinnert - nebenbei passt es so herrlich zu dem, was ich heute gemacht habe. Denn damit ich mit dem Tüdelband nicht ins Tüdeln komme (also schon, aber im positiven Sinne), hab ich mal mein Tüdelband sortiert.


Einwecken kann man so ziemlich alles - von Spitze über Webband, Knöpfe, Spulen, Garnröllchen bis hin zum Nadelgedöns. Das war jetzt übrigens auch die Reihenfolge von links nach rechts. Im Hintergrund: ein mit Schaumstoff versehener und mit Stoff bezogener Bilderrahmen. Der steht schon eine ganze Weile bei mir herum, allerdings war damals der Stoff ein bisschen knapp (und nein, Mony, das ist nicht das Stück aus der SSSJ-Beute(l)tasche). Ich überlege noch, ob ich den Rahmen nicht doch neu beziehen soll.


Immer wieder zum Schmunzeln bringt mich die Verpackung der Sicherheitsnadeln. Diese habe ich von meiner Ma geschickt bekommen, als ich an meiner Valeska herumgenäht habe und mir sowohl Gummiband als auch Sicherheitsnadel zum Einziehen des Gummibandes fehlten. Danke nochmal, Mutter. :*


Apropos Gummiband: ein Stück davon habe ich um eines der Gläser geknotet und darunter die lustigen Labels geklemmt. Ansonsten weiss ich nämlich, wo sie enden - dort, wo auch immer die Socken aus der Waschmaschine hin verschwinden. Und Izzys Krallenschere. Und mein Tesafilm-Abroller. Und die Schokoladenvorräte - ach nein, dafür gibt es eine sehr reale Erklärung... Am Glas mit den Garnrollen dürfen es sich zwei Zwirnsternchen bequem machen, während sie auf ihren Einsatz warten.


Eingeweckt habe ich auch ein bisschen Glück - ich hoffe, es hält sich. Diese niedlichen Glückskleeblätter wurden von Mutter und Schwester liebevoll zu meiner Promotionsfeier gebastelt, haben sie mich doch in ihrer natürlichen Form thematisch über drei Jahre lang beschäftigt (die Kleeblätter, nicht Mutter und Schwester - da dürft ihr noch eine Zehnerstelle an die 3 dranbasteln - mindestens ;-)). Zum Transport hatte mir Mutter diese ins Glas gepackt, damit sie nicht verknicken. Ich fand das so hübsch, dass ich sie seitdem so aufbewahre.


Und auch ein Schutzengel sollte wohlgehütet werden... ;)


Blümchen (mal nicht auf Stoff)

Seht das kleine Gärtchen hier
wo die Blumen sprießen
sollen sie gar wohl gedeihn
mußt du sie begießen...

So heisst es in der ersten Strophe eines Kinderliedes. Wie schön, dass bei diesem Sonntagswetter das Gießen flachfällt und wir uns direkt mit der Kuscheldecke aufs Sofa verziehen können. Hat nur einen Nachteil - da kommt er nie vorbei, der junge Mann mit roten Rosen...


Selbst ist die Frau (uff - na gut). Vor ein paar Tagen habe ich ganz in der Nähe ein Blumen-zum-selbst-Schneiden-Feld entdeckt. Und mich soeben spontan selbst beschenkt. Wenn es sonst keiner tut... ;)


Gladiolen finde ich großartig. Wie aus einem unscheinbaren Blumenzwiebelchen ein so imposanter Blütenstand wird... irre!


Lila ist ja sonst nicht so meine Farbe - aber habt ihr schon einmal in freier Wildbahn eine Blüte in meiner Lieblingsfarbe gesehen? :P Eben. ;)

 

Und wenn man sooo schöne Blumen nach Hause trägt, ist man auch nicht lange alleine - Izzy musste auch erst einmal schauen. :)


...und bevor das jetzt jemand zuvorkommend kommentiert, komme ich dem doch zuvor - ja, das ist Staub da auf dem Tisch. So! :P

Donnerstag, 21. Juli 2011

Geheime Botschaften aus der Statistik

Kennt ihr das Gefühl, dass euch eure Umgebung subtile Zeichen gibt, wenn euch eine Frage beschäftigt und ihr euch noch nicht klar entscheiden könnt?

Ich glaube ja fest daran, dass diese Zeichen nicht zufällig sind. Nur - was will mir meine Blog-Statistik mit den Umrissen des Kölner Doms sagen? :O

Dienstag, 19. Juli 2011

Bei mir piepts (nicht) - Keinastvögel

Seit ich blogge, komme ich aus dem Tüdeln nicht mehr heraus. Wieso? Weil ihr ständig neue tolle Tüdelideen ausgrabt und präsentiert. Die ich schnellstens nachtüdeln muss. So ist nun auch meine Wohnung befallen von diesen niedlichen bein- und flügellosen Vögelchen, die Timeless in den Tiefen der Bloggerwelt aufgespürt hat.

Auch bei Mony hatte sich zwischenzeitlich schon ein solches Vögelchen niedergelassen auf dem Fuß, ach nein, das war an anderer Stelle... Mony hatte noch einen Ast parat, den ich unvorbereiteterweise nicht mehr so schnell organisieren konnte. Insofern hat sie die Luxusversion (gehabt): den Einastvogel. Ich war abgelenkt - statt mich um adäquate Sitzgelegenheiten zu kümmern habe ich gestaunt, wie viel IRMA in so ein Vögelchen reinpasst und dass "Schwanz zusammennähen" fast genauso lange dauert wie das Nähen des possierlichen Tierchens selbst... Und dann saßen sie schon da, die drei Keinastvögel, und verlangten nach würdigen Nistmöglichkeiten. Beleidigt belagerten sie aus Mangel an Alternativen dann mein Stövchen und diskutieren seitdem, welche Ansprüche sie an ihr neues Heim haben und welche Anforderungen ich erfüllen soll.


Möchte ich jemals wieder Tee trinken, so sollte ich mir schnellstens eine Lösung einfallen lassen, denn im Gegensatz zu Monys Einastvogel scheinen diese Tierchen bleiben zu wollen. Aber ich glaube, ich habe da eine Idee... ;)

Montag, 18. Juli 2011

Vier Pfoten für ein Lalleluja

Fast hätte sie sich an mir vorbeigeschlichen, doch heute habe ich sie erwischt, die letzte Flasche im ansässigen Vierbuchstabennordsüdbrüderdiscounter. Aufgefallen ist sie mir zunächst lediglich durch das schicke Etikett, das bei Katzenbesitzern (Verzeihung - Katzendienern) sofortige Aufmerksamkeit erregt. 


Das funktioniert sogar, wenn es sich "nur" um Bärenpfotenabdrücke handelt. Der Name cuatro pasos heisst übersetzt "die vier Pfoten" und stammt anscheinend - so sagt man - von der Entdeckung von vier Bärenpfoten in der Weinregion Bierzo, wo dieser Wein angebaut wird. Ich hoffe allerdings, dass Pfotenabdrücke gemeint sind und nicht die Pfoten selbst. Es sei denn, es war auch noch ein Bär dran. Lebend. Frei. Und unbeschwert in der Sonne auf der Waldlichtung spielend. Oder so.

Im regulären Weinhandel ist er auch zu beziehen, doch dort üblicherweise etwas hochpreisiger. Allerdings nicht weniger alkoholisch. Dieser Tropfen aus dem Sommersonnenjahr 2009 wartet mit stolzen 14 Umdrehungen auf. Lalleluja (hipps) - Wöhlchen! :)

Sonntag, 17. Juli 2011

Wie viele Taschen braucht frau wirklich? - Heute: Picknicktasche

Vor ein paar Tagen habe ich auf einem Blog namens 2 little hooligans eine niedliche Strickutensilien-Tasche entdeckt. Auchwill! Und so habe ich den verregneten Nachmittag dazu genutzt, meine kleine IDEAL wieder einmal auf Mehrschichtnahtvermögen zu prüfen. 

Wie immer steht am Anfang die Frage der Materialauswahl. Neben ausreichend PATRICIA und meinem mittlerweile geliebten Rollschneider durfte noch ein POLARVIDE Plaid dran glauben. 


Vor dem Nähen kommt erst einmal bügeln. Und in diesem Fall noch "Einheiten umrechnen", da die Anleitung ursprungsbedingt Zoll-Maße bereithielt. Also eintippen und Zoll mal 2,54 nehmen. Oder: "...ach was, das Ding sieht so klein aus, ich mach das Täschchen ein bisschen größer."


Auch sonst habe ich die Anleitung relativ frei interpretiert. Schrägband? Hab ich nicht. Selbst anfertigen? Och nö... und die Außentaschen noch mit Stoff zu verstärken ist bei dünneren Stoffen bestimmt eine gute Idee, aber bei den vielen Schichten, die im Laufe einer Taschenfertigung zusammenkommen, hab ich mich auf Vliesofix beschränkt. Und mit diesen Überlegungen den Außentaschenanfertigungsprozess entscheidend beschleunigen können. ;)

 

Nach ein bisschen Rumrollerei, Bügelei und Näherei waren sie schon fertig, die Außentaschen. Insgesamt wie beim Eulenblog beschrieben drei Stück, was man auf dem nächsten Foto aber vielleicht nicht wirklich erkennt. Das Layout dürfte euch aber bekannt vorkommen - nach guter alter Timeless-Taschen-Tüdel-Art auslegen...


...dann alles einmal wenden und die zugeschnittenen POLARVIDE-Teile auf die linke Seite stecken.


Fröhlich zusammennähen und Kontrollblick auf die Vorderseite werfen - passt! :)


Fürs Innenfutter das gleiche Spiel noch einmal, nur ohne Taschen und ohne Fleece - und ebenfalls zusammennähen.


Weiterhin Schrägstreifen verweigernd habe ich mich beim Zusammenfügen von Innen- und Außentasche der Timeless-Taktik bedient. Das klappt mittlerweile sehr souverän. ;)
 

Auch der Dominostein nach dem Zusammennähen der Seiten sieht aus wie er soll.

Nur noch wenden, Henkel anfertigen und schon ist sie so gut wie fertig, die kleine Strickaufbewahrungstasche: dies ist dabei herausgekommen. ;)


Naja... ein bisschen groß geraten vielleicht. Da war ich wohl doch zu großzügig mit meinem Umrechnungsfaktor. Aber Taschen kann man ja nie genug haben - oder Ideen für weitere Verwendungsmöglichkeiten. So habe ich sie eben fix umbenannt - ich wollte natürlich von Anfang an gar keine kleine Strickzeugtasche, sondern eine geräumige Picknicktasche für schöne Tage am See nähen - ähem...


Wenn da mal nicht zusätzlich auch noch das Strickzeug reinpassen wird... :D
 

So, Regenwetter genutzt, Sonne, kannst wiederkommen! Ich bin vorbereitet. :)
 

Sonntag, 10. Juli 2011

Von Liesels Zoo zum Sockenstricken für warme Winterfüße

Da es aktuell auf den Blogs von Möpsen, Fröschen, Bären oder gar dem ein oder anderen Zoo wimmelt, sind meine Gedanken beim Aufräumen wieder mal lustig herumgestreunt. Dann grub ich in einer Kiste herum, zog einen Gegenstand hervor... und dann war Schluss mit Aufräumen. Erinnert ihr euch noch - vor ein paar Wochen philosophierten wir über Stricklieseln. Anstatt weiter zu versuchen etwas Ordnung zu schaffen, erzähle ich euch lieber eine Geschichte dazu und was das mit warmen Wintersocken zu tun hat. ;)

 Und es begab sich einmal vor langer, langer Zeit (Maus, war es letztes Jahr?), dass ich mich bei meiner liebsten Freundin beklagte und meine strickliesellose Kindheit bejammerte. Die liebste Freundin grinste nur. Und überreichte mir beim nächsten Mädelsbalkonkaffee zwei ihrer Kindheitsschätze - eine quietschorangefarbene Strickmühle samt Buch, wie man aus den gelieselten Strickschnüren Kein- bis Vielbeiner basteln kann.


ein paar Anwendungsbeispiele aus dem Buch "Ein ganzer Zoo mit meiner Strickmühle" von Valérie Fauré
So kam ich dann im zarten Alter Ü30 endlich auch in den Genuss, dieses elementare Detail einer jeden Kindheit nachempfinden zu dürfen. Nur - wie bedient man so ein Teil? Die IKEA-Taktik (erst schrauben, dann fragen) funktionierte nicht. In der großen weiten virtuellen Welt suchte ich nach einer Anleitung und stieß auf Barbaras Wollblog. Barbara hielt nicht nur eine Anleitung bereit, sondern auch ein Anwendungsbeispiel in Form eines stricklieselgehäkelten Teppichs, dass bei mir den Wunsch nach will-ich-auch weckte. Gut, so weit bin ich noch nicht, aber als mir eben die Strickmühle wieder in die Finger fiel, griff ich mir kurzentschlossen einen Rest Kleiner Fuchs von meinen ersten Mojos und kurbelte los.


Und produzierte dieses hier:


Zugegeben, für einen Teppich reicht es noch nicht ganz. Dafür muss ich noch viele Sockenstrickwollreste durchkurbeln. Und erst einmal produzieren. Wofür ich allerdings noch einige Paare Socken stricken muss. Sooo spektakulär ist dann das Strickmühlenprodukt auch noch nicht... "was bloggt sie sich denn da dann gerade zurecht?"

Nun, auf Barbaras Wollblog bin ich auf eine schöne Aktion aufmerksam geworden. Die Schweizerin Barbara hat eine Gruppe ins Leben gerufen, die sich SfO nennt. Diese Abkürzung stand in meinem Berufsleben bisher immer für single first-order (kinetics), bei Barbara bedeutet es aber Stricken für Obdachlose. Das Ziel ist, schnell, direkt und unbürokratisch zu helfen. Durch Spenden von Selbstgestricktem, das von Barbara gesammelt und an die zuständige Stelle weitergegeben wird. Dort werden dann die Spenden in schöne Geschenke verwandelt und landet bei den Obdachlosen in Luzern in der Gassechuchi unterm Weihnachtsbaum. Ebenfalls unterstützt wird das Paradiesgässli, das unter anderem Familien und vor allem Kindern aus Suchtfamilien hilft. Bei Barbara auf dem Sofa sah die Sammelaktion letztes Jahr dann so aus.

Ich möchte mich gerne beteiligen und habe Barbara gefragt, was am dringendsten benötigt wird. Sie antwortete mir, dass am meisten natürlich Socken gebraucht werden. Aber auch alles andere sei sehr willkommen, von der Babygröße bis zum Erwachsenen. 

Bei mir wird zusätzlich zur Urlaubslektüre demnächst auch das ein oder andere Wollknäuel im Rucksack landen. :)
Wenn ihr auch gern mitstricken möchtet oder vielleicht jemanden kennt, der sich beteiligen möchte, gebt den Link gern weiter, Barbara freut sich über jegliche Hilfe! Und bedankt sich mit einem Gutschein über 10 Schweizer Franken für ihren Shop Das Wollmobil. Verlost wird am Schluss noch ein Gutschein im Wert von 50 Sfr. Warme Füße finde ich allerdings mehr als Grund genug und sowieso unbezahlbar! 

Samstag, 9. Juli 2011

Stoffnachschub - let's loop!

Moin! :)

Meine zeitweilige Abwesenheit aus der virtuellen Welt diese Woche hatte einen realen Grund - Urlaubsplanung! Katze und ich wollten untergebracht werden, wenn auch an verschiedenen Orten. Für Izzy wurde mir dankenswerterweise ein Wohlfühl-Verwöhn-Urlaubsort angeboten. Für mich musste ich ein bisschen länger suchen, aber heute morgen erhielt auch ich eine Bestätigung für mein Wunschzimmer. Jetzt darf ich also wirklich loslegen mit der Planung. :) - Was mich wie üblich in die hilflos-vorm-Kleiderschrank-steh-Situation brachte. Puh, dunkel hier drin... 

Aber es gab ja neues Material... ;)


Ein kleiner Stapel Stoffe erreichte mich von zwei Quellen - die unteren sechs Stoffe reisten aus Dänemark an (daran ist Mony "schuld" ;)), die oberen fünf sind bei einem Ausflug auf DaWanda an mir hängengeblieben. Einer fehlt auf dem Bild - in der ersten Lieferung befand sich noch ein türkisfarbener Brokat, der zwar sehr schön aussieht, aber total doof zum Fotografieren ist.

Kleiner Bewertungseinschub: Insgesamt hatte bei der Dänemark-Bestellung Mony das deutlich glücklichere Händchen, während ich besonders bei den grünen und roten Stoffen von den Fotos im Netz her etwas anderes erwartet hatte. Eher ein sattes Grün und ein rotes Rot - kein Quietschgrün und Korallenrotrosa, wie es hier ankam. Den Stoff mit den Japan-Mädels ist allerdings total schön, hier nur nicht zu erkennen. Von den DaWanda-Stoffen bin ich völlig angetan - und kaum gewaschen und gebügelt, fielen mir auch gleich zwei der Stoffe heute unter die Nähmaschine.


Blümchen und Streifen - und ein Rest weiterer Blümchen, die ihr auch schon bei meinem Schlüsselband gesehen habt. Nun gibts nur noch Mikroreste davon... 

Schon vor ein paar Wochen hatte ich dieses Freebook von Leuchtzeichen für einen Loop-Schal gefunden. Grundsätzlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass bei den beschriebenen Wendungen auch etwas Sinnvolles herauskommt und kein Stoffknuddelgewirr, dem man bestenfalls noch Knopfaugen annähen könnte. Dank der erfolgreich bewältigten waghalsigen Wendemanöver bei Timeless Taschentüdeln traute ich mich aber nun doch daran (schließlich hat es da ja auch geklappt). Und - klappt! :)

Stoffbahnen vorbereiten und zusammentüdeln...
...auf rechts wenden und eine Schmalseite zusammennähen...
...auf links wenden und bis auf eine Wendeöffnung zusammennähen (an dieser Stelle wurde mir etwas mulmig)...
...Wenden... (ui, das klappt ja!?)
Fertig! :)
Mein erster Loop! :) Hat prima geklappt, ging sehr fix und schreit nach Wiederholung. Und jetzt suche ich mal motiviert nach Verwendungsmöglichkeiten für den ein oder anderen der Stoffe... :)


Nachtrag especially for you, Su: der Eulenstoff ;)

Davon gibts noch einige andere Varianten - falls du Bedarf hast, schau doch zum Beispiel mal hier. Und vielleicht sind Stoffe an dem ein oder anderen 11%-Rabatt-Tag auch wieder dabei. :)


Sonntag, 3. Juli 2011

Blümchenschlüssel - Schlüsselblümchen

Huch, schon wieder Wochenende-Ende? Unglaublich, habe ich nicht gerade erst angefangen, mein Spaßzimmer umzuräumen? :O Anscheinend habe ich ein bisschen länger dafür gebraucht. Und bin auch noch nicht fertig. Immerhin, die beiden Expedits stehen nun dank vollem Körpereinsatz einträchtig nebeneinander, die Bücher sind sortiert, der Stoff fein säuberlich in die Dröna Boxen sortiert und ich habe wieder einen Umzugskarton leer. Und habe mir beim Aufhängen von Bildern auch nur einmal auf den Daumen gehauen. Gute Bilanz! :)

Da ich mich brav von jeglichen Strickutensilien ferngehalten habe, bin ich sogar vorangekommen. Aber natürlich habe ich zwischendurch auch mal einen Blick in die Bloggerwelt geworfen. Und bei Monys von Arctopholos inspirierter Verschlüsselung und in gefährlicher Nähe zu den Stoffresteboxen konnte ich nicht anders - eine winzige Kleinigkeit musste ich heute dann doch noch nähen...


...denn dieser Anblick frustriert mich jeden Morgen. Praktisch sind sie ja, diese Schlüsselbänder, sie machen die Auffindung in den unendlichen Weiten einer Tasche leichter und lassen sich abends an den Nagel, äh, Haken hängen, wo sie zuverlässig bis zum nächsten Morgen vor sich hinbaumeln. Aber schön geht anders... so vielleicht?


Aus dem guten alten Klassiker Ditte schwarz und ein paar Resten Blümchenstoff sowie den Clipsen und Karabinern der alten Schlüsselbänder habe ich mir ganz fix ein paar neue Schlüsselbänder genäht. Mit fleissigem Bügeln und tatsächlich ausnahmsweise mal ohne Vliesofix ging es echt flott. 

Die kleine IDEAL habe ich hinterher auch brav gelobt, sie hat auch durch die vielen Lagen (dünnen) Stoff fast ohne Murren durchgenäht. Und das, obwohl an der dicksten Stelle, an der drei der Bandlagen übereinander liegen, tatsächlich 24 Stofflagen durchzupieken waren. Gute Maschine! :)

Und ich freue mich ab sofort jeden Morgen auf meine Blümchenschlüssel - oder Schlüsselblümchen?


Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend und einen fröhlichen Wochenstart! :)