Samstag, 27. Oktober 2012

Zu Hülf - ihr seid doch Experten...

Mein Kuschelquilt schreitet voran, momentan nähe ich fleissig die Quadrate zusammen und werde in (tatsächlich, man mag es kaum glauben!) absehbarer Zeit aus Hunderten von Stoffschnipseln wieder ein zusammenhängendes Stoffstück produziert haben. Für die Rückseite habe ich auch schon Ideen, die sich in ähnlich absehbarer Zeit umsetzen lassen (könnten). Damit es dieses Jahr neben Theateraufführungen und Weihnachtsgeschenkeproduktion noch etwas wird, mache ich mir parallel schon mal vorsichtig Gedanken zum "batting" (ich muss noch Vokabeln lernen) und zum eigentlichen Prozess des Quiltens.

Und da hab ich gaaaaaanz viele Fragen..... mögt ihr mir helfen? 

Lustiges Bildbearbeitungsprogramm - was man damit alles machen kann, um euch noch nicht alles zu verraten... ;)
Mein Plan: Da es mein Erstlingswerk ist, möchte ich das Teil selbst quilten. Allerdings nicht mit der Hand (ich wollte dieses Jahr noch darunter kuscheln), sondern mit der Maschine. Gerade habe ich mich durch diverse Methoden gelesen, gestaunt, mich gewundert, am Kopf gekratzt und hilflos mit den Schultern gezuckt - irgendwas dazwischen. Es gibt Sicherheitsnadeln, man kann die Schichten grob per Hand zusammenheften, es gibt das Wunderspray, das die Schichten miteinander verklebt und sich dann herauswaschen lässt... wie macht ihr es, welche Erfahrungen habt ihr gemacht und was geht, was geht gar nicht?

Kommen wir zur nächsten Frage - "batting". Ich lese mich durch Listen, Listen und nochmals Listen, habe aber keine Ahnung. Es gibt dieses hübsche Zeug, dass beim ersten Waschen schon ein bisschen zusammenschrumpelt und einen "used look" erzeugt - finde ich hübsch, aber wäre das etwas? Ich will unter dem Ding auf dem Sofa (oder irgendwann im Schaukelstuhl) kuscheln, aber weder eine weitere Bettdecke produzieren noch Eier darunter ausbrüten können. Abgesehen davon darf es nicht zu voluminös werden, da ich eine normale Nähmaschine besitze und kein Superduperlangarmquiltgeschoss. Habt ihr Tipps, Bezugsquellen, Empfehlungen, "Abratungen"?

Und dann bleibt noch das Nähen an sich - ich liebäugele mit einem "free motion" Füßchen oder wie auch immer das auf Deutsch heißt. Kann das was bzw. kann auch ein Anfänger nach ein bisschen Aufwärmtraining damit etwas Brauchbares hinbekommen oder würdet ihr mir zu "nimm das normale Füßchen und ziehe gerade Bahnen" raten?

Jegliche hilfreichen Hinweise werden mit abgrundtief dankbarster Dankbarkeit entgegengenommen!

Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich habe schon einige große Patchworkdecken gemacht. Allerdings habe ich immer von Hand gequiltet (war in der Zeit vor den Kindern ;-) ). Beim Maschinenquilten bin ich einfach mit der Größe der Decke und dem geringen Platz seitlich bei der Maschine nicht zurecht gekommen. Das sogenannte Sandwich (also die einzelnen Schichten der Decke) habe ich immer mit einem Sprühkleber (hatte einen aus dem Quiltgeschäft) zusammengeklebt. Das hat bei mir immer super gehalten und wenn man sich beim Zusammenkleben Hilfe holt geht´s eigentlich sehr gut. Ich habe es so gemacht: Vlies einsprühen, Stoff zusammenrollen, an einer Breitseite beginnen. Dann hält einer den Stoff in die Höhe und der andere streicht cm für cm immer von der Mitte nach außen den Stoff fest. So ähnlich wie beim Büchereinbinden mit Klebefolie. Dann wenden, wieder Vlies einsprühen und das ganze wiederholen. Achtung rund herum Boden gut abdecken, da beim Sprühen, wenn die Ränder auch gut kleben sollen, etwas daneben geht.
    Wegen dem Vlies, das gibt es eigentlich in allen Stärken. Ich habe zum Beispiel einmal für einen Wandbehang und einmal für eine Tischdecke wirklich sehr dünnes Vlies verwendet, das ist dann sicher nicht zu heiß. Falls du ein Patchworkgeschäft in der Nähe hast, geh dort mal hin, die sollten das haben und du kannst es anschauen.
    Ich hoffe ich hab dich jetzt nicht noch mehr verwirrt.
    Ich bin schon sehr neugierig auf das Gesamtbild deiner Decke, die Teile sehen jetzt schon toll aus.
    lg
    Anja

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    1. Hallo Anja,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar - ich freue mich, dass du hergefunden hast! Die Sprühklebervariante ist die von mir momentan favorisierte, danke für deine Erfahrungen. Ein "richtiges" Patchworkgeschäft habe ich hier noch nicht entdecken können, aber ich schaue mal, ob sich im weiteren Umkreis doch eins versteckt.
      LG daisy

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  2. Schönes Bild das! Die schwarzen Eckchen kommen echt gut ... :D

    Sind so ähnlich wie die schwarzen Löcher in meinem Gehirn, wenn es ums Thema quilten geht. Aber das dachtest du dir wohl schon ... :o)

    Viel Erfolg bei der Antwortjagd! :)

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    1. Sieht doch gut aus - dafür liebe ich das Netz und die Bloggerwelt.

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  3. Ich kann mich da auch nur am Kopf kratzen. Aber ich habe gehört, dass man die Decke dann unter der Maschine (also rechts vom Fuss, da wo schon gequiltet ist) einrollt und es dafür wohl auch spezielle Klammern (Halter) gibt. Ansonsten ist mein Namen Hase (Frau Haase kann man unter der schnuckeligen Decke später bestimmt auch ganz hervorragend schauen... vielleicht sollte ich dich doch besuchen.... ).

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    1. Bringst du Frau Haase mit?

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    2. Kein Problem, Frau Dr. (!) Haase liegt hier mehrfach rum...! ;)

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  4. Oh Daisy - guten Morgen.... ich hoffe jetzt mal, dass die Göttin aller Quilts hier auf dem Blog einschlägt und Dir die ultimative Hilfe geben kann. So ein Freistickfüßchen hab ich ja - aber man muss schon etwas üben um den Stoff in hübschen Mustern drunter durchzuschieben.... Klebesprays sind mir etwas suspekt - aber das scheint wohl eine gute Lösung zu sein, wie Anja schreibt.... Ich geh mal studieren. Liebe Grüße....

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    1. Übung ist die Mutter des Elefantenladens - ach nee, das war irgendwie anders, oder? MugRugs und Tischsets könnten prima Nebenschauplätze werden. :)

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    2. Genau - aber da sie so klein sind, braucht man auch nix kleben....

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  5. guten Morgen, bei Schneefall hier im Süden kann ich dir meine Erfahrungen mit der Maschine sagen.

    Bei einem einfachen Kuschelquilt habe ich (was Profiquilterinnen jetzt sicher ungläubig den Kopf schütteln lässt, da nicht Original) einfach eine etwas größere Fleecedecke in passender Farbe gesucht und ohne Zwischenlage aufgenäht. Dabei habe ich immer die erwähnten Sicherheitsnadeln benutzt (sind so Spezialnadeln mit einem Bogen, die bekommt man beim Quiltzubehör) und möglichst eng und mit ganz glatten Fall gesteckt. Eben immer an den anderen Stellen als du Nähen möchtest und dann von der Mitte nach aussen gearbeitet und immer glatt gestrichen, damit es keine Abnäher gibt.

    Aber meine größten waren so 130 x 170 und das ist für die Nähmaschine schon ziemlich dick, ich habe dann immer ein Teil eingerollt damit es unter den Maschinenarm passt und nur querdiagonal genäht.


    Grüße Ramgad

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    1. Guten Morgen Ramgad,
      hier flockt es auch ein bisschen - aber nur ein bisschen. Noch ein Grund mehr, am Kuschelobjekt weiterzumachen. Eine Fleecedecke ist auch eine gute Lösung. Dieses erste Teil möchte ich aber gern "klassisch" mit Stoffrückseite nähen. Bei den Sicherheitsnadeln in Kombination mit Zusammenrollen und Nähmaschinenfreiraum wird mir etwas mulmig - da wären gerade Nähte bestimmt einfacher zu handhaben als Freihandlinien. Wobei ich das eigentlich ganz hübsch fände, da die Stoffe nur gerade Linien haben und das die Fläche etwas auflockern würde. Mal sehen... vielleicht übe ich das lieber wirklich erst einmal an einem kleinen Teil. Danke für deine Erfahrungen!

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    2. Bei Vliesdecken, vor allem bei Polarvide von Ikea muss man beachten, dass sie nach einer Richtung ziemlich dehnbar sind - das war bei den früheren Vliesdecken von Ikea nicht so ausgeprägt...., dann verzieht sich gerne mal was....

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  6. Sorry liebe Daisy...aber ich verstehe auch nichts als Bahnhof. Aber ich freue mich schon auf Deine weiteren Schritte hin zur Kuscheldecke. Du hälst uns doch sicherlich auf dem Laufenden, oder?

    Ich wünsche Dir ein fröhlichen zusammennäh Wochenende ;-)

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    1. Na klar... :) Danke, dir auch ein fröhliches Wochenende!

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  7. Hallo du Quiltverrückte,

    dann versuch ich mal ein paar Antworten zu geben.

    Ich benutze gern ein Vlies aus Baumwolle und Kunstfaser gemischt, das gibt es in einer sehr dünnen Qualität und es läßt sich auch mit Maschine super quilten. Nach dem Waschen zeigt es ein wenig den Krumpeleffekt, aber sicher nicht so stark, wie ein reines BW-Vlies. Außerdem ist es zwar kuschelig, aber nicht super heiß drunter.
    Diese Fleecedecken nehme ich nur für ganz einfache Quilts, die mir nix bedeuten und die auch "verranzt" werden dürfen. Alles was schön sein soll oder wo mein Herzblut dranhängt, bekommt ein vernünftiges Innenleben und eine schöne Rückseite. Außerdem sind die Decken blöd zu quilten.

    Wenn ich mit der Maschine quilte nutze ich auch gern die Nadeln, für den Rand hab ich zusätzlich noch so eine Art Wäscheklammern von Clover.

    Ich teile mir den Quilt in Viertel ein und quilte immer nur in einem Viertel, egal ob in Linien oder Freemotion. Letzteres benötigt einige Übung. Für gerade Linien brauchst du natürlich einen extra Fuß.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir ja eine Mail schreiben.

    Liebe Grüße
    Trudi

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    1. Quiltverrückte? Das nehme ich mal als Kompliment... ;) Aber du hast Recht - ich bin gerade ein klein wenig angefixt, was das angeht. Einmal angefangen mit Nähen habe ich gerade große Lust, das Teilchen auch voranzutreiben.
      Danke für deine Erfahrungswerte und das Angebot, dich auch abseits des Blogs zu "belatschern". :)

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    2. Immer gern, weißte doch!!!

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  8. In meine Quilts habe ich schon alles mögliche reingenäht- vom klassischen Baumwollbatting ( H275 quiltet sich vor alem bei freihand geführten Mustern gut, ist aber nicht so voluminös) über Fleece oder Volumenvlies (ist schön kuschelig und schmiegt sich an, ist aber blöd zu quilten) bis hin zur alten Baumwolldecke. Geht alles, aber maßgeblich ist meiner Meinung nach wie eng du dein Muster quiltest. Je enger, desto steifer.
    Und je öfter du einen Quilt benutzt, desto weicher wird er auch mit Baumwollbatting.

    Ich fixiere die Lagen mit Schließnadeln, das geht schnell und ich hatte nie irgendwelche Probleme unter der Nähmaschine. Spray ist mir grundsätzlich nicht so sympathisch.
    Meinen ersten Quilt habe ich allover geheftet. Himmel, das war eine Arbeit. Das würde ich in Zukunft nur für einen handgequiltete Decke nochmal machen.

    Probiere das Mäandern mal aus, meine Pfaff ist da gerade mit dem Garn heikel, am besten läuft das mit speziellem Quiltgarn oder Stickgarn. Ansonsten bekomme ich gerade beim gegen-die-Richtung-ziehen gern mal kleine Schlaufen an der Unterseite.
    Gerade Linien gehen am besten mit einem zugeschalteten Obertransport(-füßchen), sonst schiebt sich die obere Lage gern mal etwas auf.

    (Tischsets sind übrigens ein übersichtliches Projekt zum Üben und du siehst, ob das deine Maschine kann.)
    Ich bin gespannt! :)

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    1. Vielen lieben Dank! Huch, an die Wahl des Garns hatte ich noch gar nicht gedacht - und ich werde auch mal häufiger auf die Rückseite schauen. Momentan spricht einiges für BAumwollbatting - jetzt habe ich auch mal eine Zahl und damit einen Anhaltspunkt. Und - klatsch vor den Kopf - ich bin aber auch dusselig. In dem Laden, in dem ich meine Maschine gekauft habe, gibt es ein Untergeschoss. Dort werden auch Quiltkurse abgehalten, Stoff gibts auch und schätzungsweise damit auch kompetente Hilfe, was die passenden Nadeln und Garn für meine Maschine angeht. Ich schreibe mal eine Materialliste und einen Besuch dort in meinen Kalender. :)

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  9. Hallo Daisy :)

    einige Antworten hast Du ja schon bekommen :)

    ich benutze sehr gern das Baumwollvlies als Innenleben, weil es schön dünn ist, und sich leicht quilten läßt, allerdings wird die Decke dadurch relativ schwer und eher steif, aber man kann es gut waschen und dann wird es auch weicher


    wenn Du aber eine voluminöse Kuscheldecke möchtest, ist es die falsche Wahl, allerdings läßt sich das Volumenvlies sehr schlecht quilten, weil es sehr "buschig" ist und sich sehr leicht verschiebt!

    sonst bin ich ein absoluter Fan der Sprayflasche, das hat bei mir bis jetzt immer gut geklappt

    zum Quilten ist schwer einen Rat zu geben, das Freemotion solltest Du unbedingt vorher üben
    gerade Linien sind wesentlich schneller genäht und vor allem ist auch wesentlich weniger Kraftaufwand von Nöten!

    wenn Du noch Fragen hast, immer gerne :)

    LG Agnes

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    1. Also Baumwollvlies! Danke dir, Agnes. Meine Decke möchte ich auch im Sommer noch nutzen können, insofern spricht alles für ein dünnes Vlies. Und ja, ich werde üben. Kraftaufwand? Auch das noch... :O
      Fragen? Gerne, danke für das Angebot! :)

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  10. Kommentar, der zweite :-/
    Aber ich kann ja eh nicht helfen. Und wenn ich die ganzen Fachbegriffe höre, vergeht mir auch die Lust, mich mit dem Thema zu befassen.
    Aber ich verfolge gern Deinen Bildungsfortschritt :-)

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    1. Ist doch schön, dass wir nicht alles selbst machen müssen - du häkelst dir die Decken, ich nähe sie. Ich finde, das ist eine prima Arbeitsteilung. :)

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  11. Hallo Daisy,
    da gebe ich ja nun auch noch gern meinen Senf dazu. Ich habe noch nicht so ganz viele Decken gemacht, aber die alle anders. Die erste mit einem dicken Baumwollvlies, die hat auf der Rückseite ein Leinenlaken und ist dadurch schon ziemlich steif, die zweite ist auf eine feste Vliesdecke gequiltet, die hat sich nicht verzogen, das war okay. Die dritte mit einem synthetischen, sehr preisgünstigen Volumenvlies, das war unter der Nähmaschine schwierig zu händeln. Die letzten Wandquilts, auch so 1,20*1,00m habe ich mit dünnem Baumwollvlies verarbeitet und das ist zauberhaft. Aus der Patchworkoase und der Flickenkiste (Anne Deus, ein Hobbs Heirlom irgendwas). Beide gleich gut.
    Ich hefte immer längs und quer im Abstand von ca.6-10cm. Das ist eine Heidenarbeit, ich ziehe das aber den Sicherheitsnadeln deutlich vor, das kommt mir "windig" vor. Dabei lege ich den Quilt auf einen großen Tisch und arbeite immer an der Tischkante. Ich quilte mit meiner uralten Nähmaschine, ohne Spezialfuß, fange in der Mitte an und arbeite mit nach außen. Möglichst immer in einer Richtung. Rechts vom Fuß mache ich eine Rolle. Ich benutze Stoffreithandschuhe aus dem Baumarkt mit so kleinen NOppen, dann kann man das dicke Paket unter dem Fuß besser schieben und rutscht nicht auf dem Stoff weg.
    Das Baumwollvlies wasche ich nach Anleitung vor dem Verarbeiten. Das würde ich dir bei deinem Stoffmuster auch raten. Das krinkeln passt gut zu blumigen Mustern, finde ich, zu so geometrischen würde es mir nicht so gut gefallen. Aber das ist Geschmackssache.
    LG
    Valomea

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    1. Liebe Valomea,

      ich danke dir sehr für deinen Senf! Noppenhandschuhe? Wegrutschen? Ihr bringt mich auf Dinge, an die ich nie gedacht hätte... ich bin gespannt, was da noch auf mich zukommt - und was letztlich dabei herauskommt. Aber dank euch fühle ich mich nicht allein dabei. :)

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  12. Das Quiltmuster: du kannst es dir doch einfach machen und im Nahtschatten die Quadrate quilten. Dabei die beiden Stoffe schön nach rechts und links ziehen, dann siehst du die Naht am Ende gar nicht. Das freie Quilten ist schwer, ich übe mich an kleinen Projekten (z.B. der Pilzklappe für die Tasche Anna.) Aber vielleicht macht das deine Maschine auch locker :-)
    Wir sind gespannt!

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