Samstag, 26. Mai 2012

Rhabarbersirup oder so was in der Richtung

Können wir mal reden? Über Rhabarbersirup? Ja? Danke. Also - ich mag Rhabarbersaft. Gern als Schorle. Ab und zu pur. Die Kombination aus rhabarberigem Aroma und der richtigen Süßsäure finde ich herrlich erfrischend. Deshalb war es mehr als naheliegend, ein bisschen von dieser Sommerfrische als Sirup einzuglasen, um sie in schlechte Zeiten (= nach dem 24. Juni) mitzunehmen. Rezepte für Rhabarbersirup gibts im Netz reichlich - mit zum Teil um das Vierfache variierenden Zuckermengen, bezogen auf den Rhabarbereinsatz. Ich entschied mich für eine mittlere Angabe, kochte, siebte, füllte ab und...


...soweit sogut - die Farbe ist nicht mein Problem, die finde ich herrlich. Wo der Bodensatz herkommt, weiß ich nicht wirklich, da scheint sich trotz gefühlt stundenlangem Kochen immer noch Zucker nicht in Lösung gegangen zu sein, sondern treibt sich lieber mit ein paar Rhabarberfetzchen am Flaschenboden herum. Aber insgesamt... nee, das hatte ich mir anders vorgestellt. Rhabarberiger und nicht so zuckerig. Ok, selbst reingelegt, was hatte ich auch erwartet... Verdünnt mit Wasser wird es weniger rhabarberig (schade) und mir persönlich immer noch zu süß (auch schade). Aber ich trinke auch sonst keine zuckerhaltigen "Erfrischungsgetränke". Insofern klarer Fall von Erfahrungswert - und der nächste Rhabarber landet wieder im Rhabarberkuchen (da habe ich zumindest keine falschen Erwartungen, was den Süßfaktor angeht...).

Apropos - keine Rhabarbersaison ohne die Rhabarberbarbara... 


Schöne Pfingsten und sonnige Grüße
daisy

Donnerstag, 24. Mai 2012

Gute-Laune-Kleid

Yippie! - Deshalb ein qualitativ nicht diskussionswürdiges Foto an der Trägerin, die jetzt schnell einen Luftsprung macht und dann das Chaos hinter sich aufräumt...


Mit dem Originalschnitt (Modell 21 aus der Sabrina Woman 2/2012) hat es jetzt nur noch das Oberteil gemeinsam, der Rock war gestern noch wie vorgesehen rundum gekräuselt und als gerade geschnittene Bahn angenäht. Den hab ich nochmal komplett abgeschnitten (habt ihr mal versucht, eine elastische Versäuberungsnaht aufzutrennen? Ja? Dann wisst ihr, warum ich zur Schere gegriffen habe...), die Rockbahn mittels Schnittmuster für den vorderen Rock meiner Kuschelkleider von hier oder hier schmaler und in A-Linie zugeschnitten und Abnäher eingefügt. Fertig ist das gute-Laune-Kleid! :)

Mittwoch, 23. Mai 2012

Zwischenstand

Extra für Judie - der Zwischenstand:

Wabenstich der Ambition 1.5 - ausgewiesen für elastische Stoffe und für mich auch ganz passend zum Stoff-Design als Blenden-Naht.
Am Oberteil habe ich ein wenig länger herumgenäht, immer darauf bedacht, dass sich der Jersey nicht wellt. Experiment geglückt, ist auch nicht so sackartig, wie es auf dem Foto den Anschein hat. Ärmel sind noch ungesäumt, ebenso wie...
...der Abschluss-Saum. Hier bin ich aber definitiv noch nicht zufrieden mit dem "Unterteil" des Kleides, da werde ich mir ein Beispiel an Judie nehmen und beherzt nochmal kräftig herummodifizieren.
...und eigentlich und überhaupt ist das Kleid aus dem günstigen Jersey-Coupon vom Stoffmarkt sowieso nur ein Probelauf fürs "richtige" Kleid - aus nicht-dehnbarem Stoff und mit Futter und Reißverschluss. Dafür bin ich aber schon ganz zufrieden mit dem Schnitt...

Fortsetzung folgt. :)

... by the way - Arctopholos, das ist der antike Dielenschrank, von dem ich sprach... (und ganz oben rechts sieht man ein Schwänzchen von einem der Keinast-Vögel...)

Sonntag, 20. Mai 2012

Spargelsalat auf Mediterranien

Nein, ich habe nicht spontan meinen Balkon bepflanzt, aber mir gerade ein Päuschen darauf gegönnt und Reste des gestrigen Grillens genossen. Und weil er so lecker war, der mediterran angehauchte Spargelsalat, konnte ich gerade vor finaler Vernaschung noch ein Foto davon machen.


Entstanden sehr spontan und ohne Rezept - zum Nachbasteln für eine grillpartygrößenangepasste Schüssel voll macht ihr in etwa Folgendes:

500 g grünen Spargel entweder bissfest kochen oder in der Pfanne in Olivenöl braten (ich hab die Stangen kurz angekocht und dann zwecks Röstaromen noch in die Pfanne geworfen) und in mundgerechte Stücke schneiden. Gleiche Menge (am besten frische) Gnocchi in Salz- (oder Spargel-)wasser garen. Spargel und Gnocchi abkühlen lassen. In der Zwischenzeit etwa 10 getrocknete eingelegte Tomaten in Streifen schneiden, ein kleines Schälchen Datteltomätchen halbieren, 50 g Pinienkerne in der Pfanne anrösten und ein Stück frischen Parmesan grob reiben. Dann ein würziges, süß-sauer-leckeres Sößchen zusammenbasteln aus gutem Olivenöl, Saft und etwas abgeriebener Schale von euer glücklichen, weil biologisch angebauten Zitrone, etwas Honig, Salz, Pfeffer. Reichlich frische Kräuter hacken - bei mir wars Bärlauch und Basilikum. Und dann alles vermischen und durchziehen lassen. Servieren und sich loben lassen. ;)

Unter den überschaubaren Rest habe ich heute noch Mini-Mozzarella-Kugeln gemischt - auch lecker, aber nicht wirklich nötig. Unverzichtbar sind allerdings die frischen Kräuter und der Zitronensaft.

....wovon ich euch abzulenken versuche...? Eigentlich bin ich mit etwas ganz anderem beschäftigt... diesem hier....


...ich tauche dann mal wieder ab...


Keep calm and knit on

Habt ihr gestern Fußball geguckt? Ja? Wie groß war die Enttäuschung um euch herum bei dem Ergebnis? Ich habe versucht, unauffällig unter dem Tisch zu verschwinden, denn manche der Anwesenden schienen die Niederlage körperlich zu spüren... einige von uns Mädels sahen das eher gelassen - eine von uns häkelte während des Spiels inklusive Verlängerung eine Bordüre um einen selbstgestrickten Bolero, ich habe es geschafft, endlich die Zweitsocke zu einem UFO anzufangen. Insofern war es ein ganz erfolgreicher Abend... allerdings habe ich mich gefragt, warum ich noch keines dieser Strickzeugtäschchen besitze. Wahrscheinlich, weil sie sich als Geschenk prima eignen. Das Mausegeburtstagsgeschenk hätte aber gestern Abend auch gut gepasst...


Manchmal wünsche ich mir eine Stickmaschine, um hier z.B. den Part mit der Schrift hübscher zu gestalten - das ist alles, was meine Nähmaschine hinbekommt. Aber andererseits will ich ja erst einmal in meine private Bekleidungsproduktion einsteigen. Ich bin auch schon wieder weg - auf dem Weg ins Spaßzimmer...

Schönen Sonntag euch allen ! 




Donnerstag, 17. Mai 2012

Hüfttasche (die Kunst des Weglassens)

Habt ihr heute die Sonne genossen? Ja? So ist es brav. Ich auch. Gerade eben erst. Bis dahin war ich beschäftigt. Mit Stoff. Was für eine Überraschung... Seufz...

Dank Judies gestrigen Post ihrer selbstgenähten Gürteltasche begann eine lustige Diskussion zum Thema "Gürteltaschen gestern und heute" und "wie schmeichelhaft können Hüftschmeichler überhaupt sein?" in den Kommentaren. Die momentan allgegenwärtigen Miniröcke-mit-kleinen-Taschen-dran / Cacheurs / Hüftschmeichler oder wie man diese Dinger auch immer nennen soll rufen bei mir unwillkürlich den Habenwill-Reflex aus. Besonders verguckt hatte ich mich in dieses Modell und war seitdem auf der Suche nach einem entsprechenden Schnitt. Für die Tasche selbst hatte ich in den Tiefen des Netzes bei der Wilderdbeere eine Anleitung gefunden und wühlte seitdem nach einem passende Rockschnitt dazu. Bis gestern. Dank euch, Mädels, war mir nun klar - völlig sinnlos, einen Rock an die Hüfttasche zu nähen, dann kann ich das Ding ja noch nicht einmal über einem Rock tragen (zu einfach, um von selbst darauf zu kommen).

Und deshalb habe ich seit heute auch eins, ein selbstgenähtes Hüfttäschchen. Hier zunächst an seinem Bestimmungsort.

Hüfttasche am lebenden Objekt
Der Stoff ist beschichtete Baumwolle, die ich letztes Jahr für eine andere Tasche gekauft hatte (Arctopholos, du erinnerst dich?). Nein, die eigentlich geplante Tasche habe ich noch nicht angefangen. Ähem. Schnell mit weiteren bunten Bildern ablenken...

Hüfttasche ohne Hüfte.
Mein erster auf diese Weise eingenähter Reissverschluss - mony, da haben wir etwas gemeinsam.
Blick ins Innere - die Tasche reicht bis zur Unterkante der Hüfttasche. Fahzeugschein, Fahrkarten oder ähnliche wichtige Dinge lassen sich dort gut unterbringen.
Die aufgesetzte Tasche hat eine tiefe Falte, so dass sie reichlich Volumen für Taschentücher, Schlüssel & Co. mitbringt (meine Kamera passte rein, nur konnte ich dann kein Foto mehr machen...). Wer es noch voluminöser mag, kann auch eine richtige Blasebalgtasche aufnähen. Für mich reicht es aber so - noch mehr Zeug und ich kann gleich die Handtasche mitnehmen.
Den Gurt habe ich mir ebenfalls aus der beschichteten Baumwolle in drei verschiedenen Designs zusammengenäht. Erst hier fiel mir ein, dass ich noch passendes Webband hatte - das hab ich dann gleich großzügig über den gesamten Gurt verteilt. Er wird genäht wie bei einer Handtasche mit verstellbaremTräger. Taschengürtel über den Kopf ziehen, auf Hüftweite regulieren, fertig.
Schnell wieder anziehen und prüfenden Blick nach unten werfen - trägt da was auf? Also ich sehe nichts...
Darf bleiben! Lediglich den Gurt muss ich noch etwas kürzen, da habe ich es etwas zu gut gemeint.
Nun bin ich gegürtet und das Rock-ohne-Taschen-Problem ist keins mehr. Sommer, kannst kommen! :)

Guten Morgen, Geburtstagskind!

Pssst, leise.... Ist ihr Rechner ausgeschaltet? Schläft sie schon? Dann ist ja gut... so kann ich mich auf leisen Sohlen virtuell hineinschleichen und sie mit fröhlichem Lachen am Feiertagsmorgen begrüßen. Zu ihrem persönlichen Feiertag:


Die liebste Freundin hat Geburtstag. Jetzt schon im 27. gemeinsamen Jahr. Geteilt haben wir anfangs zur Schulzeit kleine wackelige Holzstühle. Später zweifelhafte Designs modischer Strickpullis (erinnerst du dich, DAS Foto?). Hochs und Tiefs. Gedanken, Zweifel, Zuversicht, Ideen, Träume. Mal aus nur ein paar Kilometern Entfernung, manchmal auch aus ein paar hundert Kilometern. Telefonate manchmal mehrfach täglich. Mal nur alle paar Wochen. Immer aber reicht ein "Hallo Maus" zur Begrüßung und wir wissen, was los ist. Gnadenlose Fragen dürfen nur von ihr gestellt werden. Ausweichversuche werden nicht geduldet. Ehrlichkeit wird nicht übel genommen, sondern ist Bedingung. Herumspinnen erlaubt. Träumen erwünscht. Sein und sein lassen die Basis. Unsere Freundschaft ist eine Konstante, die sich ständig mitwandelt und weiterentwickelt. Heimat bedeutet, sich nach Zuhause anfühlt. Ankommen. Schallendes Gelächter und wir gegen den Rest der Welt. Danke dir für alles, Maus!

Also, Süße - auf einen grandiosen Donnerstag, lass dich feiern, beschenken und hochleben, lass Sektkorken knallen, Blumen regnen, dich knuddeln, drücken und umarmen und genieße den Sonnenschein. Ich feiere heute aus der Entfernung mit und freue mich auf die nächste gemeinsame Balkonsitzung. 

...und jetzt los, pack schon aus, die Blogleser/innen gucken schon ganz ungeduldig... bestimmt wollen sie dir auch gratulieren. ;)

Dienstag, 15. Mai 2012

Theorie und Praxis

Selten so gelacht / Finde den Fehler / Humor ist, wenn man trotzdem lacht / Hinterher ist man immer schlauer / Man kauft die Katze nicht im Sack / Übermut tut selten gut / Kein Fleiss, keinen Preis / Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben / Wer nicht wagt, der nicht gewinnt / Wer aufgibt, hat schon verloren / Veräppeln kann ich mich selbst / Ich liebe Herausforderungen / ...

...oder was fällt euch zum Titel der Zeitschrift und dem dazugehörigen Schnittmusterbogen ein...?


Bei dem Anblick brauche ich erst einmal etwas Einfaches zum "Mut annähen"...

Tapfere Schneiderlein-Grüße
daisy

Sonntag, 13. Mai 2012

GRANNYKLEID Elsa - das eBook ist online!

So ihr Lieben,

ich freue mich riesig, denn eine weitere Heimlichkeit darf gelüftet werden. Am Mittwoch habe ich noch Fäden vernäht, heute darf ich euch zeigen, woran. Denn ein neues eBook ist online...

"GRANNYKLEID Elsa" von Königkind 

findet ihr ab heute hier bei DaWanda. Und da ich probehäkeln und -nähen durfte (vielen lieben Dank dafür!), kann ich euch schon einmal eine Variante zeigen, wie es aussehen könnte:


Wenn ihr der anschaulich beschriebenen und bebilderten Häkel- und Nähanleitung folgt, könnt ihr in kurzer Zeit ein zuckersüßes Kleidchen oder Hängerchen in Händen halten und ein mindestens ebenso zuckersüßes Mädchen damit einkleiden. Beweisfotos gibt es jetzt schon bei Königkind auf dem Blog, weitere Gestaltungsmöglichkeiten werden dort in den nächsten Tagen ebenfalls folgen.

Euch allen einen guten Start in die neue Woche,
liebe Grüße
daisy

Donnerstag, 10. Mai 2012

Wachstuch die Zweite: Griseldas Tasche für Strickzeug oder Kosmetik

Eine Heimlichkeit kann ich heute aufdecken. Nein, ich gehöre nicht zu den Anonymen Fadenvernähern, das ist nicht das Geheimnis, das ich lüften möchte (auch, wenn alle Fäden mittlerweile vernäht und die Finger wieder entknotet sind). Nach meinem ersten Versuch mit Wachstuch und der Erkenntnis, dass das Nähen von runden Ecken ganz schön unrund laufen kann, startete ich meinen nächsten Anlauf mit einer bewährten Nähanleitung. Dafür nahm ich den Schnitt von Griselda / machwerk, den man sich hier kostenlos herunterladen darf. Bei ihren Anleitungen entspanne ich, sie sind immer stimmig und passen. Und siehe da...

Aus der Kategorie "Nähen mit Wachstuch - der zweite Versuch"


Den Schnitt habe ich etwas verkleinert bzw. nur die Tasche etwas verkürzt, damit ich einen normalen 30 cm langen Reißverschluss verwenden kann. Das klappt auch ohne Auseinanderschneiden sehr gut, man sollte sich nur kurz konzentrieren, dann geht es problemlos, Oberstoff und Futter jeweils richtig an die Reißverschluss-Seiten zu nähen... ;)

Fazit: Keine runden Ecken - schon läuft alles rund!

...alles läuft rund? Nein, eine kleine persönliche Herausforderung hatte ich auch dieses Mal wieder - die Stelle, an der die Nähte mit und ohne Reißverschluss an der Schmalseite zusammentreffen. Hier fummele ich immer ziemlich lange herum... Tipps? Hierher! Ansonsten - wieder einmal - ein Hoch auf Stylefix! :)

Mittwoch, 9. Mai 2012

Das Tüdeln geht weiter...

... keine Sorge, hier wird weiterhin auch getüdelt. Mehreres. Nur gerade mal wieder heimlich. Aus diversen Gründen. Insofern gibts heute hier nur ein Bild aus der Kategorie "was davon übrig blieb". Oder auch: Fäden vernähen wird nie meine Lieblingsbeschäftigung werden...


Mehr demnächst. :)

Montag, 7. Mai 2012

"Den Mast umarmen" - Yoga im Seilgarten

Weil ihr so lieb "bitte" gesagt habt, hier ein paar weitere Impressionen vom Tag im Seilgarten. Aus Rücksicht auf weitere anwesende Personen, die vielleicht nicht ungefragt ihr Konterfei im Internet präsentieren möchten, enthalte ich euch einige der tollen Fotos vor (die logischerweise nicht ich gemacht habe, sondern eine meiner Theater-Kolleginnen an uns alle gesendet hat). Dennoch - es sollte für einen vertiefenden Eindruck von einem erlebnisreichen Abenteuer reichen...

Dies sind sie, die Klettergurte, in denen wir am Nachmittag in den lustigsten Positionen abgehangen haben. Doch zunächst...
...gab es spaßige Gruppenaufgaben zum Aufwärmen. Hier "Rettet das Moorhuhn". Die Schwierigkeit: für 14 Personen gab es sechs Bretter. Logisch, dass man den Boden nicht berühren durfte, oder? Als eingespieltes Theater-Team haben wir diese Aufgabe jedoch bravourös und im ersten Anlauf gelöst. Bretter kennen wir von der Bühne - und es sieht von hinten auch ein bisschen aus wie Verbeugen... insofern - Heimvorteil?

Doch es gab keinen Aufschub - ab in die Gurte, Sicherheitseinweisung und hoch mit uns. Hier noch mit Kletterwand und reichlich Griffen zum Festhalten.

Nach Bezwingen der Wand ging es dann den ersten Mast hoch. Auch hier gab es noch reichlich Material zum Festhalten... allerdings nicht mehr lange...

"Umarme den Mast" war explizit NICHT die Anweisung, die zu dieser Station gehörte. Und so lieb ich das Stück Massivholz auch in diesem Augenblick hatte und mich definitiv fragte, warum um alles in der Welt ich auf die Idee gekommen bin, mich freiwillig in 12 m Höhe auf ein Brettchen zu stellen (das ihr vom letzten Post schon kennt)...

... I dit it!

Danach: einfach einen Schritt ins Nichts machen (uaaaaah!) und einfach mal Abhängen und Baumeln lassen... und könntet ihr mein Gesicht sehen, würdet ihr pure Erleichterung, ein bisschen Stolz und ganz viel Freude sehen.

Nach dieser ersten großen Überwindung warteten weitere Varianten auf uns - ein Drahtseil unter den Füßen, ein paar Seilstücke zum Festhalten hangelten wir uns von Ast zu Ast bzw. eher von Mast zu Mast. Jedes Mal wieder waren wir ein bisschen "größer", sobald wir uns abseilen ließen und festen Boden unter den Füßen spürten, empfangen von begeisterten/aufgeregten/stolzen Mit-Machern.

Von unten sah das dann in etwa so aus.

Als Abschluss dieses aufregenden Tages gab es noch diesen hier: Den Mast. Unbeirrbar stand er da, kein Drahtseil, kein Balken, kein waagerechter Zugang - einfach nur ein Mast. "Wir sollen doch nicht...?" - Doch.

Und wir taten es. Nämlich Hochklettern und Runterspringen. Der erste Teil funktionierte ganz gut, doch irgendwann war der Mast zu Ende - und dann wurde es ... nervenkitzelig? Einige wenige meiner Mit-Mutigen haben es tatsächlich geschafft und sich oben auf diesem winzig erscheinenden Querschnitt aufgerichtet. Ich habe mich für die sitzende Variante entschieden - nicht zuletzt, weil in diesem Augenblick die Luftfeuchtigkeit schlagartig zunahm... sehr stark zunahm...

...ein letzter Sprung, ein letzter Schrei, ein letztes Mal sanft vom Seil abgebremst werden - und dann schnell vor dem Wolkenbruch fliehen und unterstellen. Müde, aufgekratzt, glücklich und mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal auch die letzte persönliche Hürde zu nehmen. Wir kommen wieder... :)


Sonntag, 6. Mai 2012

"Just try it" - Seilgarten Mannheim

War das kein herrliches Wetter? Da sollte man keine Katze vor die Tür jagen... Dennoch - Theaterleute lassen nicht schrecken von ein bisschen ausfallender Luftfeuchtigkeit. Und so fand sich der mutige Teil der Melanthalia-Truppe zum lange vereinbarten Termin im Seilgarten Mannheim ein, um die eigenen Grenzen auszutesten und auszudehnen. Das sah dann zum Beispiel so aus...

Nach ein paar lustigen Spielen zum Aufwärmen ging es zunächst die Kletterwand hoch - links im Bild. Sichern und Abseilen konnte so noch relativ entspannt trainiert werden... doch die Idylle trügt. Seht ihr die beiden Balken mit dem Zwischenraum oben-vorne? Da ging es auch hinüber...

Lustiges Balancieren auf dem Drahtseil - dort oben hat man jede Menge interessanter Gedanken im Kopf. "Warum machen erwachsene Menschen so etwas?" zum Beispiel.

Und sogar auf dem Mannheimer Fernmeldeturm kann man herumklettern... nein, natürlich nicht. Aber die Perspektive war so hübsch...

Netterweise hat es nur ab und zu so richtig geregnet, in der übrigen Zeit konnten wir fast trocken herumklettern, zittern, uns überwinden und den Sprung wagen. Der Wolkenbruch begann erst, als ich auf einem etwa 10 m hohen Pfahl saß und mir überlegte, ob ich jetzt wirklich ins Nichts springen möchte...

Es war ein tolles Erlebnis für unsere Theatergruppe! Unsere beiden Trainerinnen Gabi und Bärbel führten uns sicher durch den Tag und spornten uns an, immer noch ein Stückchen weiterzugehen, doch noch einmal auszutesten, ob es nicht doch noch ein bisschen höher oder weiter klappt. Mehr Bilder bekomme ich bald - falls ihr also Interesse habt an daisy-einen-Mast-umarmend...  ;)