Donnerstag, 29. November 2012

Vorweihnachtsaktionismus?

Holla, das ging aber schnell... den Beginn des Adventskalenders wähnte ich während des Theaterspielens noch in gemütlicher Ferne, als ich beim Blick auf den Jahreskalender in ein spontanes "Huch!" ausbrach. So habe ich mal eben schnell gestern und heute 24 Säckchen genäht, befüllt und durchnummeriert.


Nicht der kreativste Ansatz, aber dafür nicht zu bunt - der MmH findet das an mir zwar ok, hat aber sonst immer noch ein bisschen Angst vor Farben - keine Sorge, ich gewöhne ihn noch daran ;-). Und ein bisschen farbenfroh ist es dank der Nummerierung doch geworden, die ich bei Svenja als Download fand (falls ihr also auch noch spontanen Bedarf habt, dort gibt es sie in verschiedenen Größen).

Brav habe ich auch eine 2,3 kg Clementinen-Kiste leergefuttert, die ich dekorieren und als Säckchenaufbewahrung nutzen wollte. Nur - da passten sie gar nicht rein. Insofern habe ich noch schnell ein Körbchen aus dem Regal gezogen, ausgeleert (kontraproduktiv für die angestrebte Ordnung im Tüdelzimmer, die allerdings in den nächsten knapp 4 Wochen sowieso hoffnungslos verloren sein wird - insofern: auch egal) und darin gestapelt. Improvisation ist alles (oder wie war das, Verena? Ich mache mir zu viele Gedanken? ;)). Positiver Nebeneffekt trotz allem: über Vitamin C-Mangel kann ich gerade nicht klagen...


So, Ziel erreicht, ab in die nächste Runde - Weihnachtsgeschenketüdeln. Vorbereitungsweise versinke ich gerade zwischen Zeitschriftenstapeln auf Ideensuche. Oder eher Designinspirationsanregungssuche - Ideen habe ich nämlich viel zu viele...

Und BUNT gibt es spätestens am Dienstag wieder - meine Cathedral windows sind alles andere als unfarbig. :)

Kommt gut ins nahende Wochenende und in den Advent! (apropos - aaaah, die Deko...)

Liebe Grüße
daisy

Dienstag, 27. November 2012

Dezentrales Nähkränzchen mit Valomea - Woche 4 kann beginnen!

Moin zusammen,

Dienstag - Zeit für den Statusbericht des Dezentralen Nähkränzchens mit Valomea! Heute von mir schon etwas früher der aktuelle Status, aber ich werfe mich gleich wieder an die Nähmaschine, dann gibts später noch ein Update. Vielleicht aber habt ihr bis dahin noch ein paar Tipps für mich, denn... aber langsam.

Was bisher geschah: Valomea nähte sich auf und davon, während ich noch etwas hinterherhoppelte. So war sie zu Beginn der Woche quasi schon fertig mit "Füllung(en) einlegen und mit dem Nähen der Bögen beginnen", während ich noch beim Zusammennähen des Basisstoffs steckte. Bevor ich jetzt also Woche 4 einläute, hier mein Versuch des Hinterherschneckens in Bildern:

Das ist das Haus vom Nikolaus. Und nebenan... Ok, nochmal: Zusammennähen der Quadrate des Basisstoffs. Die Ecken-Hochklapp-und-Feststeck-Methode hat sich bei mir als etwas fummelig erwiesen - schätzungsweise durch die Stoffdicke (oder sollte ich mir doch mal ein neues Päckchen Stecknadeln zulegen?). Ich hab die Ecken dann jeweils aufeinandergelegt und konnte so die Bügellinien ganz gut treffen, ohne mir die Nadeln in die Finger zu rammen (zumindest nicht allzu häufig).
Dank Valomeas Tipp habe ich die Naht nicht an den Ecken beginnen lassen, sondern weiter vorn bzw. hinten angesetzt (je nach Betrachtungsweise, erst einmal ein Stück zurückgenäht, bis ich die Kante erreicht hatte, und dann durch bis zur anderen Ecke. Wieder ein Stück zurück - fertig. Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man rechts auch die Knubbel, die meine Nähmaschine beim automatischen Vernähen hinterlässt. Finde ich jetzt nicht so hübsch, gerade auch bei anderen Dingen wie Taschen. Gibts da einen Trick?
Beim Zusammenfügen der einzelnen Quadrate ging das noch ganz gut, schwieriger wurde es, als ich die Platte aus Dreierbahnen zusammensetzen wollte. Dank präziser Rumbügelei am Anfang passte alles gut aufeinander, allerdings entwickelte das Stoff-Origami ein Eigenleben - insofern: Merke - auch mal auf die unten liegende Vorderseite schauen, denn sonst kann es später so aussehen:

Doof! Zum Glück habe ich den Auftrenner schnell gefunden.

Dann war die Kissenplatte aus Basisstoff fertig und damit Aufgabe aus Woche 2 erledigt! Noch einmal ordentlich plattbügeln, dann widmete ich mich fröhlich pfeifend dem angenehmen Teil - Einlegen der bunten Quadrate in Woche 3 - der "fun part", so hieß es. Nnnnnun ja... 

Ja, ich habe mich auf die bunten Stoffe gefreut, die ich adventskalendertürchenmäßig in meinen Stoffverstecken platzierte. Wenn auch der Zuschnitt mich kurz zweifeln ließ - die Stoffecken sollen so groß sein, dass sie die Quadrate ausfüllen, aber nicht überlappen, wenn der Basisstoff wieder zusammengeklappt wird. Puh... ich entschied mich für 11,5 cm, was ganz gut hinkam. Fast... 

Und da war noch etwas - Festnähen der Buntquadrate in den Origamiquadraten. Wie empfohlen nahm ich das Reissverschlussfüßchen und tackerte (ja, die Stoffdicke - jetzt schon!) das eine ins andere. So richtig prima fand ich das aber nicht, da durch den geringen Druck der Stoff seine Fluchtgedanken das eine oder andere Mal äußerte. Kurz vor Schluss (bei Quadrat 10 von 12) wechselte ich zum Standardfüßchen und schaltete den Obertransport dazu - das ging bei mir deutlich besser und wurde gleichmäßiger.Die unterschiedliche Dicke der Stofflagen störte dabei nicht. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, machten sich auch die Stofflagen unter dem bunten Stoff gern mal selbstständig. So habe ich immer wieder mal von unten und oben die "Wogen" geglättet und versucht, alles möglichst plan zu bekommen. Das Ergebnis macht mich dennoch nur halb glücklich. Schaut...

Baumwollstoff franst so herrlich schnell und gerne aus, wenn man dem Rand zu nah kommt. Und 1 mm Spiel am Rand bis zur Basisstoffkante kann schon zu viel sein...
...denn an den Kreuzungspunkten der Basisquadrate kombiniert sich das gern zu unhübschen Ecken, die hervorblitzen. Und ich fürchte, das wird man auch nach dem Nähen der Bögen noch sehen.

...hatte ich schon erwähnt, dass ich bestimmt hinterher noch ein paar Knöpfe aufnähen will? ;) Wir werden sehen.

Erleichtert klappte ich die Ecken wieder zusammen, aber irgendwie... durch das Hin und Her, Um- und (unfreiwillige) Aufklappen sind die spitzen Spitzen etwas lasch geworden, sie passen gar nicht mehr so hübsch perfekt aufeinander. Aber ich bleibe tapfer. 

Aktueller Stand, bevor ich gleich an die Nähmaschine flitze:

Eine der zwei Fixierungsnähte habe ich auf jedem Quadrat schon einmal gezogen.
Valomea, dein Tipp mit den unvernähten Enden und dem Durchziehen auf die Rückseite ist Gold wert! Das ging richtig gut, ich bin begeistert und habe wieder etwas gelernt. Dieses Kissen entwickelt sich sowieso zum Lehrstück für mein Kuschelquilt, was die Handhabung von störrischen Stoffmengen und widerspenstigen Lagen betrifft, denke ich. Ich bekomme langsam eine Ahnung, worauf ich mich eingelassen habe... 

So, ich nähe jetzt mal die Querlinien zu denen da oben und dann könnte ich mit dem Nähen der Rundungen beginnen. Könnte - wenn ich nicht noch weitere Stoffstückchen für die "Außen-/Obenquadrate" zuschneiden wollen würde, weil ich gern alle "Fenster" füllen würde. Aber ach... VALOMEA!!! Hilfäh!!!! Wie groß müssen die denn sein? Wenn ich sie zu groß mache, klappen sich die Ränder um, mache ich sie zu klein, sieht man die Kanten und sie reichen nicht bis an die Ecken. Hast du schon Erkenntnisse gesammelt?

Damit läute ich jetzt offiziell die nächste Runde ein -

Woche 4: Fröhliches Weiternähen der Rundungen

Und natürlich bin ich wieder gespannt, ob sich noch jemand angehängt hat und wie weit Verena gekommen ist. :) Allerdings gibts heute kein Verlinkungstool, da man mir sagte, dass dieses eventuell einen Trojaner verbreiten könne. Um kein Risiko einzugehen, lasse ich das lieber. Stattdessen: kopiert den Link zu eurem Post doch in den Kommentar, ich fische ihn dann wieder aus dem Spamfilter und ergänze diesen Post um eure Links, ok?

So, ihr wisst, wo ihr mich findet... sollte ich Erfolg haben, gibts gleich noch ein paar Fotos hinterher. :)


Update ein bisschen später:

Durch die zu knappen großen bunten Quadrate vorsichtig geworden, schnitt ich die kleinen bunten Quadrate lieber etwas größer zu - die Innenquadrate des Basisstoffs messen etwa 8 cm an der Kante, ich wählte für den bunten Stoff 7,6 cm. Das ist, wie ich nach den ersten Nähten gemerkt habe, eher großzügig bemessen, der Stoff faltet sich auch in den Bögen ein bisschen um, aber lieber so als anders (seht ihr gleich). Für die kleinen Innenquadrate wählte ich den dünnsten Stoff, den ich hatte und der farblich passte, so wie ich es haben wollte. Verteilte sie auf dem Stoff. Und dann...

Nachdem ich mir Mut angetrunken zugesprochen habe, schritt ich zu den Bögen. Nach Anleitung. Ging besser als befürchtet, ich habe auch hier den Obertransport eingeschaltet und die Maschine auf "Anfängergeschwindigkeit" gestellt, so gebe ich nicht versehentlich Gas. Eventuell hervorblitzende Eckchen des Innenstoffs schubse ich mit einer Stecknadel in ihre Ausgangsposition. Und dann nähe ich so bogig wie möglich...

Aller Anfang ist schwer - aber zumindest näht die Maschine brav, wenn auch bei den unzähligen Stofflagen noch nicht besonders geschmeidig um die Kurven.
Bis ich die 18 kompletten Quadrate eingenäht habe, habe ich den Bogen bestimmt auch raus. Allerdings erkennt man hier schon, was ich weiter oben befürchtet hatte - die großen Quadrate haben einen Schönheitsfehler...


Seht ihr? Die Ecken blitzen hervor und ja, ich hätte farblich passendes Nähgarn nehmen können. Aber mal ehrlich - selbst, wenn der Stoff nanometergenau in die "Stofftasche" gepasst hätte - die Ecke wäre doch immer noch sichtbar und ausfransgefährdet, oder wie seht ihr das? Müsste ich da etwa auch noch die Kanten umbügeln, wie es beim Basisstoff angegeben war, um saubere Ecken zu bekommen? So ganz gefällt mir das nicht... Mal sehen, wie sich das entwickelt. Das Knopfglas steht jedenfalls schon bereit... ;)


...noch ein Nachtrag: hatte ich schon erwähnt, dass Valomea des Wahnsinns ist? Sie hat Woche 4 in einen Abend gepackt und präsentiert hier schon ihr vollständiges Werk. Ich gehe wieder nähen...

...noch ein Nach-Nachtrag: Allroundtalent Verena behauptet zwar immer, sie habe sich nur "angehängt", hat uns aber eher mittlerweile abgehängt und präsentiert uns bereits ihre vollständige Kissenhülle - schaut mal hierher! Aber auch sie verrät uns noch nicht alles und hält die "wahren Farben" noch geheim. Ich bin sehr gespannt auf nächste Woche. :)

Montag, 26. November 2012

Adieu, kleiner Prinz!

Schön war es... Monate der Proben, ein paar Wochen intensive Vorarbeit, zwei Wochen volle Aktion, zweimal drei Abende Verzauberung... und schon - vorbei. Noch nicht wirklich zu glauben...

Wir hatten eine ganz tolle Zeit, auch wenn es bei diesem Stück völlig anders war als bei der Kriminalkomödie im letzten Jahr. Die Atmosphäre war eine völlig andere. Dennoch - gerade bei der letzten Aufführung am Sonntag hatten wir noch einmal richtig viel Spaß - die Hütte war voll, das Publikum sehr nett zu uns und so hatten wir richtig Lust, noch einmal alles zu geben. Traditionell durfte auch der Dernièrenscherz nicht fehlen. Schwierig, weil wir mit dem Kauf der Rechte für die Aufführungen auch strenge Auflagen bekommen hatten, was die Texttreue anging. Das hielt uns allerdings nicht davon ab, ein paar hübsch-harmlose Abweichungen einzubauen - so hatte der König in seinem Reich ein gerahmtes Bild unserer Regisseurin (mit fotomontierter Krone) hängen, der erloschene Vulkan entflammte spontan wieder, der Laternenanzünder hatte eine rote Glühbirne in seiner Laterne, im Eimer des Brunnens hing eine Socke, der Fuchs pustete beiläufig ein paar Hühnerfedern aus seiner Pfote und der Flieger beschimpfte die Schlange als "alte Giftnudel" (als Anspielung auf unser Stück vom Vorjahr). Man sagt, dass unsere Regisseurin partiell an Atemnot durch massive Lachanfälle litt...

Traditionell wird es nach der letzten Aufführung aber auch hektisch - während wir sonst noch entspannt ein bisschen beim Publikum stehen und Fragen beantworten und Lob und Kritik entgegennehmen (ok - Lob!), wird nach der letzten Verbeugung quasi übergangslos die Kulisse abgerissen. Das ist schon etwas erschreckend - was in wochenlanger Vorbereitung liebevoll aufgebaut und dekoriert wurde, ist innerhalb einer Stunde mit vereinten Kräften spurlos verschwunden...

Aufbau...
...Abrisskommando...
...waren da nicht gerade noch ganz viele Planeten?
Und kurze Zeit später - als wäre nichts gewesen.
Schon ein bisschen traurig - etwas Wehmut packte wohl jeden, als wir uns nach getaner Arbeit zum ebenfalls traditionellen Abschluss-Essen in der Maske trafen.


Hier zeigt sich dann auch immer, dass "wir Schauspieler" es total gut haben und sehr verwöhnt sind - es gibt um uns herum eine große Anzahl fleissiger Helfer, die sich um die Organisation, das Catering fürs Publikum (und für uns), den Bühnenbau, die Technik, die Maske, den Papierkram, einfach alles kümmern. Durch diesen tollen Zusammenhalt und die Bereitschaft jedes einzelnen schaffen wir es, einmal im Jahr etwas auf die Bühne zu stellen, auf das wir tatsächlich - auch wenn es blöd klingen mag - stolz sind. Einer meiner Theaterkollegen sagte "wir haben es gut - professionelle Schauspieler müssen um jedes Engagement kämpfen - wir dürfen einfach spielen." - er hat Recht! Wir dürfen, wir wollen und wir machen es so gerne! Die Spielfreude und der Zusammenhalt sind es auch, weshalb ich mich in dieser Gruppe so wohlfühle. Ich wurde herzlich aufgenommen und selbstverständlich mitgenommen - auch wenn ich erst das zweite Mal dabei war. So ist es zwar auch ein bisschen traurig, dass dieser Abschnitt jetzt vorbei ist, aber ... ich weiss schon, welche Rolle ich nächstes Jahr ausleben darf... insofern freue ich mich auf den nächsten Anfang! :)

Ein paar Fotos werde ich euch demnächst noch zeigen, wenn ihr mögt. Jetzt kehrt auch erst einmal ein bisschen Alltag und Ruhe ein - oder doch eher die Vorweihnachtszeit? - Zumindest kann ich euch wieder in Ruhe besuchen und schauen, was ihr so werkelt. Und hinsichtlich der Cathedral Windows sehe ich durchaus Chancen, dass ich euch am Dienstag Fortschritte zeigen kann... ;)


Seid lieb gegrüßt von der Ex-Rose ;)
daisy

Donnerstag, 22. November 2012

Der kleine Prinz geht in die zweite Runde...

... morgen gehts los mit dem zweiten Wochenende, das hoffentlich genauso gut läuft wie das erste. Momentan läuft zumindest die Nase unseres Fliegers, ich hoffe, er rotzt morgen nicht sein Mikro voll... 

Artikel im Mannheimer Morgen vom 21.11.2012
Die nächsten drei Tage sind also auch wieder voll verplant (Ausschlafen, Aufführen, Abschminken, Aufräumen, Abbauen). Wir sind gespannt - Samstag ist ausverkauft, für Sonntag gibt es anscheinend auch nicht mehr sooo viele Karten... Sehr, sehr aufregend! 

Bevor ich wieder den Alltag begrüßen kann, gibt es heute noch ein paar Bilder einiger der weiteren Charaktere, die ich euch bisher vorenthalten hatte, ebenfalls wieder vom Technikdurchlauf (der Fuchs ist leider nicht dabeigewesen - aber soooo süß, da MUSS es noch irgendwo ein Foto geben - ich besorge es für euch). Also teils unfertige Kostüme, nur rudimentäre Maske... dabei hat sich unsere Gabi selbst übertroffen, was Fuchs, Schlange & Co. angeht. Mal sehen, ob ich Fotos von den Aufführungen auftreiben kann - bis dahin schaut ruhig hier mal hin:

Die Hauptbühne und damit die Erde - nicht wirklich zu sehen: es gibt noch zahlreiche weitere Podeste Planeten im Raum.
Im Laufe der Technikprobe wurde auch das Flugzeug fertig.
König und Rose schauen noch etwas skeptisch...
...die Eitle ist jedoch schon zuversichtlich.
Die Schlange macht sich startklar (und sortiert ihren 2,50 m langen Schwanz)...
...der Laternenanzünder sorgt für Licht...
...und Prinz und Flieger denken sich "wird schon schiefgehen". Na dann...
Showtime! (noch ohne Blätter an den Händen, dafür mit Pressefotograf unten im Bild)

So, jetzt rocken wir die Hütte noch ein Wochenende lang und dann... fallen wir in tiefe Wehmut.

Macht euch ein schönes Wochenende! 

Liebe Grüße
daisy




Dienstag, 20. November 2012

Nähkränzchen mit Valomea - heute: Alternativpost

Ihr Lieben,

heute ist Dienstag, Zeit für die Berichterstattung von Woche 2 und Startschuss für Woche 3 von unserem dezentralen Nähkränzchen. Soviel zur Theorie... Valomea, wie schaut es bei dir aus? Bist du schon in

Woche 3: Füllung(en) einlegen und mit dem Nähen der Bögen beginnen

angekommen? Nein, ich habe keinen Zweifel daran, dass du nicht schon längst bereit bist für ausführliches Kurvennähen - mindestens. 

Was mich angeht - ich habe Vermischtes zu berichten. Das erste Theaterwochenende lief super, wir haben am Donnerstag in der Generalprobe anscheinend genug Kleinigkeiten daneben gehen lassen, damit es in den anschließenden Aufführungen rund lief. Das Publikum war nett, die Kostüme wurden sehr bestaunt und wir hatten sehr viel Spaß. Mehr Bilder zeige ich euch in den nächsten Tagen.

Auch kann ich euch erfreut berichten: seit Sonntag Abend halte ich wieder eine Digitalkamera in den Händen. Der Schwager (also DER Schwager) hatte auf meine Frage, ob er die "alte" denn jetzt nach sieben Jahren wiederhaben möge, eine Antwort für mich, die in Form eines mittelgroßen Köfferchens von meiner Schwester nach der Aufführung übergeben wurde. Diese hier:

Hier ist alles drauf, was drin ist - bis auf die Kamera. Die hab ich in der Hand gehabt. Logisch, oder?

Hier seht ihr allerdings schon den limitierenden Faktor - ich kann noch nicht damit umgehen. Das Teil ist beeindruckend, so viele Knöpfe, Schalter und Rädchen... nach schon drei Minuten hatte ich herausgefunden, wie ich damit ein Bild machen kann (bitte vernehmt die amüsiert-kopfschüttelnde Ironie in meinen Worten). Oder anders - bisher hatte ich eine Draufhalt-und-Knips-Kamera, jetzt habe ich eine Mach-dir-mal-Gedanken-und-dich-mit-der-Technik-vertraut-Kamera. Das werde ich auch, nur blieb bisher keine Zeit dafür... 

So muss ich euch gestehen - der aktuelle Zwischenstand meiner Cathedral Windows liegt noch unverändert herum. Ich bin zutiefst zerknirscht...


...dokumentiere einmal mehr meine Unkenntnis bezüglich meines neuen Bilddokumentationsgeräts und gelobe gleich mehrfach Besserung. Nicht, ohne einen weiteren Beleg für mein geringes Zeitkontingent anzufügen - nach einem Wochenende Theater (zuzüglich der vorbereitenden Proben in den Tagen zuvor) sieht es bei mir so aus:

Die ungeschminkte Wahrheit - und ich kann es noch nicht einmal auf Izzy schieben.

Meine recht kurzen Aufenthalte in meiner Wohnung sind durch Fallenlassen und Drübersteigen gekennzeichnet. Nächstes Wochenende kommt Besuch zum Zuschauen - diesen Anblick möchte ich bis dahin gern beseitigt haben. Insofern - schaut doch lieber bei Valomea vorbei, vielleicht hat sie hübschere Fotos für euch? Gerade habe ich geluschert - sie hat in jedem Fall schon einmal Kekse. :) Ooooh.... und genäht, ich habs genau gesehen, schaut, sie hat Kreuzchen gezogen!

Und ich nähe einfach hinterher - und zeige euch dann nächsten Dienstag wieder (suboptimale?) Fotos der Cathedral Windows. Bis dahin greife ich auf vorhandenes Bildgut zurück und übe ein bisschen...

Aber natürlich darf sich jeder auch heute verlinken, der mitnäht, ich bin doch soooo neugierig, ob wir uns schon vermehrt haben. :)

Update: Verlinkungstool muss weichen, aber ich ergänze gern - schaut mal hier:
Verena macht mit! :)

Dienstag, 13. November 2012

Nähkränzchen mit Valomea - auf in Woche 2

Ist ja gut, ich bin ja schon da... und habe bei Valomea gerade gesehen, dass sie schon mit Volldampf in Woche 2 unseres dezentralen Nähkränzchens gestartet ist. Oder eher - schon fertig ist mit der Wochenaufgabe "Zusammenlegen und "Basisstoff" zusammennähen". Heldenhaft, wie sie ist, hat sie sich nicht davon abhalten lassen, dass die Originalanleitung in englischer Sprache vorliegt, sondern stattdessen lieber noch einen tollen Tipp fürs Fadenendensichtvermeiden für uns herausgenäht. Klasse, das werde ich auch so machen! 

Aber erst einmal zeige ich euch meinen Statusbericht am Ende der ersten Woche (und damit auch die allerletzten Fotos, die ich mit meiner alten Digitalkamera gemacht habe - möge sie in Frieden ruhen):

Woche 1: Zuschneiden der endgültigen Stoffquadrate, bügeln

Das war ja gar nicht so schwer... zumindest der Teil mit dem Zuschneiden. Entgegen meiner ursprünglichen Berechnungen habe ich die Quadrate erst einmal mit einer Kantenlänge von 28 cm zugeschnitten und sie dann auf 24 cm zurechtgebügelt. Warum? Ganz pragmatisch - ich hatte als Schablone eine Papprückseite von einem Buntpapierblock verwendet. Drei Seiten davon waren schon perfekt gerade und rechtwinklig, ich habe dann einfach nur ein Quadrat davon abgeschnitten. Und dann begann das meditative Bügeln.


Anfangs war ich ein bisschen frustriert - die Pappe wellte sich beim Dampfbügeln nach oben, abgesehen davon bekam ich die Ecken einfach nicht perfekt umgelegt, so dass die obere Kante überstand - warte mal, ich zeige euch, was ich meine...

 

Sieht man es da in dem Kästchen? Die umgeschlagene Kante blitzt ein bisschen vor. Macht aber überhaupt nichts, da diese zum einen unter der nächsten Ecke verschwindet, zum anderen sind diese vier Spitzen beim ersten Falten hinterher überhaupt nicht mehr zu sehen, da kommt nämlich die bunte Stoffeinlage drüber. Insofern habe ich zwar so ordentlich wie möglich gearbeitet, war aber ein bisschen beruhigter. Und bügelte und bügelte...

 

Bei der 11. Ecke (von 12 - also fast rechtzeitig) hatte ich den Dreh dann raus. Von den verschiedenen Varianten (erstmal Kanten bügeln, dann abkühlen lassen, währenddessen nächstes Quadrat bearbeiten, im Uhrzeigersinn falten, gegenüberliegende Ecken zuerst falten,...) klappte es bei mir am besten, wenn ich ein Stoffquadrat komplett bearbeitet habe (also nicht erst wieder abkühlen lassen), mich an die Regeln "erste Runde: auf die Kanten achten, da dies die Spitzen werden, die später in der Mitte liegen" und "zweite Runde: auf die Lage der Spitzen in der Mitte achten" gehalten habe. 

Beim Falten ist es hilfreich, die untere Stofflage mit den Fingern zu fixieren, weil sie doch immer noch ein bisschen herumrutscht. Insofern habe ich mit der Hand die unteren Lagen vor dem Verrutschen gesichert und die Stoffecke über die Finger gebogen, bevor ich die Kante geformt habe (auch hier auf die untere Lage achten und eventuell von innen noch ein bisschen glattstreichen). 

Ganz wichtig: ordentlich Dampf ablassen! Sauna könnt ihr euch dann sparen, aber die Kanten werden prima. Dabei habe ich das Bügeleisen nur aufgesetzt bzw. aufgedrückt, aber nicht hin- und herbewegt (ihr wisst schon - bloß nicht mehr den Stoff verformen). Am Ende bekommt man tatsächlich ein akzeptables Stoff-Origami:


Weil es so schön ist, macht man das noch ein paar Mal und hat dann - das Ausgangsmaterial für die Kissenbasis. Und keine Lust mehr auf Bügeln.


An dieser Stelle sagte die Kamera "und tschüss", insofern gibts keine Fotos mehr von meinen bunten Stoffquadraten für die Cathedral Window-Füllung. Aber ihr könnt euch vorstellen, dass sie ein bisschen daisyfarben sind... oder doch nicht? ;)

Und ja, ihr seht richtig - ich will es auf die harte Tour. Ich habe mich nämlich tatsächlich auf das Wagnis eingelassen, trotz eigens ausgerechneter Stofflagenanzahl (und dabei habe ich die Kanten gar nicht mitgezählt, die partiell ja doppelt liegen) ein altes Baumwollbetttuch zu verwenden. Das dünnste, das ich finden konnte. Was ich mir damit angetan habe, seht ihr beim nächsten dezentralen Nähkränzchen - und ich bis dahin auch.

Die nächsten fünf Abende findet ihr mich aber erst einmal auf der Bühne. Noch zweimal Probe, dann geht es ins erste Aufführungswochenende. Bitte simuliert hier an meiner Stelle einen Nervositätsanfall - ich bin zu nervös dazu...

Valomea, ist dir jetzt bis nächsten Dienstag langweilig?

...und weil sich das talentfreie Allroundtalent Verena (hey, das sind ihre Worte, nicht meine) schon hat anstecken lassen und ich gespannt bin, ob sich noch weitere Fensternäher finden (egal in welchem Zustand Stadium - nein, nicht ihr, eure Kissen), versuche ich mal, ein Link-Tool unten einzubasteln. Wer mag, kann dann gern einen Link zu seinem Blogpost setzen, ich bin gespannt, welche Tipps wir noch zusammentragen und wie eure Kissen aussehen. Da, unten, das unauffällige bläuliche Ding da... :)

Liebe Grüße
daisy

Update: Verlinkungstool musste weichen, aber Verena näht auch mit. :)

Montag, 12. November 2012

Nachtmahr eines jeden Bloggers...

...die Digitalkamera ist hinüber. Endgültig! Nach 12 Jahren hat sie ihren Dienst quittiert. Sieben davon verbrachte sie bei mir (als Dauerleihgabe meines Schwagers, "bis du dir eine eigene Kamera kaufst") - ich spendierte ihr in dieser Zeit zwei neue Akkus und schaffte es im August noch, eine passende Speicherkarte für das Modell zu ergattern (auch wenn ich mich dafür in zwei Läden erst einmal auslachen lassen musste). Trotz einiger Zipperlein leistete sie mir weiterhin gute Dienste und tolle Bilder - bis vorhin. Sie verleugnet ihre Speicherkarte. Und ich bin verstört... auch wenn dieser Tag irgendwann einmal kommen musste. Dennoch...

Wenn es nur um Urlaubsbilder ginge, wäre dieser Verlust momentan zu verschmerzen. Aber ein Blogger ohne Kamera ist wie... keine Ahnung - Salat ohne Dressing? Eine Katze ohne Schnurrgekuschel? Schokolade ohne Kalorien? Ich begebe mich sofortestens in die Weiten des Netzes, um Abhilfe zu schaffen. Bis dahin lenke ich euch und mich mit ein paar Bildern vom Probenwochenende ab. Fragt nicht - es war ein hartes Stück Arbeit. Und ein bisschen davon liegt gerade noch hier vor mir, genauer mein Kostüm, an dem noch ein paar Nähte gemacht werden müssen. Das wollte ich euch eigentlich zeigen... aber schaut mal lieber das hier an:

Samstag in den frühen Abendstunden. Technikprobe. Der Geograph zeichnet die Welt. Ganz Melanthalia ist hochkonzentriert. Ganz Melanthalia? Nein, denn...
...es gibt noch fürchterlich viel zu tun. Die Kostüme verlangen nach Feinschliff, das Bühnenbild nimmt Gestalt an, ist aber auch noch nicht ganz fertig, der Geschäftsmann verlangt nicht zu Unrecht nach mehr Licht und...
...der Flieger ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. (Ist das kein - sorry - geiles Foto? Könnte als Autogrammkarte dienen...). Nur einen kümmert es nicht...
...der Säufer schläft tief und fest...
...wie soll denn das bis zur Premiere am Freitag noch etwas werden?
Nein, alles nur Spaß - dies sind nur ein paar der zahlreichen tollen Fotos, die unser Haus- und Hoffotograf Chris bei der Technikprobe am Samstag geschossen hat. Mehr Bilder gibts dann bald.

Für den Zwischenbericht zum dezentralen Nähkränzchen am Dienstag ist gerade noch eben fast gesorgt - bevor die Kamera die Grätsche machte, habe ich den aktuellen Stand (also bis vorhin) dokumentieren können. Danach muss ich mir etwas einfallen lassen...

Entschuldigt mich, ich bin gerade eine schlechte Besucherin - ich habe vorhin gesehen, dass ihr ganz viele tolle Dinge gezaubert und geshoppt habt (ich habe eine Nähmaschine gesehen!!!) - ich schaffs nicht mit dem Kommentieren gerade, staune aber und schaue bald wieder in Ruhe vorbei. Siehe oben...

Und: Ach ja, Schwager, ich kaufe mir jetzt eine neue Kamera - soll ich dir die Dauerleihgabe Weihnachten wieder mitbringen?

Seid ganz lieb gegrüßt und kommt gut in die neue Woche,
eure etwas desorientierte und herumhühnernde
daisy

Dienstag, 6. November 2012

Dezentrales Nähkränzchen mit Valomea... äh... halt, ich komme ja schon...

Unfassbar - während ich noch beim theoretischen Teil unseres gerade gestarteten dezentralen Nähkränzchens bin, zieht Valomea mal locker los und bügelt schon wie eine Weltmeisterin. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen...

Nein, nur kein Stress, aber ich musste schon sehr grinsen, dass sich bereits beim Beginn deutliche Unterschiede herauskristallisieren. Das KANN nur gut werden.

Hier die Dokumentation meines Fortschritts (äh... welcher... lassen wir das): Vorgehensweise einer Theoretikerin...

Erst einmal die Grundlagen - Umrechnen der Maßangaben und Mutmaßungen über die mögliche finale Größe des Kissens. Schon zu erkennen: ich denke über ein rechteckiges (also nicht quadratisches) Kissen nach.
Nächster Schritt: Falttest. Valomea hatte im Vorfeld überlegt, ob die linke Seite des Stoffs wohl hinterher irgendwo zu sehen sei. Diese habe ich hier mal mit lustigen Kritzeleien simuliert und das Blatt Papier testhalber origamimäßig gefaltet.
Ergebnis: Nein, sieht man nicht. Insofern darf es bei Bedarf auch ein Stoff mit linker und rechter Stoffseite sein.
Nächste Frage - wie viele Lagen Stoff kommen da eigentlich so zusammen? Beim Basisstoff sind es an den Bögen bereits sechs Lagen. Jeansstoff scheidet also schon einmal aus (nicht, das ich das vorgehabt hätte - aber lasst es lieber). Je nachdem, ob man nur die inneren, nur die äußeren oder beide "Fenster" mit Stoff hinterlegen möchte, kommen mindestens 7-8 Schichten zusammen (wahrscheinlich überlappen die sich auch noch teilweise, dann werden es noch mehr). Wahl des Trägerstoffs entsprechend anpassen und die Möbelstoffe im Schrank lassen.
Beim Kramen in meinen Kisten fand ich noch einen Stapel dünne Stoffstückchen, mit denen ich geliebäugelt hatte - aber sie baten mich, für etwas anderes verwendet zu werden...
...insofern sieht es momentan im Nähzimmer SO aus. Zwischenzeitlich hatte ich noch ein paar andere Stoffe in der Hand, kann mich aber nicht erinnern, wo ich sie dann hingelegt habe. Mal sehen, was das noch gibt, wenn es fertig ist.

Insofern - wir dürfen gespannt sein...

Schön war allerdings gerade diese Entdeckung: eins haben wir in jedem Fall gemeinsam - den Rotwein zum Nähwerk. Deshalb: Zum Wohl, Valomea! Auf ein paar lustige Wochen! :)

Dezentrales Nähkränzchen mit Valomea - los geht's!

Virtuelle Nähkränzchen kennt ihr ja - da gibt es Jäckchen, die gemeinsam gestrickt werden, Mützen werden gehäkelt oder Mäntel genäht. Inklusive wöchentlichem Abgleich und Verteilen von Lob, Trost und Hinweisen. Andere treffen sich zum gemeinsamen Nähen oder Stoffmarktbesuch. Tolle Wege, mit anderen kreativen Mädels (sorry, wir müssen da der Realität ins Auge blicken - bei diesen Gelegenheiten habe ich noch kein männliches Wesen "erblickt") gemeinsam die Freizeit mit Stoffen und Wolle zu verbringen.

Valomea kennt ihr auch - ihre Pilzsammlung mit den herrlichen Namen kann euch nicht entgangen sein. Irgendwann während der Entstehung sponnen wir ein wenig (nein, nicht Wolle, sondern) herum, dass wir auch gemeinsam etwa nähen könnten. Ok, die gut 400 km, die uns räumlich trennen, machen ein spontanes Teenähkränzchen etwas schwieriger. Aber nicht unmöglich. :)

Keine Kommentare zu diesem improvisierten Logo - alles eine Frage der Prioritätensetzung
(geht alles von der Nähzeit ab ;))

Weil uns gerade so gar nicht langweilig ist und wir noch Zeit zum Schlafen übrig haben, veranstalten wir das jetzt virtuell. Und damit unsere von Umbau- und Renovierungsaktionen, Vollzeitarbeit und Vorweihnachtsfreizeitaktivitäten müden Finger und Denkprozesse auch ja ausgelastet sind, versuchen wir dieses hier: ein Patchwork-Kissen im Stil der Cathedral Windows. 

Kennt ihr nicht? Schaut mal hier oder hier oder auch hier - so etwas wollen wir in ein paar Wochen ebenfalls in den Händen halten (und unser bis dahin seeehr müdes Haupt darauf betten). 

Unser (momentaner) Zeitplan sieht in etwa folgende Schritte vor:
  1. Woche: Stoff aussuchen und schon einmal ein bisschen herumprobieren, Zuschneiden der endgültigen Stoffquadrate, bügeln 
  2. Woche: Zusammenlegen und "Basisstoff" zusammennähen
  3. Woche: Füllung(en) einlegen und mit dem Nähen der Bögen beginnen
  4. Woche: Fröhliches Weiternähen der Rundungen
  5. Woche: Rahmen und Rückseite anfertigen (Reißverschluss / Knopfleiste / ...)
  6. Woche: Zusammenfügen und Binding
  7. Woche: Fertige Kissenhülle bestaunen und streicheln 
Die Punkte "Schimpfen", "Wundern", "Brett vom Kopf lösen" und "riesig freuen" sind variabel und auch mehrfach einsetzbar - mal sehen, wie wir sie verteilen.

Ich freue mich riesig darauf - Zumindest von mir kann ich sagen, dass der Gedanke, mit jemandem zusammen zu nähen, eine echte Motivationshilfe ist - sonst wird das nichts mehr vor Weihnachten. Jede von uns hat ihren eigenen Stil, ich bin jetzt schon auf Valomeas Version neugierig. Und mit vereinten Kräften, Tipps und ein bisschen Ansporn durch den "öffentlichen" Druck, den wir uns hiermit selbst machen, werden dann gleich zwei ganz tolle Ergebnissen präsentieren können. Jawohl!

Als Starttermin haben wir uns heute gesetzt - ich bin dann mal im Nähzimmer... bis dann! :)

Montag, 5. November 2012

Melanthalia zeigt 2012...

Abseits der Nähmaschine (für die ich mir momentan die freien Minuten suchen muss) gibt es noch etwas anderes, das mir sehr am Herzen liegt und das ich nicht missen möchte - unsere Theatergruppe Melanthalia. Manche von euch haben letztes Jahr schon die Bilder zum Theaterstück "Keine Leiche ohne Lily" gesehen (und weil bewegte Bilder noch mehr sprechen - ein paar Szenen davon findet ihr hier). Dieses Jahr wird es weniger "kriminell" und auch nicht "monnemerisch", stattdessen möchten wir euch für ein paar Stunden mitnehmen in diese Welt: "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.


Wer also in der Nähe von Mannheim lebt oder zu der Zeit gerade in der Gegend weilt und Lust hat, eine leidenschaftliche Laientruppe mit jeder Menge Humor und Herz auf der Bühne zu erleben, ist herzlich eingeladen. Falls jemand kommt, sagt doch kurz Bescheid - wir sehen uns dann nach der Aufführung im Foyer... :)

Liebe (vor-lampenfiebrige) Grüße
daisy

Sonntag, 4. November 2012

Die Entropie (des Daisyversums)...

... ist laut Wikipedia wie folgt zu definieren:

"Die Entropie (griechisches Kunstwort ἐντροπία [entropía], von εν~ [en~] – ein~, in~ und τροπή [tropē] – Wendung, Umwandlung) ist eine fundamentale thermodynamische Zustandsgröße. Sie beschreibt die Zahl der Mikrozustände, durch die der beobachtete Makrozustand des Systems realisiert werden kann. Sie ist eine extensive Zustandsgröße, jedem Zustand eines thermodynamischen Systems kann also ein Wert der Entropie zugeordnet werden. Die statistische Physik interpretiert diese Zahl als Maß für das vom System erreichbare Phasenraumvolumen, in der klassischen Thermodynamik sind Gleichgewichtszustände mit gleicher Entropie adiabatisch äquivalent."

Die Zahl der Mikrozustände, durch die der beobachtete Makrozustand des Systems realisiert werden kann...? Ja, das passt. Denn der Makrozustand meines Tüdelzimmers näherte sich maximaler Unordnung einem sehr ausgeglichenen Gleichgewichtszustand. Ausgeglichen ist prima, doch wenn man das gewünschte Objekt nicht mehr lokalisieren kann und dafür andere Dinge gleich mehrfach kauft, weil man sich nicht mehr daran erinnern kann, sie bereits in den Haushalt hereingetragen zu haben, macht es irgendwann keinen Spaß mehr. Dabei bekomme ich jedes Mal einen mittelmäßigen Mikrozustand - mindestens. 

Gerne hätte ich heute gemütlich genäht. Weil der Zustand im Zimmer aber kein Zustand mehr ist, habe ich zur Verbesserung des Makrozustands einen Mikrozustand realisiert - meine Taschenaufbewahrung. An der Garderobe hängend haben sie jeglichen Platz für die Jacken verdrängt. Stapeln unter der Garderobe ist in einem Haushalt mit Katze auch nur dann schön, wenn man ungleichmäßige Verzierungen mit Haar-Staub-Flusen-Applikationen anstrebt. Nach einigem Fahnden (= noch mehr Unordnung produzieren und unzählige UFOs schuldbewusst wieder in die Schubladen stopfen) fand ich die Befestigungen für eine ausgediente Vorhangstange und in den Untiefen einer anderen Tüte noch ein paar Haken. Und:

Mikrozustand erreicht! Und ja, das ist absichtlich nicht symmetrisch - da links kommt noch was hin.
Das sieht doch schon viel besser aus! Damit wäre das Phasenraumvolumen optimiert (falls das geht - so ganz verstanden hab ich das da oben nämlich nicht) und eine Wand im Tüdelzimmer (rechts ist die Tür) endlich einem Zweck zugeführt - und darunter Durchfeudeln geht prima, ohne dabei wild mit den Taschen um sich werfen zu müssen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich meine Pinnwand neu bezogen - die hatte ich in der letzten Wohnung mit Schaumstoff und gestreiftem Stoff in einen alten Rahmen gebastelt, aber so wirklich gefallen hat sie mir nie. Jetzt schon. 

Ein Mikrozustand ist also erfolgreich hergestellt - bleiben noch unzählige andere. Vor allem mein Nähtisch, auf dem eben so ziemlich alles gelandet ist... seufz... aber erst einmal hänge ich beim Restlicht noch ein paar Bilder auf. Passende Schrauben finde ich schätzungsweise noch genug.


Macht euch noch einen kuscheligen Abend! Ich schaue später bei euch vorbei, was ihr heute bei dem Sonntagsregenwetter angestellt habt.

Liebe Grüße
daisy


Nachtrag für Timeless:

Männer! Große Füße und dann noch Farbwünsche ("nicht zu bunt") - aber mit der dicken Wolle geht es schnell und zum Ausgleich trage ich meine quietschebunten Mojos beim Stricken. :)

Nachtrag für Valomea: Trosttee

Extra für dich frisch aufgebrüht - ich hoffe, du magst Kräutertee?