Sonntag, 22. Dezember 2013

Endspurt

Puh... ich schlackere mit den müden Ohren - weit und breit ein Weihnachtskleid schöner als das andere, geschmückte Bäume, dekorative Deko, die selbstgebastelte und liebevoll gestaltete Weihnachtspost seit Tagen schon im Kasten... könnt ihr mir bitte mal verraten, wie ihr das macht? Ich bin jedenfalls noch in der Produktion. Die Ausrede "ich habe eine große Familie" zählt nur bedingt, manche Dinge dauern einfach länger als ich dachte... aaaaber - ich sehe Licht am Ende des Adventskranzes (hilfe, ich hab noch nicht einmal die vierte Kerze angezündet, wird Zeit!). Und wenn ich zu dieser schnuckeligen Persönlichkeit noch zwei weitere ebenso einzigartige Exemplare produziert habe, sind zumindest die Geschenke für die akut zu Weihnachten zu beschenkenden lieben Menschen um mich herum fertig.


Was es damit auf sich hat, ob ich fertig geworden bin und welche Gründe es noch für das mich umgebende Chaos gibt, kann ich euch dann vielleicht "danach" verraten. Da ich aber vor Dienstag sowieso nicht mehr ins Netz komme und wir doch alle nur noch darauf hinfiebern, dass wir unsere liebevoll getüdelten Kleinig- und Großigkeiten endlich überreichen dürfen, wünsche ich euch für die nächste Woche einfach nur noch ganz tolle Weihnachtstage, ein schönes Fest, viele schöne Momente und sowieso all das, was ihr euch wünscht!

Bis dahin - fröhliche Weihnachten! :)

...und ach ja - falls es außer mir noch weitere Trekkies im Bloggerland gibt...: Make it so! ;)

 

Freitag, 13. Dezember 2013

Fleißiges Lies(el)chen

Freitag - und zu meiner großen Freude der Beginn von einer Reihe von freien Tagen, an denen ich auch mal bei Tageslicht in meiner Wohnung anwesend sein werde. Was wiederum bedeutet, dass die Formierung von viel zu vielen Stoffen zu verschenkgeeigneten Objekten durchaus realistische Züge annimmt. Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen, was ich mir bisher so zusammengenäht habe - wahrscheinlich erschrecke ich aufgrund der Farbwahl...

Ganz so schlimm wird es hoffentlich nicht. Meinen Urlaubsbeginn nutze ich dazu, mir ein paar neue Techniken anzueignen. Seit eben sitze ich also an meinem EssNähtisch, die Zunge in den Mundwinkel geklemmt, und liesele herum. - Ganz ehrlich: ihr seid wahnsinnig, ihr alle, die ihr daraus ganze Quilts gestaltet. Das weiß ich jetzt schon, und ich bin erst bei der Vorbereitung.


Das da ist reine Resteverwertung, denn von meinem sag-ich-nicht-Getüdel habe ich noch ein bisschen von den herrlichen Seven Wonders-Stoffen übrig, die ich bei Grete eingekauft habe. Etwas Nachschub habe ich auch noch geordert, bis dahin kümmere ich mich mal um Kleinkram. Die Vorlagen für die Hexagönchen habe ich hier gefunden und ausgedruckt. Und jetzt meditiere ich vor mich hin, während ich ein Hexagönchen nach dem anderen schnitze. Ja, ich weiß, man muss nicht durch das Papier, man kann auch nur durch den Stoff... aber ganz ehrlich - das ist nur zum Ausprobieren, es ist nur ganz normales Druckerpapier und außerdem finde ich das bisher ganz entspannend. Dennoch - wie man aus so Mini-Dingern ganze Bettüberwürfe in Riesenteppichgröße nähen kann, ist mir unbegreiflich. Hut ab! Zum Glück reichen die Reststoffe dafür dann doch nicht. ;)


Sooo, und damit entspanne ich mich stichelnd weiter. Traditionell gibt es ein Glas Rotwein dazu (Valomea, ich winke wehmütig und proste auf ein neues gemeinsames dezentrales Nähkränzchen-Projekt im nächsten Jahr?) - ich muss mich also beeilen, damit die Nähte noch gerade werden, bevor das Glas leer ist.

Habt einen guten Start ins Wochenende und seid lieb gegrüßt! :)


Montag, 9. Dezember 2013

Es vorweihnachtet doch - dickes Dankeschön!

Vorweihnachtszeit - in meinem virtuellen Leben durch Abwesenheit geprägt, da a) die handarbeitlichen Tätigkeiten in größter Heimlichkeit ablaufen, b) die paar Dinge, die man öffentlich demonstrieren könnte, nur am Wochenende zweck einigermaßen akzeptabler Lichtverhältnisse fotografiert werden könnten, c) die Wochenenden aushäusig verbracht werden, d) sowieso viel zu wenig Zeit ist und e) der Rechner zuverlässig und komplett in Verweigerungshaltung tritt und man viel zu viele Abende damit verbringt, ihn wieder zum Laufen zu bekommen, wodurch man für a) und b) noch weniger Zeit findet. Dennoch - die letzte Arbeitswoche für dieses Jahr ist angebrochen, ich hoffe, dass sich damit alle Punkte auf ein Normalmaß einschunkeln und wieder etwas mehr Muße für f) vernachlässigte Blogspaziergänge bleibt. Hmpf.

Ab und zu schaue ich mal bei dem ein oder anderen still und heimlich vorbei - so auch beim Allroundtalent Verena, die immer noch behauptet, dass sie talentfrei ist, das aber mit großem Fleiß und für mich eben doch Talent zu verbergen weiß. Ich kann das beurteilen, denn ich trage seit ein paar Wochen schon ein wunderhübsches Bügeltäschchen von ihr mit mir herum. Zum ersten Advent hatte sie eine Verlosung gestartet - und jetzt schaut mal: heute kam ganz klammheimlich und ohne Vorankündigung ein Päckchen bei mir an...


...mit Rundum-Sorglos-Adventsdeko - ein wunderschöner genähter Kerzenring (mit daisyfarbenem Stöffchen, ich bin entzückt) mit Kerze und geschmücktem Kränzchen. Ich bin überrascht, entzückt und im Glück. Liebe Verena, ganz, ganz, ganz dickes Dankeschön dafür, sei gedrückt!!! Ich trinke jetzt doch mal in Ruhe einen Tee und schaue mir dieses hübsche Teil noch ein wenig an, bevor ich mich wieder in meine Stoffberge wühle. Ich bin mir sicher, dann kehrt auch bei mir mal ein bisschen Weihnachtsvorfreude ein. :)

Habt eine gute Vorweihnachtszeit und seid lieb gegrüßt da draußen!

Dienstag, 19. November 2013

Sagt mal - sieht das bei euch...

... auch so chaotisch aus, wenn es auf Weihnachten zugeht?


Hier ein unschöner ungeschönter Blick in mein Näh-, ach nee, Wohnzimmer. Während ich gerade einem Online-Seminar lauschte, sortierte ich nebenbei ein paar meiner Stoffrestekisten auf der Suche nach Material für personalisierte Weihnachtskleinigkeiten. Fündig wurde ich reichlich, von manchen Stoffen wusste ich nicht einmal, dass ich davon einen Rest (vermutlich aus einem Restetütchen) in meinem Bestand habe. Das Gelächter war teilweise auch groß. Nur - mein Kopfschütteln gerade ebenso. Wie sieht das denn hier aus?!?

Während Valomea gerade trocken demonstrierte, wie sie im Nähzimmer ihre Stoffe und Ideen in Zaum (Bauarbeiterzaun?) hält und dabei noch produktiv ist, fragt mich bitte nicht, warum ich die Sortiererei nicht in meinem Nähzimmer vorgenommen habe und dabei nur Chaos produziere. Glaubt mir, das wollt ihr gar nicht wissen... mehr Kopfschütteln. Kann ich damit wenigstens auf Milde hoffen, weil meine Blogspaziergänge momentan nur einen Blick über den Zaun, nicht aber ein Schwätzchen beinhalten? Bittebitte?

Mehr bald, denn trotz allem geht es auch mit anderen Dingen hier voran. Jetzt muss ich aber noch ganz schnell das Sofa wieder freiräumen, bevor ich die Katze reinlasse...

Seid ganz lieb gegrüßt und macht euch einen schönen Abend, ich entschwinde gleich schon wieder und wechsele in die Zweitwohnung. Dort ist es immer deutlich aufgeräumter. Kein Wunder, ist ja auch nicht meine. ;)


Montag, 4. November 2013

Quitten-Odyssee

Heute mal kurz und bündig das Ergebnis vorweg: neun Gläser voller... äh.... naja, Quitte halt.


Wieso Odyssee? Lange Irrfahrt? Trifft es - denn mein Weg zur konservierten Quitte war mühsam, beschwerlich, führte mich zu kreativer Fremdnutzung diverser Küchengerätschaften und brachte mich zu etwas, das ich - mit etwas zeitlichem Abstand - auch irgendwie grinsend als Quallengelee bezeichnen kann (danke, Martina, für diesen hübschen Namen!). Das sieht zusammengefasst dann etwa so aus:


Gesammelte Erkenntnisse: Die Dinger sind heimtückisch, hinterhältig und haben einen Sturkopp wie eine eingefleischte Westfälin. Nur deshalb habe ich sie auch bezwingen können, den habe ich nämlich auch. Der Flauscheflaum war da noch das Harmloseste - und wie habe ich nur im Ansatz daran denken können, dass aus diesen harten, eher trockenen Früchtchen mit meiner üblichen Oma-ohne-Entsafter-Entsaftungstechnik reichlich Rohware für die Produktion von aromatischem Quittengelee herauszulocken ist? 

Ein paar viele Stunden später blubberte eine breiartige Masse dennoch im Kochtopf seiner Abfüllung entgegen. Wieso ich danach die Küche grundreinigen musste, was es mit der Matschepampe auf sich hat und wieso der Original Spätzleschwob zum Einsatz kam (der meinen Muskelkater in den Armen am Tag danach erklärt), möchte ich jetzt lieber nicht darstellen. Den Gedanken an raffinierte Rezepte hatte ich schon beim Zerkleinern der Früchte verworfen (dafür hatte ich ein Hackebeilchen-Lied im Kopf). 

Das Ergebnis ist lecker (habe ich mir sagen lassen), der Duft während dieser Zeit war es auch (ein herrlich apfelig-bienenwachsartiger Geruch, der liebliche Süße vorgaukelte - und den Probierlöffel vor Zugabe des Gelierzuckers zum erschreckenden Erlebnis machte, brrrr). Dennoch - Quitte wird überbewertet. Definitiv. Zumindest bis zum Erwerb eines Entsafters...

So, das soll es jetzt aber auch gewesen sein, damit erkläre ich meine Einmachsaison offiziell für beendet. Jawohl! Denn schließlich ist ja auch in 50 Tagen schon Heiligabend - dringend Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern... 

Habt einen guten Start in die neue Woche! - Öh... wo seid ihr denn alle? Was macht ihr da? Wieso wühlt ihr hektisch in den Backzubehörkisten und kramt im Zeitschriftenstapel nach Omas Stollenrezept? Und ist das eine Wunderkerze oder glühen da die Stricknadeln? Es sind doch noch über 7 Wochen.... B-)

Liebe Grüße

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Was ist klein, gelb und flauschig...

...und hält mich vom Nähen ab?

Nein, kein neuer vierpfotiger Mitbewohner. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte - aber ihr wisst ja, die Einzelprinzessin... - Wusstet ihr schon, dass nach den Tomaten vor dem Kürbis ist? Und nach dem Kürbis vor den Walnüssen? Und während der Walnüsse auch noch dieses hier - Quitten.


Statt Flauschefleece widme ich mich jetzt also den Flauschefrüchten - mal sehen, was mir dazu einfällt. Die Ausrede vor den Quitten waren übrigens nicht die Walnüsse oder aber die sich rasant vermehrenden Eulenstulpen, sondern ebenfalls klein und flauschig - nur nicht gelb:


Schon jemand eine Vermutung, was das mal werden soll? ;)

Falls in ein paar Stunden ein verflustes Wesen bei euch vorbeihuscht - in dem Fall bin ich aschenputtelähnlich mit den flauschigen Früchtchen fertiggeworden. :)

Liebe Grüße

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ow(l)weia! (oder: "ich kann Wetter machen")

Nein, ich bin NICHT dem Eulenvirus erlegen. Definitiv nicht! Wirklich, ganz ehrlich!! Versprochen!!!

Das hier war lediglich ein zeitlich zufälliges Zusammentreffen von zwei völlig unabhängigen - Silke, wie war das doch gleich? - gesammelten Mustern. Und überhaupt und sowieso ist Gisma aus dem letzten Post genäht und sehr spontan entstanden und wohnt gar nicht bei mir, während das da gestrickt ist, vorher schon als Anleitung bei mir herumflog und lediglich auf das Wochenende wartete, um umgesetzt zu werden. Und ganz überhaupt und sowiesostens ist nur die Maus dafür verantwortlich, denn sie schenkte mir letztes Jahr das Abo für die "Mollie makes". Insofern ist das hier auf ihren Mist gewachsen und nur darauf! Nämlich.


Eulenstulpen aus wunderbar fluffigem Garn Extra soft Merino grande von Gedifra. Besser sieht man die Eulchen, wenn man so ein Teilchen mal überstülpt - das habe ich heldenhaft trotz Temperaturen kurz vor Freibadwetter mal für euch getan:


Ganz niedlich, oder? Noch harmlos, oder? Aber das Wochenende hatte ja zwei Tage, insofern... ähem...


Mehr Eulenstulpen, hier aus ich-hab-mich-spontan-darin-verliebt-Garn Forte Merino fine - superwash von Lang Yarns. Die waren als erstes fertig, allerdings sollte man vielleicht keinen allzu spannenden Film beim Stricken schauen, denn sonst könnte es ja rein hypothetisch passieren, dass man in der Anleitung einfach mal drei Reihen auslässt und so ein Babyeulchen produziert... also so rein theoretisch... ähem. Macht nichts, hab ich bei diesem Paar halt Mutter- und Tochter-Eulen-Stulpen. Fällt eh nur mir auf, wenn ich nicht darauf hinweise. Mist!


Was das mit dem Wetter zu tun hat? Naja, wenn die Produktion von wärmender Handbekleidung noch nicht dafür ausreicht, um spontanes Frühlingswetter auszulösen, so dass das Ausführen derselben nicht ohne Schweißausbruch möglich wäre, dann vielleicht ergänzend die Tatsache, dass gestern mein Jackenschnittmuster bei mir ankam (für den Stoff da unten) und heute in der neuen Stoffbestellung auch zwei Kuschelfleece-Stoffe waren... das riecht nach Verschwörung!

Mir soll es recht sein, denn bei dem Wetter sehe ich wenigstens etwas beim Nähen. Jetzt muss ich mir nur noch Mut zusprechen, es mit der Jacke auch anzugehen - bei Kleidung ereilt mich, sobald ich den Schnitt auseinanderfalte und mich für eine Größe entscheiden muss, stets ein Zögern und Zaudern und ich werde zum Angsthäschen - es könnte ja hinterher nicht passen... was dazu führt, dass der Kram hier wochen- und monatelang herumliegt und die Stapel theoretischer Kleidungsstücke höher und höher werden. Taschen sind einfacher. Seufz. Wie macht ihr das? Einfach beherzt zuschneiden oder messt ihr akribisch euch und den Schnitt aus? 

Während ich weiter auf meinen Nägeln (Schokolade ist aus) virtuell herumkaue und wahrscheinlich als Übersprungshandlung noch ein Paar Eulenstulpen stricke (die gehen total fix mit Nadelstärke 7), habe ich hier noch ein Foto der neuen Stofflieferung für euch. Fällt euch etwas auf?


Na? Schon gesehen? Mein Farbspektrum scheint kaputt zu sein - ich sehe mehr grün als türkis (und das war Absicht). Ich werde doch nicht wunderlich? :O

Genießt das herrliche Wetter und macht euch noch einen schönen Creadienstag!

Liebe Grüße

Freitag, 18. Oktober 2013

Gruppenzwang-Gisma

Neinneinnein, ich bin nicht schon wieder abgetaucht - nur beschäftigt. Ich lese mit, glaubt ja nicht, dass ich nichts mitbekomme. Lediglich das in-Ruhe-hinsetzen klappt momentan nicht so. Bin auch schon wieder auf dem Sprung, aber später dann... bestimmt!

Bis dahin möchte ich euch schon einmal einen guten Start ins (sonnige, yieha!) Wochenende wünschen. Das dann mit dem Beweis dafür, dass Bloggen ansteckend ist und ich mal wieder in die Willichauchnähenundzwarsofort-Falle getappt bin. Das Ergebnis ist dieses Mädchen hier: Gisma!


Kurz(ent)schlussreaktion - gestern etwas gefrustet einen Blogspaziergang gemacht (im Kopfkino trotzig Kieselsteine auf dem Weg wegtretend), dabei bei Monika ein niedliches Eulchen gesehen und spontan grinsen müssen (wobei sie eigentlich ein anderes Kissen zeigen wollte, das ebenso Aufmerksamkeit verdient), schnellstens eine Vorlage gefunden und ausgedruckt (das Netz ist voll davon - ich finde sie bestimmt wieder und ergänze dann den Link), ins Nähzimmer gestürmt und in den Stoffkisten gewühlt. Kurz darauf hielt ich das Tier in den Händen (obwohl ich bis dahin geschworen hätte, dass ich niemals dem Eulennähfieber erliegen werde - böser Bloggergruppenzwang).

Heute morgen zog sie schon um zu Hasi (meine Bürokollegin, kennt ihr ja schon - mit ihr kann man auch prima echte Spaziergänge machen und trotzig Eicheln wegtreten oder was sonst so herumliegt). Der erhoffte Freu-Anfall fand statt, Glück gehabt. Hasi hat ein petrolfarbenes Sofa, auf dem Gisma sich bestimmt wohl fühlen wird. - Warum Gisma? Der Name entstand genauso wie das "Hasi" von Hasi - etwas ganz anderes gesagt und völlig verhört. Passt ja dann auch wieder. :)

Bin schon wieder weg und hoffe, dass ihr genauso in den Freitag Abend starten könnt, wie ihr es euch wünscht. 

Bis später, seid lieb gegrüßt



 

Nachtrag für alle, die nach dem Link gefragt haben: spontan habe ich dieses Freebook hier gefunden. Wem ein Schnitt reicht, für den ist das prima. Für Nähanfänger fehlt vielleicht ein bisschen was an Grundangaben (mit oder ohne Nähzugabe? Und bei welchen Teilen brauche ich eine und wo? Wo mache ich eine Wendeöffnung?) - für mich wars das, wonach ich auf die Schnelle gesucht habe - Nähen kann ich. Zumindest Eulen. ;)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Riesenbabyschlafsack oder Kuschelkleid?

"Oh - du hast dir einen Riesen-Babyschlafsack genäht!" kommentierte der Liebste ebenso trocken wie treffend das Zwischenergebnis meines ich-nähe-mal-etwas-für-mich-Anfalls am Wochenende. Auch ohne den Zusatz "Aber der Stoff ist schön..." war das Teil nicht besser zu beschreiben, denn etwas anderes konnte bei der Kombination des Fleece-Stoffes und des Schnittmusters nicht herauskommen. Dass ich aus der Jerseykiste einen rosarot geringelten Stoff zum Füttern der Kapuze zog, machte es nicht besser... Abhilfe schuf hauptsächlich ein beherzter Griff zur Schere. Allerdings konnte ich mir die Betonung des "ich-bin-ein-Mädchen-und-will-auf-den-Arm-Faktors" bei der weiteren Gestaltung nicht verkneifen (das süffisante in-mich-hinein-Grinsen dabei auch nicht). In Bildern sieht das dann so aus:

Das Modell bereitet sich stehend auf den Winterschlaf vor.
Stoff: Fleece und Jersey vom Stoffmarkt

Änderungen und Erkenntnisse bei der Anfertigung:
  • Zählt man das Probeteil mit, ist das jetzt das vierte Kleid nach diesem Schnitt (Ein-Abend-Kleid, Wollkleid, Schäfchenkostüm). So langsam sollte selbst ich mir merken können, dass ich mir beim Zuschnitt unten schon mindestens 15, eher 20 cm sparen könnte (zumal ich in dem Wollkleid im Winter quasi wohne und ich noch mehr von den Dingern haben will). So schnibbelte ich auch hier wieder untenrum herum. Memo an mich: merken!
  • Gemerkt habe ich mir allerdings, dass der Schnitt mir richtig gut passt, wenn ich die Vorder- und Rückenteil(e) am Stoffbruch anlege und dann knapp 2 cm dort zugebe - dann passt es an den Schultern und die Brustabnäher sind auch da, wo sie hingehören. Der Halsausschnitt wird dadurch natürlich auch weiter, aber hier mag ich es eh nicht so eng, sonst könnte man das noch anpassen. Bei der Kapuze war ich allerdings gedanklich auf der Höhe und habe die Mehrweite an der Unterkante berücksichtigt.
  • Ebenso dachte ich daran, die Ärmel noch etwa 3 cm zu verlängern. Ich mag es nicht, wenn sie knapp am Handgelenk aufhören. Dafür habe ich sie in der Weite ab dem Ellenbogen bis zum Saum noch deutlich verschmälert, weil es beim Testtragen auf dem Sofa mit Strickzeug hineinzog.
  • Die Schnittmuster von Stoff&Stil sind immer sehr basic, ich habe zusätzlich die Kapuze gefüttert und die Naht am Ansatz von Kapuze und Ausschnitt mit einem Beleg versehen. Dafür habe ich auf die Rückenabnäher verzichtet - ich will damit auf dem Sofa lümmeln, dabei muss ich nicht schlank aussehen (geht auch nicht mit dem schokoverschmierten Mund).
  • Und dann ging noch das Spielkind mit mir durch... inklusive Zierstichanfall (auf den Fotos eher nicht zu sehen).

Fazit: Mit dem Teil werdet ihr mich nicht auf der Straße sehen, ich will aber noch mehr davon in tageslichttauglichem Design - das wird dann auch eher wieder die schlichte Variante ohne Kapuze und Taschen. In jedem Fall aber saubequem! Und ich habe es tatsächlich geschafft, diesen Stoff zu vernähen, bevor ich auf den nächsten Stoffmarkt in Mannheim gehe/gegangen bin. Nebenbei haben sich meine Nähmaschine und ich uns wieder aneinander gewöhnt, wir hatten doch ein paar winzige Startschwierigkeiten, ich glaube, sie war sauer auf mich. Aber jetzt - und außerdem war wieder Platz im Stoffschrank für das nächste Schätzchen:

Der Schokoriegel dient zur Größeneinschätzung - und wer jetzt nicht verständnislos den Kopf schüttelt, sondern freudig aufquietscht, ist etwa/mindestens so alt wie ich. ;)
Dicker Wollfleecesonstwas-Stoff, ich habe keine Ahnung. Fand ihn aber so schön (Originalreaktion: Oooooooh (daisyquietschen)). Und ja, das ist ein Stoff, aber mit zwei Seiten. Aufgrund des Preises scharwenzelte ich ein wenig um den Ballen herum und streichelte ihn zögerlich (ich-weiß-doch-gar-nicht-was-ich-daraus-nähen-soll), letztlich fanden aber doch nach gutem Zureden durch den liebsten Tütenträger (daraus nähst du etwas Schönes für dich, der Stoff sieht doch richtig gut aus) 2 m in mein Heim. Wie schön, dass ich in den Stoff von letztem Jahr eingekuschelt nach einem Schnittmuster für diesen hier suchen darf. - Jemand eine Idee für einen Kurzmantel aus 2 m eines dicken irgendwas-Stoffes? :)

Liebe Grüße

Dienstag, 1. Oktober 2013

Und es geht weiter...

Ojeojeoje.... nach den ersten Tagen des Wiederbloggens habe ich wieder eine Ahnung, was daran so stressig ist - die WIPs, die UFOs, die ewig lange ToTüdel-Liste... aber ganz besonders der Ideen-Overflow, der aus dem anregenden Kopfkino ein wirres Ideenkarussell produziert, das sich irgendwann bei dem Versuch, sich selbst zu überholen, komplett blockiert und ein undefinierbares Geräusch produziert, das irgendwo zwischen Katze-der-auf-den-Schwanz-getreten-wird und ausgehender-Luft-beim-unsanften-Landen-auf-dem-Steißbein anzusiedeln ist. Oder so ähnlich. 

Bisher kann ich noch widerstehen, meine Lesezeichen- und Favoriten-Liste minütlich um mehrere Meter zu verlängern und allabendlich mehrseitige Listen in Zettelform zu produzieren, die sich herbstlaubähnlich über die wuchernden Materialberge ausbreiten. Noch... Ich übe mich in gleichmütiger Haltung und fange erst einmal ganz langsam an (Selbstbeherrschung ist alles).

Damit.


Am Wochenende war die große große Schwester zu Besuch in der Pfalz - also die "ich-bin-älter-als-du-und-sterbe-statistisch-gesehen-früher-also-brauche-ich-als-erstes-eine-Tasche"-Schwester - erinnert ihr euch? Als brave kleine Schwester konnte ich natürlich nicht nein sagen. Das, nein, DAS Kunstleder für sie sprang mir auch schon entgegen, in der einzig wahren und absolut treffenden Farb-Struktur-Kombination für sie. Blieb nur die Frage nach Paspelfarbe, Reißverschlussblendenfarbe, Trägerlänge und Beschaffenheit der Metallteile (schließlich soll ja auch der Reißverschluss zu den Karabinern passen - da kommt die Perfektionistin in mir durch). Diese Entscheidung wollte ich dann doch nicht treffen (ich nähe doch keine Tasche, auf die sie wochenlang wartet und dann ist sie nur irgendwie ok - das geht ja gar nicht), da musste durfte sie schon selbst ran. Nachdem das nun seit Samstag geklärt wäre, kann ich am Sonntag auf dem Stoffmarkt in Mannheim das Rest-Material besorgen und dann hält sie ihre eigene Tasche schon bald in den Händen (oder eher mit beiden Armen fest umklammert, die Wange an den Taschenkörper geschmiegt).

Das klingt doch nach einem entspannten Vorhaben, oder? In der Zwischenzeit kann ich mich gaaaaanz entspannt zurücklehnen... und meine Liste für Sonntag schreiben... und an meinem Tuch weiterstricken... und dem nächsten Paar Socken... und die Schnitte für die Kuschelklamotten abpausen... und mir noch ein Wohlfühlkleid nähen... und endlich mal das Grannykissen fertigmachen... und die Stoffe für den nächsten Quilt sortieren... die Weihnachtstüdelei-Liste fortsetzen... WAAAAAAAAAAAAAAAAH!

Na toll - und schon ist der Adrenalinspiegel wieder auf Blogger-Niveau. Milchreis ist fertig - ich flöße mir mal ein paar Löffel Beruhigungsnahrung ein.

Liebe Grüße

Sonntag, 22. September 2013

Sommer im Glas

Ihr seid ja süß - schon tauscht ihr im Kommentarfeld Rezepte aus, wie man die Früchte der Gartenarbeit zielgerichtet ins Glas bannen kann. Macht ruhig weiter damit - in der Zwischenzeit zeige ich euch, wie ich meinen letzten Urlaub verbracht habe. In etwa hiermit:


Bisher habe ich es nur aus der Ferne verfolgt - kleine Pflänzchen werden sorgsam herangezogen, behütet, sanft ins Freiland ausgesetzt, liebevoll vor Wind und Wetter geschützt und, falls nötig, auch mehrfach täglich gewässert. Die Bildung der Blüten wird mit Freude verfolgt, der Fruchtansatz mit Spannung erwartet. Eines Tages zeigt sich der erste sanft-rötliche Schimmer auf den rundlichen Früchten, das erste Tomätchen wird ungeduldig beobachtet, noch etwas vorzeitig geerntet und die Premiere des Jahres fühlt sich auf der Zunge noch etwas säuerlich an, verursacht aber dennoch ein  verzücktes Freuden-Mmmmmh. Das geht ein paar Tage lang dann so weiter, doch irgendwann ist sie unweigerlich da: die maximale Tomatenschwemme. Unerbittlich reift Tomate um Tomate, die Freudenschreie beim mittäglichen Tomatensalat werden leiser und schließlich ist es so weit und der erste, der aufgibt, formt die Worte "ich kann keine Tomaten mehr sehen!". In akuten Fällen wird dies auch gern mit verzogenem Gesicht und abwehrender Handbewegung untermalt. Wie unfair - da macht die Tomatenpflanze das, worauf sie gemeinsam mit uns über Wochen und Monate hingearbeitet hat und dann das. Gemeiner Gärtner! Dabei kann man daraus doch sooooo leckere Dinge zaubern und damit den Sommer konservieren. Um sich dann beim ersten Herbststürmchen ein Glas Sonne aus dem Keller zu holen und sich daran zu erinnern, wie man spätabends im Garten gesessen und über die Hitze gestöhnt hat... ;)

Wie gesagt - bisher war ich nur Beobachter, dieses Jahr aber ereilte das Schicksal aber unvermittelt auch mich. Gefühlt habe ich in den zwei Wochen Urlaub fast täglich in der Küche gestanden und Tomätchen verarbeitet. Unser absoluter Favorit: Gelbes Tomaten-Pfirsich-Chutney mit Thymian und Chili - da könnten wir uns reinlegen. Zur Sicherheit habe ich davon dann gleich nochmal die doppelte Menge angesetzt. Aber auch der Rest ist lecker geworden. Von uns erprobt und unter die Top 5 gewählt:

"Freestyle" gekocht und eingeweckt:
(Ar)rabiates Tomatensößchen
Tomaten-Paprika-Auberginen-Chili (alles aus Eigenanbau)

Weil immer auch Pfirsiche übrig waren, ergab sich desweiteren als Resteverwertung die Produktion von Konfitüren, die weitere Reste nach sich zog, woraufhin in neuer Kombination immer von irgendetwas etwas übrig war, dass dann weiterhin... und dann kam auch noch der weltbeste Vermietbewohner und brachte Feigen aus dem Garten. Klar, wie das endete, oder?

Himbeer-Pfirsich mit weißer Schokolade (frei nach dem obigen Rezept abgewandelt)
Johannisbeer-Pfirsich mit Banane (ebenfalls freestyle)
Tonic-Melone (spontane Verwertung einer riesigen Honigmelone und Tonic-Sirup)
Feige mit Banane (beides musste weg)

Konfitüren sind ja netterweise total handzahm - ich nehme meist den 2:1 Gelierzucker und werfe die Früchte im entsprechenden Mengenverhältnis mit dem Zucker in einen Topf, überlasse die Masse gern ein Stündchen sich selbst zum Durchziehen und dann muss ja nur noch gekocht und abgefüllt werden - fertig.

Bei den herzhaften Sößchen fällt der Zucker zum Konservieren weg, hier werde ich nächste Woche dann mal herumexperimentieren. Einen Einkochautomat habe ich nicht, aber im Backofen soll es in der Fettpfanne mit Wasser ja auch funktionieren - habt ihr da Erfahrung mit? Denn ich gestehe - mit den Tomaten bin ich durch, in meiner Küche ist keine einzige Tomate in unverarbeitetem Zustand mehr zu finden. Aber... ich hab aus den Augenwinkeln noch etwas im Garten gesehen - nach den Tomaten ist vor dem Kürbis... und Trauben gibts auch noch...


Liebe Grüße


Samstag, 21. September 2013

Ein Herz für quiltende Tanten

Hallo Wochenende, hallo Bloggersdorf!

Oh ja, ich habe euch vermisst! Und sortiere fleißig Fotos, damit ihr auch etwas anzuschauen habt. Derweil ich heute Abend während der Theaterprobe als passive Teilnehmerin an der Zweitsocke weiterstricken werde, geht es als erstes wohl ans Eingemachte. Falls ihr noch Tomaten übrig habt, kann ich euch da vielleicht noch ein paar Verwertungsideen aufzeigen...

Heute habe ich aber erst einmal noch etwas aus der Konserve, das ich aufwärmen will - erinnert ihr euch noch an den Glücksquilt für meine Nichte? Diesen hier:


Den habe ich spontan eingereicht beim "Quilters' show & tell" für "Quilts for Teens". Nach einer zeitlich kurzen Abstimmungsphase sowie der weiteren Punktevergabe einer Gastjurorin kann man dort etwas gewinnen. Gewinnen kann man aber auch, wenn man dort einen Kommentar hinterlässt. Wenn ihr mich also wieder an die Nähmaschine bekommen wollt (Material wäre reichlich vorhanden - auch das zeige ich euch dann bei Gelegenheit) und ein Herz für quiltende Tanten habt, würde ich mich über eure Stimme bei diesem Wettbewerb freuen. Dafür einfach die Seite besuchen, nach unten scrollen bis zur Auflistung der Quilts, bei "Lucky quilt" ein Häkchen setzen und absenden. Fertig! Die Abstimmung läuft nur bis Montag, 23.9. und endet etwa um Mitternacht (wenn ich das jetzt richtig umgerechnet habe). Mein Dank ist euch sicher! :)

Die Sonne lacht, Speyer ruft, also runter vom Sofa! 
Ich wünsche euch einen guten Start ins altweibersommerliche Wochenende,
seid lieb gegrüßt

 


Donnerstag, 19. September 2013

Willkommen im Herbst! :)

Hallo liebe virtuelle Gemeinde,

da ist er jetzt, der Herbst! Nennt es nicht Spätsommer, denn das Wetter hat sich durchaus schon dem angepasst, was ich beim letzten Post vor ein paar Tagen Wochen Monaten (ähem) schilderte. Nass, kalt, teetassenumklammerungsfördernd. Nur - dazwischen lagen dann doch ein paar Wochen herrlichsten Sommerwetters, erinnert ihr euch? ;)

Was habt ihr denn so gemacht in der Zeit? Denn ich gestehe - ich war euch untreu. Meinen Sommer verbrachte ich ungeplant außerhalb der virtuellen Welt, diese lange Pause war gar nicht geplant und hat sich spontan ergeben. Lieben Dank an euch, die ihr nachgefragt habt und mich auch in der realen Welt kontaktiert habt. Und lieben Dank sowieso an euch alle, denn ich habe mit erleichtertem Aufatmen gesehen, dass ihr geduldig ausgeharrt habt - ich habe noch Leser, yippie! Dafür erst einmal ein paar Blümchen für euch!


Die gibts ohne Signatur und völlig unbearbeitet - so wie sich hier einiges geändert hat, habe ich unter anderem auch einen neuen Rechner, den aber immer noch nicht vollständig eingerichtet und noch nicht blog-einsatzbereit. Aber das wird bestimmt, die Abende werden ja länger und die Sofahockzeit ebenso ausgedehnter...

Es mag unvorstellbar sein, aber ich habe seit meinem letzten Post die Nähmaschine nicht mehr angerührt - bis gestern. Da hob ich ihr Häubchen und nutzte sie zum ersten Mal seit langem wieder, um für jemanden eine Hose zu kürzen. In der Zeit dazwischen war ich eher mit den Stricknadeln in der Hand zu finden, sofern ich dafür überhaupt ein Zeitfenster fand. Denn eigentlich war ich ganz viel draußen unterwegs und im Garten. Und danach war ich in der Küche und habe das reichlich vorhandene Erntegut eingeglast - wollt ihr sehen?
 Aus dem Nähzimmer kann ich also gar nichts berichten - aber der Neustart ist gemacht, die Lust ist auch wieder vorhanden und langsam, ganz langsam, werde ich mich bei euch auch mal wieder blicken lassen.

Für heute winke ich euch nur noch einmal zu, dann muss ich wieder in die Küche - hier warten noch Feigen und Trauben auf ihre Verwandlung in Feines. :)

Auf einen fröhlichen Wiedereintritt in die Blognachbarschaft,
seid lieb gegrüßt



Montag, 27. Mai 2013

Frühling zum Mitnehmen

Gesehen - ausgedruckt - in die Kaffeeküche gehängt - wirkt! :)


Den vollständigen Frühling zum Herunterladen und Kollegen-ein-Lächeln-aufs-Gesicht-zaubern findet ihr hier.

Entschuldigt, ich bin eine unzuverlässige Blognachbarin gerade - die reale Welt fordert mich, so bin ich momentan gedanklich und ab und an per Klick auf eure Posts bei euch, auch wenn ich keine sichtbaren Spuren hinterlasse. Ich freue mich auf den nächsten ausführlicheren Spaziergang.

Seid lieb gegrüßt und genießt den Frühling, sobald er sich blicken lässt. ;)
 

Montag, 20. Mai 2013

Einfach mal raus... [Pfingsten in Helsinki]

Was macht man, wenn man mal dringend den Kopf frei bekommen und dem trüben Pfingstwetter in Deutschland entkommen möchte? Ganz klar: in ein Flugzeug steigen und etwa 1700 km nach Nordosten reisen. Finnland ist als Sonnenreiseziel doch sehr naheliegend... oder nicht?

Zugegeben - das verlängerte Wochenende in Helsinki war schon länger geplant, kam aber genau richtig. Dank einer sehr, sehr lieben Gastgeberin konnte ich in den letzten Tagen das tun, was ich am liebsten mache, um mal richtig abzuschalten: aufs Meer schauen und mir die Sonne auf die Nase scheinen lassen.

Auf Suomenlinna
Ok, der Samstag hatte auch etwas weniger sonnige Momente...

Auf Seurasaari
... aber so viel schlechter doch auch nicht. So bestanden meine Hauptaufgaben in den letzten Tagen aus Ausschlafen (Aufwachen - oh, hell draußen, mal auf die Uhr schauen - erst halb vier? Ich kann noch gar nicht wach sein - Weiterschlafen), gemütlich frühstücken, loslaufen, ans Meer setzen, wohlig seufzen, weiterwandern, wieder hinsetzen, weiterseufzen... herrlich!

Hurtigruten in Helsinki? Man sagt, sie habe sich verfahren... die kommt doch sonst dort nie vorbei?

Wenn man genug am Wasser gesessen hat, kann man sich auch auf das Wasser begeben und mit einer Fähre ein bisschen zwischen den Inselchen durchgondeln, sich zum Beispiel auf Suomenlinna abwerfen lassen, dort ein wenig über die Insel laufen und pflichtbewusst ein Minimum an Kultur bewundern - denn immerhin bewegt man sich auf einem UNESCO-Weltkulturerbe. Hier die Inselkirche, die gleichzeitig auch Leuchtturmfunktion hat(te) [kultureller Einwurf Ende].

DIE Bäume waren klischeemäßig noch ein bisschen kahl - bildeten aber eher die Ausnahme.

Ein U-Boot liegt da auch herum, aber wir fanden es ehrlicherweise hübscher, den Punkt "Herumliegen" selbst zu übernehmen und - natürlich - wohlig seufzend aufs Meer zu schauen. Kann man bei über 20°C ja auch mal machen.

Blick nach rechts - finde das Schiff.

Blick nach links - finde das Vögelchen.
Noch ein bisschen über die Insel streifen und den Blick schweifen lassen...


...dann mit der Fähre zurück, dabei staunend an einem der dicken Pötte hochschauen...


 ... und auf dem Marktplatz Kauppatori genüsslich ein Eis verspeisen (Zitrone-Lakritz - klingt seltsam, ist aber total lecker. Finde ich zumindest.).

Wahllos in die Gegend gehaltenes Eis, das schnellstens verspeist werden wollte.
Natürlich darf auch das Touri-Foto schlechthin nicht fehlen: der Dom.


Und - da kann ich jetzt aber auch wirklich gar nichts für, das war nicht beabsichtigt - wie sollte es anders sein: einer Näherin springt natürlich auch ein entsprechendes Mitbringsel in die Tasche. Gegen Elche, Vodka und sonstige finnische Klischees kann ich mich wehren, als wir aber unvermittelt vor einem Laden standen, der da Marimekko hieß, war es um mich geschehen - und mein Andenken an diese Reise geht als "teuersterStoffdenichjemalsgekaufthabe" in meinen Stoffschrank ein.

Marimekko-Stoffe - links Lumimarja, rechts Ahonlaita. Rechts oben: Tüte.
Nicht bildhaft festgehalten: kulinarische Spezialitäten wie karelische Pirogge mit Milchreisfüllung und Eibutter (hätte ich mich reinlegen können), klischeehafte typische Bewaldung im Nuuksio-Nationalpark (Birken und Nadelbäume - Erkenntnis: "Finnland ist, wie man es sich vorstellt - nur wärmer"), Gleithörnchen, Elche und Bären (leider bzw. zum Glück, je nach Tier, nicht angetroffen) sowie wohliges Dauergrinsen beim Anblick von Meer und noch mehr Meer.

Nochmal - weil es so schön ist!

Mission geglückt - Kopf frei! Wie lange war ich weg? Gefühlt mindestens eine Woche - das denkt sich auch Izzy, die sich über meine Arme ausgestreckt hat und immer noch eine Stelle findet, an der ich sie ihrer Meinung nach noch nicht ausgiebig gekrault habe. Das erleichtert das Tippen nicht gerade - insofern schaue ich mir jetzt für den Rest des Tages einfach nur noch mit Izzy meinen Lieblings-Blick aufs Meer an und ignoriere den Schmodder da draußen. War das hier die ganze Zeit so? Und kann ich bitte wieder zurück in den Norden?

Seid lieb gegrüßt



Montag, 6. Mai 2013

Knit two, purl two, knit two...

...leise murmelnd findet man mich momentan auf dem Sofa. Nicht, dass ich mir von der Nadelwelt nicht feines Material und nützliches Zubehör zum Nähen mitgebracht habe - aber aus mir völlig unerklärlichen Gründen komme ich momentan nicht vom Sofa runter von den Stricknadeln los. Doof nur - man hat weder Hand noch Hirn frei für etwas anderes. Ok, die vierte Staffel der Big Bang Theory hatte ich in Rekordgeschwindigkeit geschaut, aber am Ende der Staffel war noch Material über...


Ebenfalls doof beim Stricken: es geht langsamer als Nähen. Zumindest bei mir. Und besonders, wenn es nicht nur ein Paar Socken werden soll. Fürchterlich spannend ist es ja nicht, was man da zwischenzeitlich vorzuzeigen hat (oder auch nicht). Aber irgendwann, eines Tages, ist auch mal etwas fertig. Und - eigentlicher Sinn und Zweck: in der Materialkiste wieder ein wenig Platz für Neues! Beispiele gut abgelagerter Materialien gefällig?

Zunächst: die Nutkin-Socken. Hatte ich euch angedroht, sie unters Volk zu werfen, las meine Schwester den Post, nicht jedoch die Kommentare darunter. Und reagierte mit "hast du auf deiner Seite eigentlich mich gemeint? Falls ja - ich liebe deine Socken und die Farbe ist mir völlig schnuppe! Meinetwegen dürfen sie auch in lila changieren und grüne Blümchen auf dem großen Zeh wachsen lassen osä. Hauptsache gestrickte Socken! (bin ich jetzt zu anspruchslos?)" Wie hätte ich da widerstehen können... ich trennte die Spitze des schon fertigen Exemplars auf und strickte sie etwas kürzer (gefühlt waren sie jedoch genauso groß wie vorher auch). Nun dürften sie Schwesterchens Füße wärmen - und sahen am Ende so aus (ohne grüne Blümchen):

Sehr lustig - und ich weiß jetzt auch, warum das Garn CRAZY Zauberball heißt. Allerdings werde ich wohl bei meiner bevorzugten "echten" Sockenwolle bleiben, das Zeug ist mir zu dünn. Und bitte erinnert mich daran, dass ich das mit dem doppelten Bündchen demnächst lasse. Das Ergebnis ist ja ganz hübsch, aber ein totales Gefummel.

Was gab es noch? Ach ja, das Wühlen in der Materialkiste förderte ein längst vergessenes Strickobjekt zutage, dessen Ursprungsmuster ich auf meinem Blog zu identifizieren versuchte - semi-erfolgreich. Zwar konnte ich nicht mehr herausfinden, was das angefangene Strickwerk mal werden sollte, aber ich fand heraus, dass ich im November 2011 glücksselig verkündete "90 m sind ja schnell verstrickt"... - Waren sie dann auch - vorletzte Woche. An einem Abend wurde aus dem aufgeribbelten Keine-Ahnung-was ein Möbius nach dieser Anleitung. Besonders lustig fand ich die Art des Anschlagens - eigentlich war es das, was mich daran reizte und neugierig machte, ob das wohl so klappt, gar nicht so sehr das Endprodukt selbst. Das dann da so aussieht:


...ok, braucht bei dem Wetter auch kein Mensch, aber dafür bin ich dieses Jahr mal früh auf den Herbst vorbereitet. :)

Was mich momentan allerdings von jeglicher Streunerei in der virtuellen Welt abgehalten hat, ist das hier:


Na, erkennt man es? ;) Das da ist meine neue Strickjacke. Also in spe. Und in petrol. Und aus dem Garn, dass ich auch schon einen Moment lang beherberge... ähem. Auch hier - ein Anfang war im Baltrum-Urlaub gestrickt, nach Monaten der Vernachlässigung allerdings das Zielobjekt nicht mehr zu identifizieren. Macht nichts, es ist Mai, wir machen das mal neu...

Deshalb entschuldigt mich, ich bin beim Kragen - und vielleicht bekomme ich das Jäckchen diese Woche noch fertig? In diesem Sinne - knit two, purl two, knit two...