Freitag, 15. Februar 2013

Kreativität von Grippekranken - was Anfang der Woche geschah

Wochenende! Und - noch schöner: Urlaub! Herrlich! Bevor ich mich den Vorurlaubsreiseaktivitäten hingebe (Wohnung aufräumen, durchwischen, Wäsche sortieren, Koffer packen), zelebriere ich das Freitagsgefühl noch einen Moment lang.

Was wirklich gemein ist, wenn man krank ist: man hat theoretisch total viel Zeit, um etwas zu tun, was man sonst nicht macht. Doof nur, dass man krank ist und gar nicht fähig ist, irgend etwas zu machen - ansonsten wäre man ja nicht zu Hause und könnte die Dinge nicht tun, die man so auch nicht tun kann. Ganz einfach, oder? 
Irgendwann erreicht man den Punkt, an dem man zumindest einfache Tätigkeiten wieder ohne größere Unfälle durchführen kann. Nähen gehört nicht dazu (fragt meine Tonne - ich hab es versucht, aber logisches Denken war gerade aus...), das Stricken rechter Maschen war aber unter höchster Konzentration und nach Zusammenkratzen des Rest-Hirns möglich. Und Bilderbücher schauen sowieso. Das sah bei mir dann so aus:


Links im Bild meine drei neuesten "Bilderbücher" (gemeingemeingemein - kann man ein Sabbatical eigentlich auch fürs Nähen einlegen?), belagert von dem Paar Socken, das am 11. Juni 2011 auf meinem Blog zum ersten Mal Erwähnung fand. Ähem. Silke, sagte ich nicht etwas von Lahmschnecke? Wobei - so ganz stimmt das nicht, fürs Paar davor habe ich nur drei Abende gebraucht... Der dort oben dokumentierte Zustand hielt allerdings in einer Art Stasis bis zur letzten Woche an, dann verpasste ich der verwaisten Wolle ein paar energische Maschenrunden und habe nun zwei neue Urlaubsbegleiter. Warum das so lange gedauert hat? Keine Ahnung - da war wohl etwas dazwischen gekommen... (der Schaft gefiel mir nicht wirklich und ich konnte mich nicht zwischen Aufribbeln und Weiterstricken entscheiden).

Rechts im Bild die Wollreste von diesem und zwei weiteren Sockenpaaren. Bisher kann ich mich noch nicht überwinden, bei der Spitze anzufangen und nach oben zu stricken, insofern bleibt immer Restwolle. Die unmotiviert hier herumlümmelte - zum Wegschmeißen zu schade, aber was mache ich nur damit... Angesteckt von Anettes grippalen Aktivitäten kramte ich solidarisch eine Anleitung heraus (LandLust 4/11) und begann zu häkeln. Die lustigen Wollkorkenzieherlockenäquivalente lassen sich mit etwas Wohlwollen formieren zu diesem hier:


Einen Kranz aus Jeans-Stoff habe ich nämlich noch - und dazu passen die Restsockenwollrosen ganz gut, finde ich.

Fazit: ein UFO beseitigt und prompt durch das nächste ausgetauscht. Ich packe die Restwolle mal ein, auf der Fahrt habe ich bestimmt reichlich Zeit für so einen Tüdelkleinkram...

Was noch? Ach ja, Valomea wollte noch Detailfotos des Quilts nach dem Waschen - hier, für dich:


Und noch mehr Detail:


Quilt ließ sich problemlos bei 30°C Feinwäsche waschen, trocknete brav und relativ rasch vor sich hin und sieht jetzt einfach nur aus wie ein ungebügelter Baumwollquilt. Was ich schön finde: der Stoff/die Füllung plustert sich dennoch minimal neben den Nähten auf und wirkt so insgesamt etwas plastischer - ungewaschen war die Fläche sehr einheitlich. Größenmäßig ist gar nicht so viel passiert - insgesamt hat das Teil in Länge und Breite nur jeweils etwa 2-3 cm eingebüßt. Was ich allerdings auch der Tatsache zuschreibe, dass die Stoffe vorgewaschen waren.

So, und weil ich eigentlich noch eine Kleinigkeit für euch vorbereiten möchte, damit euch nicht langweilig wird, während ich es mir woanders gutgehen lasse, entschuldigt mich jetzt bitte - und habt einen guten Start ins Wochenende!

Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Oh, ja, das Problem kenn ich. War zu Beginn des Jahres auch auf die Couch verbannt und konnte dabei auch einige UFOs beseitigen.
    Hauptsache, Dir geht es jetzt wieder besser und Du bist jetzt fit für den Urlaub!
    Herzlichst
    Herzliebchen

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  2. Ich hatte ein tolles Timing - zwei Tage Arbeiten, dann ab in den Urlaub. Irgendwie doof, aber zumindest bin ich jetzt nicht IM Urlaub krank. :)

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  3. Das erste Bild wird mir leider nicht angezeigt... . Die Rosen und der Quilt sind eine Wucht. Genieß deinen Urlaub. Wohin geht es eigentlich? Wieder an die Nordsee?

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    1. Oh ja... Möwen ärgern und Muscheln schubsen. Ich freue mich darauf. :)

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  4. Hauptsache, die Möwen ärgen dich nicht zurück und stürzen sich auf deine hübschen Ringelsocken ... aber dafür wären wahrscheinlich eher Ringeltauben zuständig ... :O

    Die Restwollsockenrosen sind total entzückend! Bin schon auf den fertigen Kranz gespannt!

    Jetzt genieße mal das Vorurlaubsurlaubsvorbereitungswochenende in vollen Zügen ... :D

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    1. Hör bloß auf - hier sieht es immer noch aus wie Sau, dafür habe ich Sockenwolle gekauft. Für den Urlaub. Klar, dass ich gerade an der ersten Ferse stricke, oder? Seufz...

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  5. Ich wünsche Dir einen wunderschönen und erholsamen Urlaub...

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    1. Danke dir! Ihr lest aber vorher noch von mir. :)

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  6. Ich finde Deine Socken gut. Auch wenn sie dann etwas länger gedauert haben. DIe Rosen aus der Restwolle.....jo die könnten mir auch gefallen. Die kann man ja überall mal so eben dran nähen. Socken von der Spitze anfangen ...??? Einmal und nie wieder. Das macht keinen Spaß.

    Und was die Sache mit den Möwen ärgern und Muscheln anschubsen angeht.....ichwillauch. Hast Du noch ein Plätzchen frei?

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    1. Nicht empfehlenswert? Methodisch dürfte es doch nicht viel anders sein - ist es lediglich psychologisch bedingt, dass es keinen Spaß macht?

      Wie klein kannst du dich machen? Ich hätte noch ein Eckchen im Rucksack...

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    2. Ja also mir macht das einfach keinen Spaß. Überlegen muss man aber auch, weil man ja umgekehrt strickt.
      Ich kann mich sehr klein machen. Hauptsache mein Ybuch und die Stricknadeln passen noch

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  7. Schöne Socken hast Du da gestrickt. Von den Resten könntest Du ja auch mal solche Sockis machen http://roteschnegge.blogspot.de/2012/10/raten-und-gewinnen.html. Aber Vorsicht, erst einen Termin beim Orthopäden machen, falls Du dir dabei die Finger brichst.
    Jetzt wünsche ich Dir einen gaaaaaaaaaaanz schönen, erholsamen Urlaub. Deine Posts vermisse ich jetzt schon. Und geh nicht alleine in den Wald, denn dort sind die Räuber!
    Lg Marianne

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    1. Die Minisöckchen sind wirklich niedlich. Aber so ein Kleingefummel - da muss man ja ständig umgreifen und aufpassen, dass einem keine Nadel abhaut. In dieser Hinsicht ist meine Geduld... endlich? ;)
      Was ist mit Dünen? Sind da die Dänen? Oder Hyänen? Ich nehme meinen Liebsten mit, er wird hoffentlich gut auf mich aufpassen. Oder doch eher ich auf ihn? :D

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  8. Ohja, das mit dem Zeit haben um die Dinge zu tun die man sonst nicht tun kann und nicht tun kann obwohl man Zeit hat um die Dinge...ach herrje...jetzt bin ich raus...
    Liebe Grüße,
    Markus

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  9. Muscheln in den Weißweinsud schubsen :)
    Und dann essen!!!
    Nimm den Quilt mit an die Küste, im Februar kannst du den bestimmt noch gebrauchen. Für eine längere Trennung ist die Decke noch zu jung.

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    1. Lach... das habe ich mir jetzt bildhaft vorgestellt - die armen Muscheln! Den Weißwein trinke ich lieber ohne kleine Filtrierer, die mit ihren nichtvorhandenen Ärmchen im Schwimmring in meinem Teller trudeln... :)

      Es wird mir sehr schwerfallen, aber der Quilt bleibt hier. Damit die Katze weiß, dass ich zurückkomme. Oder auch einfach, weil wir mit dem Zug fahren und ich lieber leichtes Gepäck mitnehme. Aber der Gedanke ist schon verlockend... ich hoffe, Quilt, Katze und ich werden die vorübergehende Trennung ohne bleibende Schäden verkraften. Insbesondere hoffe ich das bei der zu erwartenden Langeweile der Katze, die dann tagsüber allein mit dem Quilt ist...

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