Donnerstag, 31. Januar 2013

Value quilt - 100% daisy

Und damit meine ich nicht das Material, die Idee oder das Design - da gab es reichlich Inspiration, Anleitung und sehr, sehr viele gute Tipps, tolle Ratschläge und wertvolle Erfahrungen von euch, die bei der Entstehung dieses Quilts eingeflossen sind. Abgesehen von der nicht unerheblichen Menge an kleinen Stoffquadraten, die den größeren Teil des Tops ausmachen und ohne deren großherzige Schnitzerei und Lieferung von Arctopholos ich jetzt immer noch mit einer Schachtel Stoffstückchen dasitzen würde, die für eine Izzy-Decke reichen würden. Dickes, dickes Dankeschön! Aus all diesem ist nun das hier entstanden:


Das kleine Stück Stoffglück ist so unfassbar "meins" geworden... ich bin völlig sprachlos. Ok, ich quietsche auch ab und an ein bisschen entzückt herum (jeder, der mit mir mal auf dem Stoffmarkt war, kann sich in etwa vorstellen, wie sich das anhört... alle anderen wollen es gar nicht wissen!). Erfahrene Quilterinnen mögen mir verzeihen und gütig-nachsichtig mit den Augen rollen - es ist mein Erstling, da darf ich das noch.

Mehr dazu bald, denn dieses Teilchen verdient noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, eine Fotosession bei Tageslicht und ein paar Eckdaten drumherum. Einen rührseligen Rückblick werde ich mir wohl auch nicht verkneifen können wollen. Erst einmal wird damit aber ausgiebig gekuschelt - ich bin immer noch völlig zappelig, staune mit großen Augen, strahle glücklich vor mich hin und kann es gar nicht glauben, dass das da aus "ein paar" Stoffquadraten entstanden ist. 

Falls mich jemand bitte operativ von meinem allerersten selbstgenähten Kuschelquilt trennen könnte - ich muss jetzt langsam wirklich zur Arbeit. Nur noch fünf Minuten...

HeRUMSzappelnde Grüße




Sonntag, 27. Januar 2013

Vielleicht...

...hätte ich an einen größeren Tisch umziehen sollen...

...und natürlich sortiere ich den Stoff säuberlich links und rechts der Naht - das Gewusel hier ist nur der Zustand nach dem Wenden und vor dem Glattstreichen. ;)

Mit großen Schritten nähere ich mich meinem Sofa-Katze-Tee-Kuschelquilt.... - ich bin dann mal wieder weg, weiternähen.

Habt einen guten Start in die neue Woche. :)


Samstag, 26. Januar 2013

Angezogen!

Ha! Gefunden, den Selbstauslöser! Gut versteckt: Drücken Sie die Funktionstaste. Drehen Sie am Rad (das tat ich innerlich schon vorher). Drehen Sie am anderen Rad. Drücken Sie den Auslöser halb durch. Drücken Sie den Auslöser ganz durch. - Hey, wo bleibt "drücken Sie sich die Daumen"? - Und das war nur das Basiswissen... Dann nur noch kunstvolles Auftürmen der Kamera auf einem Kartönchen mit Zielrichtung Vertiko - da ging kamerabauweisenbedingt nur das Querformat. Aber....:


Geht doch! :)


Ups, da hing noch ein Faden...


Und von hinten - mit Reißverschluss. Ha!


Kommen wir zur Manöverkritik:

Schnitt:  Der/die/das "bubble pocket" aus der Ottobre 5/2011, Modell 7
Stoff: Cord-Coupon vom Stoffmarkt Holland
Änderungen: rückwärtige Mitte schmaler, Teilungsnähte vorn verändert, kein Gummiband im Saum

Wie beim Zebra schon angemerkt hätte ich laut Größentabelle der Zeitschrift die 40 zuschneiden müssen, ich entschied mich jedoch aufgrund einiger Blogkommentare für die 38. Und auch das ist noch reichlich bemessen. Beim Zebra habe ich auf den Reißverschluss verzichtet, hier zunächst auch, da aber die rückwärtige Mitte nicht ganz gerade verläuft, habe ich nachträglich das Teil hinten nochmal aufgeschnitten, den Bogen des Schnittmusters übernommen und einen Reißverschluss eingenäht. Damit ist das Ding aufgrund der damit fälligen Nahtzugaben eh schon ein bisschen enger geworden als vorgegeben - ist aber immer noch mehr als ausreichend.

Das Vorderteil saß suboptimal, ich habe die Teilungsnähte an der Brust nochmal verlegt (den Stoff quasi nochmal "eingeklappt", da ich die Nähte schon fertighatte) - dadurch wurden die Armausschnitte logischerweise auch enger. Nicht weiter schlimm, aber das hat die Fummelei mit den Belegen nicht einfacher gemacht. Doofer war da schon, dass dadurch die Träger irgendwie ansatzweise verzogen sind. Und so ganz überhaupt habe ich den Eindruck, dass das Teilchen aus einem weniger standhaften Stoff vielleicht etwas gefälliger fällt.

Dennoch - ich finde es trotz diverser kleiner verbesserungswürdiger Mäkelgründe, die ich immer finde, ich olle Perfektionistin, ich gut und werde es so mit Sicherheit auch bei Tageslicht ausführen. Dann vielleicht eher über Jeans und mit einem Kuschelschal. Aber ich mag es. Puh...... Glück gehabt! :)

Freitag, 25. Januar 2013

Kleidchen für den inneren Schweinehund

Ja, mich gibt's noch. Gerade ist im realen Leben aber so viel los, dass ich die virtuelle Welt ein wenig vernachlässigen muss, sofern ich noch schlafen möchte. Und auch das scheint nicht auszureichen, meine Aufmerksamkeitsspanne nähert sich... äh... schaut mal, ein Vögelchen... - in etwa diesem Niveau. Kennt ihr diese Momente, in denen ihr nur noch über euch selbst lachen könnt, weil ihr ein Stück Schokolade auswickelt und euch statt des süßen Naschwerks das Einwickelpapier in den Mund steckt...?

Genug davon - das wird auch wieder besser. Bis dahin ist es draußen vielleicht auch schon lange genug hell, um Fotos zu machen, die man auf dem Blog zeigen kann, ohne eine Taschenlampe mitzuliefern. Mich als Zebra habe ich euch bisher vorenthalten müssen, weil ich zum einen noch nicht herausgefunden habe, wo ich an der Kamera den Selbstauslöser einstelle, zum anderen experimentiere ich noch mit dem Blitz... mit mäßigem Erfolg.

Einen winzigen Beweis meiner zeitweisen Tüdeltätigkeit habe ich aber dennoch - bubble pocket reloaded. Heute nicht als Zebra, sondern aus rotem Cord, den ich... wartet mal... oh, prima, am 2. Oktober 2011 auf dem Stoffmarkt Holland gekauft habe (ein Blog ersetzt jeden Notizzettel). Und dank finaler Anfeuerungsrufe (danke, Timeless!) habe ich das Teil eben noch bezwungen. Das da.


Mit Reißverschluss. Und Zwillingsnadel. Und lustigen Stoffverrenkungen beim Einnähen des Belegs. Und lehrreichen Erkenntnissen über meine Nähmaschine. Und ohne Gummiband. Und mit noch mehr lehrreichen Erkenntnissen über die Folgen improvisierter Änderungen des Grundschnitts. Mehr davon, wenn es mir gelungen ist, das Ding an mir zu fotografieren.

Und damit ich mich nicht ganz so unvollkommen fühle - hey, damit habe ich schon einen dritten ha, nein, vierten Punkt auf meiner 52-in-2013-Liste abgehakt. Geht mir schon besser. :)

Habt ein schönes Wochenende,
liebe Grüße

Montag, 14. Januar 2013

Kissenhülle mit Stehrand [+Tutorial]

Versprochen ist versprochen... und nachdem ich jetzt auch dank Agnes meine Bildungslücke bezüglich Mr. Darcy geschlossen habe, hab ich auch wieder Zeit. Zunächst gibts die Auflösung von dem da - dies hier ist daraus geworden:


Eine Kissenhülle, was für eine Überraschung! Nach Weihnachten ist nämlich nicht nur vor Weihnachten, sondern auch vor Mutters Geburtstag. Damit ihr Weihnachtsgeschenk nicht so alleine ist, habe ich aus den gleichen Stoffen eine Zweitkissenhülle genäht. Obwohl die Nähgötter sehr launenhaft waren, hat es letztlich doch noch irgendwie funktioniert - und da Mutter Mutter ist, freut sie sich auch über dieses Teilchen. Und da ich mir geschworen habe, nicht mehr alles aufzuzählen, was NICHT geklappt hat oder meinen Vorstellungen entspricht, breite ich jetzt über all diese Dinge auch die Tagesdecke des Schweigens und behaupte, dass das alles genau so ist wie es sein sollte.Nur ein klitzekleines Beispiel noch...


... das Bild entstand erst, NACHDEM ich mittels Schere den Stoff von der Maschine losoperiert hatte...

Schwämmchen drüber. Kommen wir zur versprochenen Anleitung für den Stehsaum aus der Rückseite. Supereinfach, man muss es halt nur wissen. Um darüber hinwegzutäuschen, dass es so simpel ist, habe ich extra viele Fotos gemacht - deshalb hier auch fast nicht mehr viele Worte, sondern reichlich Bilder:


Anleitung für den "selbsteinfassenden" Stehrand

Für die Hülle braucht ihr eine Vorder- und eine Rückseite. Die Größe der Vorderseite wählt ihr entsprechend eurer Zielgröße der Kissenhülle - diese hier ist für ein 50x50 cm Kissen genäht, insofern hat meine Vorderseite eine Kantenlänge von 52 cm (Nahtzugabe inbegriffen). Für die Rückseite schneidet ihr den Stoff größer zu. Zur Grundgröße des Kissens (50 cm) rechnet ihr viermal(!) die gewünschte Breite des Stehsaums hinzu und dann pro Seite noch einmal die Nahtzugabe. Bei einer gewünschten Stehsaumbreite von 5 cm wären das dann 50+20+2=72 cm.

Warum ich darauf so herumreite? Ich hab es erst falsch gemacht... vorher Nachdenken hilft manchmal.


Oben im Bild schon zu sehen: als nächstes markiert ihr an beiden Teilen jeweils die Mitte der vier Kanten. Dabei nicht schludern - "ungefähr" ist eben nur ungefähr richtig. Und das ist in diesem Fall nicht richtig, sondern geht eventuell schief - im wahrsten Sinne.


Markierprozess im Bild - einfach falten und Stecknadel reinpieken. Die restlichen Stecknadeln fixieren lediglich das Vlies an der Vorderseite, nicht irritieren lassen. Und ja, ihr habt es erkannt - da der Rand aus der Rückseite heraus gearbeitet wird, braucht man VORHER eine Öffnung fürs Kissen. Prima Gelegenheit, das Einnähen eines Reißverschlusses mittels Besatz zu üben. Beim weiteren Nähen BITTE daran denken: Reißverschluss zur Hälfte öffnen. Es sei denn, ihr steht auf blindes Herumfummeln von außen, weil der Zipper innen in eurer komplett vernähten Kissenhülle liegt...

Dann wird gesteckt - fangt an einer Seite an und legt die markierte Mitte der Vorderseite auf die Markierung der Rückseite, die Stoffe liegen dabei rechts auf rechts. Dann diese Seite weiter glatt zusammenstecken. 


Auf der gegenüberliegenden Seite könnt ihr das wiederholen - dann sieht das etwa so aus:


Diese zwei Seiten könnt ihr jetzt aneinandernähen. Dabei die Seiten unbedingt einen Zentimeter am Anfang und am Ende ungenäht lassen (bzw. entsprechend die Breite der Nahtzugabe, die ihr gewählt habt). Ich habs mir extra mit einer Stecknadel markiert, weil ich da vorher in jedem Fall abbremse und nicht im Eifer des Gefechts darüber hinwegnähe.


Das wiederholt ihr jetzt an den beiden anderen Kanten - die Mitten aufeinanderlegen und die Seiten stecken, bis ihr an die Ecken kommt. Hat ein bisschen was von Luftkissenboot oder Luftmatratze...

...und anscheinend hatte mich in der Zwischenzeit jemand angerufen - denkt euch den Rümpel rechts bitte einfach weg, das ist KEIN product placement. Sorry...
Kanten wieder nähen, hierbei darauf achten, dass ihr möglichst Start- und Endpunkt der vorhin gesetzten Nähte trefft und nicht darüber hinausnäht.


Prima! Nun habt ihr so etwas:

Kissenhülle von links mit total absichtlich ausgewähltem weinroten Reißverschluss (oder auch "Zeit zu kurz, um einen weißen zu besorgen" - aber das gibt doch einen hübschen Farbtupfer/ist auf der Rückseite und interessiert nur sekundär/beliebige Ausrede einsetzen)

Kümmern wir uns als nächstes um die Ecken, auf dass sie sich zu hübschen Winkeln formen. Idealerweise sollten sie jetzt offenkantig vor euch liegen - sind sie schon geschlossen, seid ihr übers Ziel hinausgeschossen.


Nehmt das Kissenhüllending, faltet es mit der Rückseite nach außen und der Vorderseite nach innen, indem ihr zwei angrenzende Kanten sehr gerade aufeinanderlegt.


Die entstandene Spitze sollte im Idealfall ein möglichst hübsches Dreieck bilden und auch dort sollten die Stoffkanten so gut wie möglich aufeinandertreffen. Feststecken und zum Lineal greifen. Jetzt kommt das Geheimnis der Stehrand-Ecke...


Im 45°-Winkel zur offenen Kante oder aber im rechten Winkel zur Faltkante, je nachdem, was euch lieber ist (nur auf keinen Fall andersherum! Glaubt mir, ich spreche auch da aus Erfahrung...), eine Linie anzeichnen, die genau durch den Beginn/das Ende der Seitennähte führt. Im Idealfall habt ihr beide Winkel erwischt. Hier lohnt sich auch ein Blick auf den Abstand von Naht zur Spitze - merkt euch den und vergleicht bei den weiteren Ecken, ob das Maß auch dort möglichst übereinstimmt, damit die Ecken gleichmäßig werden.


Das macht ihr an allen Ecken und näht dann auf dieser Linie entlang von der Faltkante bis zum Beginn der Naht - NICHT Durchnähen bis zur Stoffkante! Beim Aufklappen ist so die Naht an der Vorderseite ein geschlossenes Quadrat, während die Nahtzugaben an keiner Stelle irgendwo festgenäht sind und somit die Ecken sich sauber nach außen legen (die Vorderseite sozusagen schön flach wird). Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr es richtig gemacht habt, könnt ihr den überstehenden Stoff der Ecken abschneiden und die Kanten versäubern. Wenn nicht, schaut schon mal von rechts, ob es passt, bevor ihr zur Schere greift... ;) - So sieht es von links aus. Die Nahtzugabe an den Spitzen der Ecken lässt sich auch noch ein bisschen zurückschneiden.


Der spannende Moment: Kissenhülle auf rechts ziehen, Ecken gut ausformen und Hülle glattstreichen. Und.......:


Na? Aber hallo, oder? Ich war begeistert! Jetzt noch bügeln und dann den Stehrand absteppen und schon habt ihr es geschafft. Wenn ihr euch jetzt bitte vor dem geistigen Auge mal den Verlauf der Vorderseite innerhalb des Randes vorstellt: durch das Abbremsen der Naht liegt der Stoff jetzt schön glatt im Rand selbst - bei meiner Version durch das Vlies gefördert, ansonsten könnt ihr die Ränder der Vorderseite auch vor dem Absteppen noch von der linken Stoffseite aus nach außen (also in den Rand hinein) bügeln. Versäubern der Ränder fällt somit wie versprochen flach, da die Nahtzugaben sich im Stehrand befinden. Zum Absteppen habe ich meinen momentanen Lieblingsstich gewählt - und fertig!


Letzte Schritte: Kissen in Hülle stopfen, Reißverschluss zu, aufknuffeln, ankuscheln! :)

Fragen, Anmerkungen, Anregungen, völlige Verständnislosigkeit? Dann bitte immer her damit! Und falls ihr mögt, zeige ich euch demnächst auch noch, wie man das hier näht... ;)


Seid lieb gegrüßt!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Weshalb ich so gern Taschen nähe?

Deshalb.

Zwei Stunden Herumkrabbeln auf dem Fußboden, Durchpausen, ausschneiden, auf dem Stoff herumkrabbeln, anzeichnen, ausschneiden, Stecknadeln wieder aus den Handflächen entfernen, Katze vom Schnittmuster scheuchen und ihr geduldig erklären, dass sie nicht unter den Schnittteilen Mäuschen jagen soll.
Mein Trost: wenn "das da" etwas wird, habe ich den Schnitt gleich auch für "richtige" Kleidung und nicht nur für "das da", das da mal ein Faschingskostüm wird. Abgesehen davon ist das Schlimmste geschafft, Nähen macht dann wieder Spaß. :)

Mutter hat sich riesig gefreut über eure lieben Kommentare. Ihr habt es geahnt, die Stoffstapelei ergab ihr Geburtstagsgeschenk. Zeige ich euch nächste Woche, ebenso wie es gemacht wird und wie man diesen lustigen Stehsaum näht. Jetzt krabbel ich noch in den Keller und hänge den Stoff für meine Quiltrückseite zum Trocknen auf die Leine, dann ist Feierabend. :)

Liebe Grüße
daisy

Alles Liebe...

...für mein Geburtstagskind des Tages:


Mutter schau, die Zeit verrinnt,
sie eilt in schnellem Schritte.
Jetzt wo Du 71 bist,
hab’ ich schon fast die Mitte.

Denkst Du noch an die Kinderzeit,
die unbeschwerten Spiele?
Heut’ haben Kinder „keine Zeit“ -
und oft auch keine Ziele.

Denkst Du noch an den ersten Kuss,
wie süß er war gewesen.
Wie lange das wohl her sein muss?
Ach, war das schön gewesen!

Denkst Du noch an den Traualtar
vor dem Du einst gestanden?
Wie feierlich die Hochzeit war,
wie zahlreich die Verwandten.

Denkst Du noch an das Mutterglück,
das einst Du hast empfunden?
Mit jedem Kind kam es zurück
von dem Du warst entbunden.

Denkst Du dann an die lange Zeit
bis groß die Kinder waren,
fürs Leben endlich dann bereit,
gewarnt vor den Gefahren?

Denkst Du noch an die große Freud’,
die jede Nachricht brachte.
‚Dein Enkel sei geboren heut’,
was Dich zur Oma machte?

Zwar bis Du heute nicht mehr jung,
doch dafür sehr erfahren.
Des Lebens Glück verleiht Dir Schwung
in noch so vielen Jahren.

Gedenke oft der schönen Zeit,
im Kreise Deiner Lieben.
Die Freuden der Vergangenheit,
im Herz sind sie geblieben.

Und dreht sich auch Fortunas Rad
und läuft die Uhr stets weiter,
so bleibe immer unverzagt
und stets gesund und heiter. 

Rosi Spielmann 


Aber nicht nur die Vergangenheit, sondern und auch erst recht Gegenwart und Zukunft halten reichlich spannende Dinge für dich bereit. Da du kaum zu bremsen bist, pass bitte einfach nur auf dich auf, während du die Welt aus den Angeln hebst... :)

Sei ganz lieb umarmt von deinem Küken!

Dienstag, 8. Januar 2013

"Selbsteinfassende" Kissenhülle mit Stehrand

Bevor ich euch zeige, was aus der Stoffstapelei vom letzten Post entstanden ist, erst einmal Willkommen zu einer weiteren Folge von "Nach Weihnachten ist Enthüllung". In diesem Fall Enthüllung der Verhüllung, der selbstbindenden.

Kulleraugen machen scheint in der Familie zu liegen, jedenfalls äußerte die Frau, die mir das Nähen beibrachte (liebe Grüße, Mutter!), den Wunsch nach einer Kissenhülle fürs neue Wohlfühlbett. Vielleicht Weiß mit etwas Grün oder Rosa, gern Blumenmuster. Ihr Wunsch war mir Nähbefehl. Und das kam dabei heraus:


Das Bett ist meins, das Kissen inzwischen bei Muttern. Dort führt es anscheinend ein ruheloses Leben, da es gern auch mal tagsüber im Wohnzimmer wohnen darf. Da hab ich wohl getroffen... :)

Die Stoffe dürften euch bekannt vorkommen, sie lungerten in meinem Schrank herum und warteten auf ihren Einsatz. Sie passen gut zu den grau gestrichenen Wänden und weißen Möbeln im neuen Kissendomizil. Die Neuentdeckung für mich war dabei das Nähen des Stehrands aus der Rückseite - genial einfach und schnell genäht. Auch schön daran: die Nahtzugaben verschwinden im Rand, so dass die Innenseite der Kissenhülle ordentlich aussieht und keine Nähte herumfusseln, die versäubert werden müssen. 

Von hinten sieht es dann so aus:


Hier hab ich dann gleich nochmal das Einnähen eines Reißverschlusses mit Besatz geübt - klappt mittlerweile richtig gut! Und natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, zum Absteppen der Quadrate und des Stehrands einen Zierstich meiner Maschine zu testen. Für Ambition 1.5 Besitzer: Nr. 52 - Antik-Quiltstich. :)



Und weil es so schön war, gabs für die liebste Freundin auch gleich noch eins. :)


Wieder sehr undaisyfarben, aber dafür mit der Lieblingsfarbe von Maus. 

Meine Kamera fand die Farben auch nicht so prima und gibt sie nicht ganz richtig wieder, aber Freunde des schwedischen Möbelhauses erkennen auch hier schätzungsweise sofort MINNA in dunkelrosa und den Baumwollsamt VENDELA in dunkellila. Fragt mich nicht nach der Stoffserie der neun Innenquadrate - das war mal ein charm pack, das aus einer Laune heraus den Weg zu mir fand. Und jetzt auch wieder weg. :)

Mutter und Freundin freuen sich über ihre Kissen, ich freue mich gerade sehr auf mein eigenes. - Wie schaut's, wollt ihr eine Anleitung für den Stehsaum oder gähnt ihr schon, weil ich fürchterlich lange gebraucht habe, um diese simple Methode zu entdecken?

Schlaft schön! :)

Samstag, 5. Januar 2013

(Patch)work in progress


... und was macht ihr heute? :)

Schönes Wochenende und liebe Grüße
daisy

Freitag, 4. Januar 2013

...seid ihr sicher?

Das habt ihr nun davon - eine hab ich noch...


Damit es nicht ganz so langweilig wird, Thea zur Abwechslung wieder als Kulturtasche, allerdings in der schmalen Version (also quasi die kleine Thea ohne Träger). Schrankinhaltreduzierfreundlich aus vorhandenem Kunstleder und Ikea-Stoff, dieses Mal EIVOR LEVA. Es lebe bunt! Einmal umdrehen bitte...


Die Rückseite... und falls ihr euch wundert, warum da überall diese lustigen Aktenklammern herumfliegen: die eignen sich prima beim Nähen von Kunstleder oder dickeren Materialien / reichlich Stofflagen, wenn man keine Stecknadeln verwenden kann oder möchte. Meistens möchte ich nicht.


Die Aktenklammern verwende ich, wann immer es geht - bei Thea zum Beispiel, um den Kunstlederboden und die Stoffseiten zusammenzuhalten, wenn ich die Teile zusammenfüge. Oder um die Seitennähte von Innen- und Außentasche genau aufeinander zu fixieren, während ich die Taschenteile unter der Nähmaschine durchjage (den Rest stecke ich erst gar nicht, da treffe ich auch so, aber an den Nähten möchte ich es ganz genau haben). Oder wie hier, um die Wendeöffnung zu fixieren, während ich sie mit Matratzenstich schließe. Tolle Teilchen!

So, das waren sie aber nun vorerst, die Thea-Taschen, sonst haut ihr mir doch noch ab. - Griselda, wann gibt's den nächsten Schnitt von dir? :)


...und da mich gerade eine Kurznachricht ereilte, dass ein Päckchen von mir seinen Zielort erreicht hat, hab ich bald etwas anderes für euch. Macht auch Spaß! 

Bis dahin drehe ich mich aber wieder um und lege mich zum Miezekatz - vielleicht hilft Pfoteauflegen gegen Kopfweh?

Liebe Grüße
daisy





Mittwoch, 2. Januar 2013

Thea, wir fahr'n nach Norderney

Aus der Kategorie "heimlich genähte Weihnachtsgeschenke - die Enthüllung":

Thea.
Als Kulturtasche.
Ja, noch eine. 
Langweile ich euch schon damit?
Ich nähe sie doch so gern...

Dieses Mal in der Variante für Freunde der eher gedeckten Farbwahl, dafür motivmäßig maritim motiviert. Genäht unter wechsel- und wahlweise formulierten Ausrufen "ohwasistdasfüreinhübschesKunstleder" und "ochwirddieschööön". Hatte ich erwähnt, dass ich im Nähzimmer manchmal in Entzücken über die entstehenden Dinge ausbreche? Bei diesem Modell war das durchaus der Fall - auch das ist "daisylike".

Thea von vorn.
Thea von hinten.
Theas Innenleben.

  • Schnitt: Thea von griselda/machwerk
  • Stoff  für den Taschenkörper: "Benzy Skepp" (55% Leinen, 45% Baumwolle, Ikea), Kunstleder in Antik-Optik
  • Stoff fürs Futter: Outdoor-Stoff aus einem buttinette-Reste-Paket
  • Verstärkung: diverses Vlieselinen und -ofixe, Thermolam (was der Schrank hergab und sich für mich gut anfühlte)
  • Kleinkram wie Paspel, Magnetverschluss aus dem Fundus

Weshalb ich das so aufliste? Weil ich mich mal wieder mit der Textilkennzeichnungsverordnung beschäftige. Die Theorie habe ich verstanden (so grob zumindest), aber wenn ich mir die für meine Nähobjekte durchaus repräsentative Zusammenstellung der Materialien bei dieser Thea so anschaue (Schrank auf, hineingreifen, kombinieren, losnähen), weiß ich eigentlich nur von einem Stoff sicher, welches Ausgangsmaterial verwendet wurde. Und dann? Wie macht ihr es, falls ihr eure Werke verkauft - kauft ihr nur noch mit "Herkunftsnachweis", ratet ihr euch durch oder näht ihr nur noch Handytaschen, weil die klein genug sind, um durchs Raster zu fallen? Und da die Gewichtsanteile angegeben werden sollen - schneidet ihr die Teile zu und legt sie dann nach Material sortiert auf die Waage? Da müsste ich ja auch noch die Leinen- und Baumwollanteile anteilmäßig aufs Gesamtgewicht aufteilen... Mache ich mir zu viel "Kopf" und ist es gar nicht so kompliziert? 


Wie gut, dass ich dieses Thea-Teilchen in gute Hände verschenkt habe - so muss ich gar nicht darüber nachdenken. :)

Dienstag, 1. Januar 2013

52 Dinge in 2013 - heute: wir nähen Knöpfe an

Frohes Neues! 

Seid ihr alle gut in 2013 angekommen und seid gespannt, was das Jahr für uns bereithält? Ich schon... nach einem tollen Silvester bei und mit lieben Freunden habe ich den Nachmittag etwas angemüdet, aber durchaus entspannt auf dem Sofa verbracht, im Kalender blätternd, den ein oder anderen Termin eintragend, vorfreuend und planend. Dann habe ich mich von den immer mal wieder auftauchenden Auflistungen "101 Dinge in 1001 Tagen" inspirieren lassen und mir meine eigene Übersicht erstellt, um meine ausufernden ichwolltedochschonimmermal...-Ideen zusammenzuhalten. Nach kurzem Durchzählen landete ich bei 52 Punkten - und nannte meine persönliche Liste kurzentschlossen um in "52 Dinge in 2013". Macht im Schnitt wöchentlich eins. Manches davon geht bestimmt schnell (Stühle neu beziehen), anderes (Organisieren meines Nähzimmers) scheint eher eine Lebensaufgabe zu werden... Mit den Details will ich euch nicht langweilen, verspreche aber, dass ich Ende des Jahres meine Bilanz offenlege. ;)

Und weil es so schön ist und ich dafür das Sofa nicht verlassen muss, fange ich gleich noch mit Punkt 1 an - neue Knöpfe an den Mantel nähen.

Ein weiterer Punkt meiner persönlichen Wunschliste für 2013: meine Kamera kennenlernen und tolle Bilder damit machen. Scheint mir dringend notwendig zu sein... :)
Diesen Mantel trage ich schon den zweiten Winter und ärgere mich ebenso lange darüber, dass die Originalknöpfe ständig abfallen. Sie sind zwar schick, jedoch scheinen die Metallstege so besch...euert scharfkantig zu sein, dass ich jeden einzelnen Knopf gefühlt etwa fünfmal neu angenäht habe. Egal ob Nähgarn oder Zwirn - in kürzester Zeit verkündet ein verräterisches metallisches Klingklöng in Bodennähe, dass sich wieder einer der Knöpfe trotz Anker losgerissen hat. Neue Knöpfe zu besorgen hat nur etwa ein Jahr gedauert, seit Anfang Dezember liegen sie hier... und befinden sich am Ende des Abends hoffentlich alle brav an meinem Mantel. Ich bin dann mal ganz tapfer.

Morgen geht der Arbeitsalltag wieder los, dann beende ich auch mein Blog-Atempäuschen und das Getüdel geht weiter. Ich freue mich darauf, bei euch wieder ausgiebig zu stöbern und mit euch zu nähen, zu häkeln, zu stricken und zu basteln, was das Material hergibt. :)

Liebe Grüße und alle guten Wünsche fürs frische Jahr
daisy