Donnerstag, 28. Februar 2013

Nördernee? Ach bitte, doch!

Immer wieder! Gerne! Bin zurück - darf ich wieder hin?


Frisch durchgepustet, durchgefroren, durchgewärmt, durchmassiert, durchgefüttert und tiefenentspannt melde ich mich zurück. Heimlich schaue ich schon wieder sehnsüchtig in den Kalender, wann der nächste Nordseeurlaub... aber erst einmal darf ich mich meinem noch nicht ausgepackten Rucksack widmen. Der heutige Tag war mit Izzy kraulen, schmusen und streicheln ausgefüllt - zum Glück hat die Einzelprinzessin vor Freude über meine Rückkehr glatt vergessen, dass sie eine Katze ist und eigentlich vorhatte, beleidigt zu schmollen und mich zu ignorieren. Stattdessen hatte ich sie genüsslich schnurrend auf, neben oder auch mal versuchsweise halb unter meinen Beinen. Gegen diese Begrüßung konnte ich nichts einwenden, denn ab morgen parkt sie bestimmt wieder lieber auf ihrer Sofaseite. Deshalb nur kurz ein "Moin!" für heute. Sobald ich mich auf dem Sofa wieder häuslich eingerichtet habe, schaue ich bei euch in Ruhe vorbei. Bis dahin habe ich auch alles ausgepackt - ich habe euch etwas mitgebracht...

Liebe Grüße und schätzungsweise bis zum Wochenende

Montag, 18. Februar 2013

Zieht euch warm an...

...denn ich habe etwas mit euch vor.

Dank Grippe bin ich in Zeitverzug, so habe ich es nicht mehr geschafft, vor dem Urlaub alles fertigzubekommen. Insofern muss ich euch und mich auf "danach" vertrösten - denn ich habe doch etwas für euch vorbereitet... 

Bei mir ist jetzt Endspurt angesagt, also verabschiede ich mich schon einmal für ein paar Tage von euch - Ende des Monats bin ich wieder da. Und wenn ihr dann noch da seid, schaut doch wieder vorbei - vielleicht bringe ich euch ja etwas mit...? :)


Habt eine tolle Zeit und lasst es euch gut gehen!

Liebe Grüße

Freitag, 15. Februar 2013

Kreativität von Grippekranken - was Anfang der Woche geschah

Wochenende! Und - noch schöner: Urlaub! Herrlich! Bevor ich mich den Vorurlaubsreiseaktivitäten hingebe (Wohnung aufräumen, durchwischen, Wäsche sortieren, Koffer packen), zelebriere ich das Freitagsgefühl noch einen Moment lang.

Was wirklich gemein ist, wenn man krank ist: man hat theoretisch total viel Zeit, um etwas zu tun, was man sonst nicht macht. Doof nur, dass man krank ist und gar nicht fähig ist, irgend etwas zu machen - ansonsten wäre man ja nicht zu Hause und könnte die Dinge nicht tun, die man so auch nicht tun kann. Ganz einfach, oder? 
Irgendwann erreicht man den Punkt, an dem man zumindest einfache Tätigkeiten wieder ohne größere Unfälle durchführen kann. Nähen gehört nicht dazu (fragt meine Tonne - ich hab es versucht, aber logisches Denken war gerade aus...), das Stricken rechter Maschen war aber unter höchster Konzentration und nach Zusammenkratzen des Rest-Hirns möglich. Und Bilderbücher schauen sowieso. Das sah bei mir dann so aus:


Links im Bild meine drei neuesten "Bilderbücher" (gemeingemeingemein - kann man ein Sabbatical eigentlich auch fürs Nähen einlegen?), belagert von dem Paar Socken, das am 11. Juni 2011 auf meinem Blog zum ersten Mal Erwähnung fand. Ähem. Silke, sagte ich nicht etwas von Lahmschnecke? Wobei - so ganz stimmt das nicht, fürs Paar davor habe ich nur drei Abende gebraucht... Der dort oben dokumentierte Zustand hielt allerdings in einer Art Stasis bis zur letzten Woche an, dann verpasste ich der verwaisten Wolle ein paar energische Maschenrunden und habe nun zwei neue Urlaubsbegleiter. Warum das so lange gedauert hat? Keine Ahnung - da war wohl etwas dazwischen gekommen... (der Schaft gefiel mir nicht wirklich und ich konnte mich nicht zwischen Aufribbeln und Weiterstricken entscheiden).

Rechts im Bild die Wollreste von diesem und zwei weiteren Sockenpaaren. Bisher kann ich mich noch nicht überwinden, bei der Spitze anzufangen und nach oben zu stricken, insofern bleibt immer Restwolle. Die unmotiviert hier herumlümmelte - zum Wegschmeißen zu schade, aber was mache ich nur damit... Angesteckt von Anettes grippalen Aktivitäten kramte ich solidarisch eine Anleitung heraus (LandLust 4/11) und begann zu häkeln. Die lustigen Wollkorkenzieherlockenäquivalente lassen sich mit etwas Wohlwollen formieren zu diesem hier:


Einen Kranz aus Jeans-Stoff habe ich nämlich noch - und dazu passen die Restsockenwollrosen ganz gut, finde ich.

Fazit: ein UFO beseitigt und prompt durch das nächste ausgetauscht. Ich packe die Restwolle mal ein, auf der Fahrt habe ich bestimmt reichlich Zeit für so einen Tüdelkleinkram...

Was noch? Ach ja, Valomea wollte noch Detailfotos des Quilts nach dem Waschen - hier, für dich:


Und noch mehr Detail:


Quilt ließ sich problemlos bei 30°C Feinwäsche waschen, trocknete brav und relativ rasch vor sich hin und sieht jetzt einfach nur aus wie ein ungebügelter Baumwollquilt. Was ich schön finde: der Stoff/die Füllung plustert sich dennoch minimal neben den Nähten auf und wirkt so insgesamt etwas plastischer - ungewaschen war die Fläche sehr einheitlich. Größenmäßig ist gar nicht so viel passiert - insgesamt hat das Teil in Länge und Breite nur jeweils etwa 2-3 cm eingebüßt. Was ich allerdings auch der Tatsache zuschreibe, dass die Stoffe vorgewaschen waren.

So, und weil ich eigentlich noch eine Kleinigkeit für euch vorbereiten möchte, damit euch nicht langweilig wird, während ich es mir woanders gutgehen lasse, entschuldigt mich jetzt bitte - und habt einen guten Start ins Wochenende!

Liebe Grüße

Mittwoch, 13. Februar 2013

Value quilt - Unwrapping

So - das war's. Nach tagelangem Probekuscheln unter Extrembedingungen habe ich mich heute wieder herausgeschält und das Teilchen kurzentschlossen auf den Balkon gehängt.  

Sicher wäre mir ein aufregenderer Ort eingefallen (wo die Bilder sicherlich auch besser geworden wären, da das spontan aufblitzende Sonnenlicht dann die Vorderseite getroffen hätte und nicht von hinten durch die Brust ins Auge... - ach ja, ich wollte mich ja nicht mehr rechtfertigen), aber das hätte meinen Bemühungen, den Perfektionismus mal abzustreifen und "einfach mal zu machen", nicht gerade entsprochen. - Ok, ich fange nochmal an:

Und das hier ist er nun in voller Größe - mein erster eigener Kuschelquilt!

Ich sag ja - die Sonne von hinten... ach, ich wollte ja nichts mehr sagen. Hmpf.

Bilder von der Rückseite gab's auch, aber die waren noch... sonniger... erahnen könnt ihr sie hier:


Leicht melierter daisyfarbener Baumwoll-Stoff (wie heißt der Stoff, die eine glatte, leicht glänzende Oberfläche hat und kaum knittert beim Waschen?), gepaart mit einem Streifen aus einem einfachen Baumwollstoff in dunkel-daisyfarben mit unregelmäßigen Punkten (auch bekannt als irgendwelche-Vorhänge-vom-Möbelschweden-die-aus-dem-Sortiment-flogen-und-deshalb-günstig-waren). Letzteren habe ich auch als Binding verwendet - und ja, natürlich habe ich das auf der Rückseite brav von Hand angenäht. 

Auf dem Bild ebenfalls zu erahnen: gequiltet habe ich einfach um diese diagonalen Quadrate herum im Nahtschatten. Natürlich hatte ich auch da große Pläne, aber ganz ehrlich - vor lauter Planen setzte das Top schon etwas Staub an. Bei der Vorderseite wäre jegliches Quiltmuster schätzungsweise untergegangen - und ich wollte endlich kuscheln!


Ein paar zusammenfassende Daten gefällig?
  • Größe: (momentan) 148 x 185 cm. Momentan, weil ich das Vlies dann doch nicht vorgewaschen habe - ich war zu neugierig auf den "Schrumpel-Look". Deshalb landet das Teil gleich auch im Schonwaschgang in der Maschine - ich bin total gespannt, was dabei herauskommt (in mehrfacher Hinsicht).
  • Stoffe: alle Baumwollstoffe, die der Fundus hergab (das war zu meiner großen Überraschung eine überschaubare Anzahl - hey, ich sollte mehr Stoffe kaufen!) und der Inhalt eines ganz großen Päckchens von Arctopholos (anmeinHerzdrück!). Insgesamt entstand das Top aus 320 Stoffquadraten, die jeweils verpaart und sofort wieder mittig getrennt wurden - macht also 640 Dreiecke, je zwei aus dem gleichen Stoff. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn es gab mehr Stoffstückchen als Ecken im fertigen Top - da mag der ein oder andere Stoff vielleicht auch nur einmal auftauchen.
  • Vlies: dank eurer Beratung entschied ich mich für ein Baumwollvlies mit der Nummer 275 von Freudenberg. Ein toller Tipp, ich danke euch! Ließ sich gut verarbeiten, war leicht zu quilten und das "Ungetüm" war erstaunlich handlich, da war noch ein bisschen Luft unter dem Arm der Nähmaschine. Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Die Decke fühlt sich sehr angenehm an, ist nicht zu warm und lässt somit auf Kuscheln auch noch im Frühjahr hoffen.
  • Zusammenfügen: Nadeln, Heften, Spray - ich habe wenig traditionell, aber sehr pragmatisch die Sprühklebervariante (temporärer Kleber, 505) getestet. Mit Erfolg - ich war erstaunt, wie einfach das ging, habe meine Erfahrungen vom Bücherfolieaufkleben auch beim Aufdembodenherumkrabbeln einsetzen können und hatte keinerlei Probleme beim Quilten. Da rutschte nichts, da löste sich nichts, da störte nichts, es klebte nichts irgendwo anders fest - super! Netter Nebeneffekt: es ging auch noch relativ schnell, so dass ich fertig war, bevor kleine neugierige Katzen mal nachschauen, ob zwischen den Lagen nicht vielleicht doch noch ein Mäuschen...
  • Quilten: wie schon erwähnt - ganz einfach im Nahtschatten. Und auch beim Garn entschied ich mich für ganz normales (gutes) Nähgarn in - na? - klar, daisyfarben. Vorn sieht man es eh nicht, hinten passt es farblich zum Stoff und lässt nur bei dem dunkleren Streifen die Nahtlinien als Muster erkennen. Was echt hübsch aussieht.
  • Binding: Meine einfache Streifenbreite betrug 7,5 cm, ich habe sie - ich gestehe - gerissen statt geschnitten. War perfekt. Dann nochmal schnell bei Anette nachgeschaut, wie das mit den Ecken ging - und meditative sechs Stunden an zwei Abenden später war es auch schon dran. Gäääähn.....
Dann noch schnell Valomeas Tipp beherzigt und die Rest-Quilt-Fäden auf die Rückseite gezogen, verknotet und dann - ja, ich war sehr brav - ins Innere des Quilts wegversteckt und - fertig! Losfreuen! Hüpfen! Springen! Quietschen! - Ok, fertig war ich kurz danach auch - perfektes Timing, kurz vor der Grippe das Teil noch fertigzumachen. Sonst wäre es aufgrund des Klebers schon viel früher in der Waschmaschine gelandet - man riecht und fühlt nichts davon, aber lieber ist es mir schon, wenn er jetzt rausgewaschen wird. Dann darf das Teil wieder hier hängen...


Neugierige Miezekatze - was macht das Personal denn nun schon wieder?
Ganz schrecklich nur - während des meditativen Randannähens sind mir so viele tolle Ideen gekommen, was ich gern als nächstes nähen möchte - ich fürchte ich bin quilt-infiziert. Deshalb:

 Schlaf ruhig weiter, kleine Miezekatze - ich bin beschäftigt...


Liebe Grüße