Samstag, 30. März 2013

Oster(eierfarben)socken

Nein, ich bin nicht unter die Färber gegangen - auch wenn ich gerade bei Tanni gesehen habe, was man mit Getränkepulver so anstellen kann. Stattdessen versuche ich gerade tapfer, meinen Wollvorrat zu dezimieren, damit ich irgendwann einmal auch Platz für Neues habe. Meine zweite Holden Shawlette ist fertig und wartet nun aufs Spannen, in der Zwischenzeit zog ich einen vergessenen Zauberball (Crazy Zauberball Wolke 7) aus der Wollkiste. Stellte meinen Geisteszustand beim Einkauf in Frage (wann bitte hatte ich diese Lila-Phase?!?) - und strickte dennoch stur drauflos. Das sieht dann unter Verwendung des Musters Nutkin so aus:

An Ostereiern würde ich die Farben noch gut finden, aber an meinen Füßen?

Sag ich doch - es gab anscheinend mal einen Zeitraum, in dem das daisy defekt war... kopfschüttel... was mache ich nur damit? - Schwesterchen, magst du sie, wenn sie fertig sind?

Allerdings erinnert mich das da oben ein bisschen an das diesjährige Ostern - uns ist nach Frühlingsfarben, aber die Wollsocken dürfen es bitte schon noch sein. Insofern passt ja alles, oder? ;)

Damit ihr nicht denkt, dass ich der Nähmaschine abgeschworen habe: hier sind in den letzten Tagen zwei Pakete mit Materialnachschub angekommen, außerdem hat es das Vlies aus der Oase heute auch noch zu mir geschafft. Ein Schnittmuster lockt auf dem Nähtisch und meine bunten Baumwollstoffe türmen sich gerade auf der Kommode. Die Stoffrestekiste steht neben mir auf dem Sofa und wird fleißig durchwühlt, die Ersatz-Rollklingen liegen bereit... und ich habe für zwei "Herzensprojekte" noch zwei Wochen Zeit. Ratet mal, wo ihr mich über die Feiertage findet...

Ich wünsche euch tolle Osterfeiertage und reichlich Sonnenstrahlen, die vielleicht zumindest die Nasenspitze wärmen!

Seid lieb gegrüßt

Dienstag, 26. März 2013

Dezentrales Nähkänzchen mit Valoma - ohne Valomea, mit Judy und ohne Daisy

Hallo liebe Dienstags-Nähkränzchen-Beobachter,

hatte ich gestern noch angekündigt, dass ich heute alles aufholen werde, was Valomea und Judy schon fertiggestellt haben? Und ich hatte mich schon so gefreut, dass Judy es auch alleine mit mir aufnehmen möchte, das dezentrale Nähkränzchen. Doch erstens kommt es anders...


Nein, ist nichts passiert, keine Sorge. Ich bin nur gerade erst nach Hause gekommen und stehe vor einer langen Liste an Dingen, die heute noch erledigt werden wollen. Unter anderem die Zubereitung des morgigen Mittagessens für die Kolleg(inn)en - und mit der Ankündigung von Rote-Bete-Tarte habe ich mir wohl selbst ein Bein gestellt, habe aber auch nicht daran gedacht, dass ich die am Dienstag Abend schon vorbereiten muss (inklusive Auftreiben von roter Bete - das gelang mir  erst im dritten Laden). Ich verschwinde also erst einmal in der Küche zum Teig kneten, Käse reiben, rote Bete vorbereiten und - wo hab ich eigentlich das Rezept hingeworfen? Nebenbei habe ich Hunger, will duschen und sollte dringend Wäsche waschen. Bis ich an die Nähmaschine komme, ist der Abend vorbei... und ganz ehrlich - unter Stress daran zu nähen macht auch keinen Spaß, oder? Manchmal geht einfach nicht alles auf einmal... (ach ja - Atmen nicht vergessen!)

Seid also bitte ganz arg nachsichtig mit mir, ich bin zutiefst betrübt, habe bei Judy auch schon Abbitte geleistet und hoffe, dass ihr mich nicht allzu arg ausschimpft. Schnuff.

Liebe Grüße

Montag, 25. März 2013

Wiederholungstäterin

Fragt nicht, was mich da geritten hat - ich erwischte mich am Freitag beim Griff in mein Wollkörbchen. Dabei blieb es nicht - bis heute hat sich das dann so entwickelt:

Noch 8 Reihen bis zum Abketten

Wie konnte das nur passieren? Normalerweise fällt es mir sogar bei Socken schwer, das Zweitexemplar anzufertigen ("ich hab doch schon einen fertig - der zweite ist so langweilig..."). Erste Erklärungsansätze: ich stricke mir Mut an - zum einen fürs morgen fällige Dezentrale Nähkränzchen mit Valomea (ohne Valomea, dafür aber hoffentlich mit Judy), zum anderen für die nächsten größeren Nähobjekte, die in kürzerer Zeit fällig werden. Oder hat mich der Stricktuchvirus befallen? :O

Falls mich jemand sucht - ich bin auf dem Sofa... (gute Ausrede für die Totalverweigerung, dieses länger als notwendig zu verlassen).

Habt einen guten Start in die neue Woche,
liebe Grüße

Mittwoch, 20. März 2013

42? Don't panic (and carry a towel)! [Summertime Tasche]

Wer bei dem Titel schon wissend nickt, hat seinen Anhalter gelesen. Wer fragend schaut, dem helfe ich wahrscheinlich auch nicht damit weiter, dass 42 die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und den ganzen Rest ist - die Frage selbst aber über die siebeneinhalb Millionen Jahre Rechenzeit hinweg vergessen wurde. Oder mit dem Hinweis, dass die Mäuse die Weltherrschaft besitzen. Oder dass der gefräßige Plapperkäfer von Traal immer noch ein angenehmerer Weggefährte ist als ein Vogon - insbesondere, wenn dieser Gedichte zitiert. Wer jetzt noch fragender schaut, dem sei die Lektüre von Per Anhalter durch die Galaxis empfohlen - alle, auch der fünfte Band der vierbändigen Trilogie von Douglas Adams sind für Freunde des skurrilen Humors durchaus lachmuskeltrainierend. Lasst aber die Finger von den Filmen - die gehen gar nicht.

Alle anderen dürfen schon einmal schauen und mutmaßen, was dieses Kulturgut mit dem Nähen einer Tasche gemeinsam hat und wie es dazu kam, dass in einem fernen Land fernab von unserer Zeit (also Finnland) jetzt dieses Modell hoffentlich fröhlich durch die Gegend getragen wird (da sie es mittlerweile in Händen hält, darf ich es jetzt auch zeigen):


Für Menschen, die das tatsächlich wissen wollen und sich immer noch fragen, was das mit einem Handtuch zu tun hat, erkläre ich das gern am Ende dieses bestimmt länglichen Posts. Für alle, die an den harten Fakten interessiert sind, gibt es hier erst einmal die Basis-Infos.

Schnitt: Summertime Tasche groß von Christine Lecker, erhältlich bei Farbenmix
Stoffe: Ikea (Außenstoff: Meterware (mony, hilf mal mit dem Namen?) SUSANNA (danke, mony!), Innenstoff: Vorhang (ebenfalls nicht zuzuordnen - dicker Stoff und riesige Metallösen)
Gurtband: Internet (Shop kann ich aber nicht weiterempfehlen, deshalb namenlos)
Träger: Kunststoffseil aus dem Baumarkt

...und diverser Kleinkram - etwas dazu noch später. Mehr Bilder? Dann zeige ich euch auch gleich die Änderungen, die ich vorgenommen habe. Schaut mal...

Gurtband mit Pfötchenabdrücken - weil die neue Besitzerin einen supersüße und gaaar nicht verfressenen Hundedame an ihrer Seite hat.
Statt der vorgesehenen Stofflaschen habe ich welche aus Gurtband geschnitten, zunächst einzeln zusammen- und dann noch jeweils gut am Stoff festgenäht, damit auch ein nasses Handtuch keine Zerreißprobe darstellt. Auch schon zu erkennen ist der Verschluss - statt vorgesehener Lasche zum Überschlagen mit Druckknopf habe ich einen Steckverschluss mit dem Gurtband angenäht. Ebenso wie die Stoffauswahl betont das im Vergleich zu den Designbeispielen eher den Outdoorcharakter und passt so besser zum frischluftfanatischen Wandergeburtstagskind. - Wagen wir einen Blick ins Innere?


Noch tiefer?


Statt offener kleiner Innentasche habe ich eine Innentasche mit Reißverschluss eingenäht, damit die wichtigen Dinge sicher verstaut sind und nicht beim lässigen auf-die-Wiese-werfen herausfallen. Für den Tragegurt (der outdoormäßig im Baumarkt geshoppt wurde) war eine einfache Stoffverstärkung vorgesehen, mit der beide "Träger" zusammengenäht werden. Das habe ich auch noch modifiziert...


...und eine Lasche mit Klettverschluss improvisiert, wie sie zum Beispiel auch bei Reisetaschen zu sehen ist. An einem Träger ist sie festgenäht, der andere liegt lose in der Lasche. So können die Träger auch voneinander getrennt werden und die Tasche einfacher be- und entladen werden. Bei der Gelegenheit - Klettverschluss ist nicht mein Freund. Noch lustiger war das Annähen des Labels mit Zierstich von oben mit dem Klettverschluss darunter. Zaubertricks zum Aufnähen von Klettband ohne Stichausfall werden gern hier entgegengenommen.


Das Motiv ist mir in den Weiten des Netzes begegnet - das habe ich zunächst seitenverkehrt ausgedruckt, mangels Kopierpapier die Rückseite dann mit Bleistift schraffiert, auf das Schutzpapier einer Buchfolie gelegt und auf der Druckseite die Buchstaben nachgemalt. Dann heldenhaft die Buchstaben und das Logo herausgeschnitzt, die Folie auf den Stoff geklebt und die Buchstaben mit Stoffmalfarbe ausgemalt. Ja, ich habe das Geburtstagskind wirklich lieb!


Schön finde ich auch den Verlauf der unregelmäßigen Streifen des Stoffes an den Seiten. Um das Foto auch noch unterzubringen. Und - falls ihr euch erinnert - da war doch noch etwas mit einem Osterei...?


"Das da" ist rund und zeigt den Taschenboden nach dem Festnähen auf der Innenseite des Außenstoffes. Hierfür sollte Schabrackeneinlage verwendet werden - hatte ich aber nicht hier und fand auch keine Zeit für einen Ausflug in die nächste Großstadt. Was ich aber hatte: zwei Lagen Markisenstoff, mit Vliesofix aufeinander- und auf den Außenstoff gebügelt. Ich wusste doch - irgendwofür wird der Spontankauf von seltsamem Material mal gut sein... Vorgesehen war danach kreisförmiges Feststeppen - das konnte ich mir bei dem Muster aber so gar nicht vorstellen. Deshalb habe ich von der rechten Seite den Musterstreifen folgend und farblich einigermaßen passend ein paar Zickzacknähte gesetzt. Da!


Na? Gefällt sie euch? Mir schon - was natürlich doof ist, denn ich will jetzt auch so eine.

Und um sie der Aufschrift gemäß probezutragen, habe ich für die Fotos natürlich auch ein Handtuch hineingeworfen. Dieses hier: 

Mein Handtuch aus Kindertagen! Das trage ich seit Jahrzehnten mit mir herum - ist es nicht niedlich? ;)

Soviel zur Antwort, für die definitiv keine siebeneinhalb Millionen Jahre nötig waren, bis sie entstand. Könnt ihr euch die Frage dazu schon denken?

"Was schenken wir Heike zum Geburtstag? Und wie alt wird sie eigentlich?"

Der Rest war ein Selbstläufer...


Seid lieb gegrüßt und habt immer euer Handtuch dabei! :)

Dienstag, 19. März 2013

Dezentrales Nähkränzchen mit Valomea: Sulky BOM Block 3

Es geht wieder los - Dienstag, der Tag des Dezentralen Nähkränzchens mit Valomea. Diese hat natürlich bereits ihre Stoffe fein säuberlich ausgesucht und beginnt zielstrebig und -führend mit Block 3 des Sulky BOM. Nicht, ohne vorher noch in den Raum zu werfen, dass ich bestimmt einen genauen Plan habe. Valomea, wie meinst du denn das jetzt? Klar habe ich einen Plan...


...GEHABT! Denn aus mir völlig unerklärlichen Gründen verselbständigt sich meine Vorauswahl, sobald ich loslegen will. Oder sobald ich sehe, welche Größe die Nähmaschine, die heute unter die Nadel kommen soll, tatsächlich hat. Von fein säuberlich aufgestapelten Stoffen bin ich weit entfernt. Seit geraumer Zeit tauche ich in meinen Schränken ab und auf und hoffe, genau diesen einen Stoff zu finden, der mir spontan in den Sinn kam und von dem ich ganz genau weiß, dass ich ihn habe - nur nicht wo. Insofern - wünscht mir Glück, ich tauche wieder ab...

Bis später. :)

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20:31 Uhr: Hab ihn gefunden. Wirkt aber nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Werfe nochmal alles über den Haufen (oder auf den Haufen?). Bin bügeln.
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21:19 Uhr: Och nööööö..... heute läuft es aber so gar nicht. Meine Entscheidung zum Hintergrund habe ich noch bis jetzt hinauszögern können, indem ich erst einmal den Nähmaschinenkörper aus einem Rest meiner Kuschelquilt-Rückseiten-Stoff-Vlies-Lage schnitt. Zunächst mit Nahtzugabe, dann habe ich beim Vlies diese zurückgeschnitten und den Oberstoff um die Kante gebogen und geheftet. Damit wäre bewiesen: planloses Vorgehen beherrsche ich heute prima, hoffe aber dennoch, dass ich das Teil so auf die Grundlage applizieren kann. Die ersehnte Erleuchtung, was die Hintergrundstoffentscheidungsfindung betrifft, blieb allerdings bisher aus. So stecke ich gerade hier fest:


Zunächst sei darauf hingewiesen, dass die Nähmaschine (hö hö) nicht hellblau, sondern quietschtürkis ist. Was ebenso beweist, dass ich den Blitz der Kamera noch nicht beherrsche. - Zurück zum Kernproblem - unter das Maschinchen habe ich mal ein paar der vorhandenen Stoffe gelegt. Meine Überlegungen:
  • Bäumchenstoff links: gibt der einfarbigen Maschine einen auffälligen Hintergrund und lässt noch reichlich Spielraum für die Umgebungsstoffe, die da mal drumherumkommen. Allerdings wirds auch schnell unruhig und die Bäumchen sind eigentlich zu groß für diesen Zweck.
  • Zweiter von links: dieser in sich sanft gemusterte Stoff hat - nicht erkennbar - Katzenpfotenabdrücke in zwei Farbtönen als Motiv. Grundsätzlich wollte ich den für etwas anderes verwenden, außerdem ist das in Kombination mit dem ebenfalls nur Ton in Ton melierten Maschinchen so - undaisymäßig?
  • Mitte: Blümchenstoff in orange-braun (aus Anettes Stoffrotation). Hat etwas von Retro-Tapete. Finde ich süß, aber eigentlich bin ich sehr zögerlich - der will bestimmt etwas anderes werden...
  • Zweiter von rechts: auch Blümchen. Hmpf.
  • Ganz rechts: nö. Geht gar nicht.
.....zu Hilfe....... Meinungen?
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22:14 Uhr: Vielen lieben Dank, Mädels. Ihr bestärkt mich in der Auswahl. Ich bin jetzt aber ein Spielverderber und lasse es für heute gut sein - schlechtes Näh-Karma heute, ich mache gleich bestimmt noch was kaputt. Morgen fluppt es bestimmt von alleine. Stattdessen lasse ich mich gern von euch tröstend auf den Arm nehmen - gern auch wechselseitig. Ihr seid so süß...

So, und alle, die jetzt hier auf mehr Bilder hoffen, werden mit einem Stückchen Schoki hinüber zu Valomea und Judy geschickt, die sich uns heldenhaft angeschlossen hat (yippie!) - schaut mal da, da gibts mehr zu sehen. :)


Sonntag, 17. März 2013

[Auslosung] Ich packe meinen Koffer aus und finde...

... Trudis heißgeliebtes, froschgrünes, zipfeliges Übershirt im Sonnensegelformat, Arctopholos' rotgrundig bunte Samt-Hotpants für Magermodels, Timeless' ersten gehäkelten Frosch, ihr Dalapferd mit den zu schmalen Hinterbeinen, ihre etwas breitgequetschte Eule und ein bis zwei Königshühnchen, Bettinas unter unfertigen kubanischen Futtersäcken begrabenen 24 Jahre alten Motorradhelm, Tannis Jeans für nicht-angelsächsische Magermodels, Silkes wunderschöne Omikleider samt schicker Pelzmütze und passender Handtasche zum blauweiß gepunkteten Rüschenkleid, Judys güldenen Stirnreif (wir wollen Fotos sehen!), Agnes' Schlaghose (ob die zu Judys Stirnreif passt?), Petruschkas „Schrumpf“-Hose, Petras Badetuch, das man nur mit geschlossenen Augen benutzen kann, monys Sesam-öffne-Dich-Kosmetikbeutel und Anettes scheußlich-schönen Kissenbezug aus farbintensivem Vintagestoff, für den sie ebenfalls das Tragen einer Sonnenbrille empfiehlt. -

Mädels, ihr seid großartig! Bitte nehmt euch einen Moment und lasst euch diese Bilder mal vor dem inneren Auge zergehen – virtuell haben wir uns alle in den Kostümfundus gekleidet und schwingen wahlweise die Hüften oder uns auf ein Motorrad, untermalt von dem aufgeregten Gacker-Wieher-Quaken der kleinen Tierherde und Judys „Kool and the Gang“-Sound – was für eine Party! :D Ich danke euch für diese herrliche Sammlung – ganz, ganz großes Kopfkino! :)

Da konnte ich mich kaum auf die Auslosung konzentrieren und musste auch zweimal nachzählen, damit ihr alle im richtigen Lostopf landet. Wenn ich alles korrekt zugeordnet habe, wollen Trudi, Timeless, Bettina, Tanni, Agnes und Anette gern das Tuch, während Arctopholos, Silke, Petruschka und Petra gern das Buch lesen möchten. Judy und mony waren unentschlossen – ich habe euch zu Buch (Judy) und Tuch (mony) geworfen, weil Judy einen durchaus ansehnlichen Umsatz von Lesestoff hat, während mony sich bisher lieber mit Stoff (ohne Lesen) beschäftigt. 

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In Zahlen bedeutete das in der Reihenfolge der Kommentierung der konkreten Wünsche und anschließendem Hinzuwurf der Unentschlossenen dieses hier:

Lostopf „Tuch“:
  1. Trudi
  2. Timeless
  3. Bettina
  4. Tanni
  5. Agnes
  6. Anette
  7. mony
Lostopf „Buch“:
  1. Arctopholos
  2. Silke
  3. Petruschka
  4. Petra
  5. Judy
Es folgte mangels zu gebrauchender Katze (da draußen naht der Frühling, das Kätzchen dreht durch) und mangels Licht für gute Fotos sehr pragmatisch eine unkreative, dafür aber zielführende, virtuelle Random-Auslosung – das Ergebnis sieht so aus:

Herzlichen Glückwunsch, Anette und Petruschka! :) 

Tuch (Anette) und Buch (Petruschka) gehen jeweils auf die Reise, sobald ihr mir eure Adressen geschickt habt.

Und für euch und alle anderen hier noch wie versprochen mein virtueller Kofferwurf, wenn ich denn hätte mitspielen dürfen:


Mein erster Blazer, damals mit Mutter, Eifer und Einsatz genäht. Und mit Schulterpolstern. Und lila Futterstoff. Ich war 12. Bei der Stoffauswahl hätte gern jemand mal aufschreien können – also vorher. Der Pulli ist doch auch schick, oder? Falls euch das nicht reicht, gäbe es aus der gleichen Phase auch noch mich mit Scorpions-T-Shirt... (Wie gut, dass ich das nicht kombiniert habe). Nähkästchenplauderstündchen beendet. :D

Kommt gut in die neue Woche (in der ich euch verrate, was es mit dem "Osterei" aus dem letzten Post auf sich hatte),

liebe Grüße

Donnerstag, 14. März 2013

Zwei Gründe warum es gut ist, dass der Winter noch einmal "Hallo" sagt

A....kalt! Brrr! Muss das denn jetzt noch sein? Um mir den erneuten Kälteeinbruch schönzureden: zwei Dinge gibt es, weshalb das zeitlich gerade doch ganz gut passt. Diese hier:


Von Agnes durch einen sogar in Klammern gesetzten beiläufigen Vorschlag gerettet ("oder mach Handstulpen daraus") wurde aus der unvollendeten und zum Aufribbeln verdammten Socke-für-Fersenlose aus dem Wollkörbchen ein Handwärmer, der schnellstens noch ein Gegenstück erhielt. Danke für diesen rettenden Einfall, Agnes!  :)

Fotos machen, wenn man mit einer Hand eine Kamera mit aufgesetztem Blitz balanciert und mit der anderen lustige Verrenkungen auf dem Untergrund vollführt, muss noch geübt werden.

Hier mal von der Innenseite - dort ist das aufwändige Blümchen durch ein einfaches Gittermuster ersetzt. Noch etwas knuddelig, die beiden, aber warm sind sie definitiv. Heute dürfen sie zu RUMS (das war auch das vorherrschende Geräusch des Nachmittags, als der Schnee vom Dach rutschte), morgen dann raus an die frische Luft - nach dem Tragetest unter Realbedingungen wäre ich aber auch gern sofortestens bereit für einen erneuten Frühlingsanfall. Bittebitte!

Bevor ich bei euch schaue, was ihr schon wieder Feines fabriziert habt, verschwinde ich wieder zu diesem hier - schon jemand eine Idee, was das wird? ;)



 Liebe Grüße

Dienstag, 12. März 2013

Dezentrales Nähkränzchen: beherzter Griff zur Schere

Und das in zweifacher Hinsicht, denn für meinen persönlichen Näh-Start des dienstäglichen Dezentralen Nähkränzchens mit Valomea zur Materialisierung eines hübsch-kitschigen Wandbehangs habe ich mich für BOM 2 entschieden - Schere und Maßband. Zur Realisierung habe ich allerdings erst einmal Rollschneider und Lineal angelegt. So sieht es momentan auf meinem Tisch aus:


Dorthin werde ich mich jetzt auch schnellstens wieder begeben, damit ich nachher noch Erfolge (oder Erkenntnisse) vorweisen kann. Valomea, bist du auch schon am Werk? 

Bis gleich... :)

"Gleich" sieht so aus:


Deutlich zu erkennen: ich hab auf das Applizieren von Hand gepfiffen. Die Schere habe ich aus Industriefilz zugeschnitten und mit Vliesofix aufgebügelt. Maschinenstickgarn rausgekramt und aufgesteppt. Maßband und Knöpfe sind noch lose - beim ersten weiß ich immer noch nicht, wie ich das denn jetzt unauffällig anbringe (ich tendiere zu ein paar Stichen mit der Hand), die Knöpfe werde ich wohl eher nach dem Zusammensetzen des kompletten Teils aufnähen, das zählt dann unter Extrem-Dekorieren oder so.

Ebenfalls deutlich zu erkennen: ich war Anleitungs-unkooperativ, was das Zuschneiden der bunten Stoffe für den unteren Rand angeht. Hier habe ich bunte Stückchen aus meiner Restekiste hervorgekramt und aneinandergenäht, wie sie gerade waren. Gefällt mir gut so. Auch wenn ich mich insgesamt frage, ob das am Ende unter Kitsch, Kindergarten oder Sarah Kay fällt... ;)

Jetzt schaue ich wieder bei Valomea vorbei, mal sehen, was sie gerade treibt...

Sonntag, 10. März 2013

Was ist lila und wiegt 39 Gramm?

Nein, kein angeknabberter Schokoladenhase in Rest-Verpackung. Ok, doch, vielleicht auch, aber ich meinte das hier:



Strickmuster: Holden Shawlette von Mindy Wilkes
Garn: Lacegarn, Merino mit Seide, Lauflänge 700m/100g, von mimy und die knitsbits
Nadelstärke: öh.... keine Ahnung - 5? 
Maße: ca. 120 x 50 cm
Gewicht: 39 g

Jetzt seid ihr platt, oder? Hattet ihr doch erwartet, dass dieses Teilchen nach dem letzten Wochenende traditionell für 5-12 Monate in der UFO-Kiste landet und Moos ansetzt. Tatsächlich ribbelte ich aber nach dem Post das Vormodell auf, drehte ein kurzes Blogründchen auf der Suche nach irgendeinem einigermaßen zur Färbung passenden Strickmuster und stieß auf dieses da. Zwar nicht für Lace-, sondern für Sockengarnstärke gedacht, aber das war mir erst einmal egal. Eine Woche später war es fertig, das Shawlettchen, durfte sich erst in einem warmen Bad ent- und dann auf meinem Bügelbrett in Form spannen. Und das ist es nun...


Wurde auch Zeit - zur Verdeutlichung hier noch einmal kurz die Historie:
  • 14. Mai 2012: Sichtung des Garns auf mimys Blog und spontanes Verlieben in selbiges. Die Gründe hierfür sind weiterhin unklar - das Garn ist wunderschön, aber die Farbe kann nicht ausschlaggebend gewesen sein. Muss an den Hormonen gelegen haben (immer ein beliebter Grund für "keine Ahnung, wieso das Habenwill zuschlug").
  • 17. Juli 2012: Aus dem Strang wurde ein Knäuel - und dieses angestrickt. Der erste Versuch war hier dokumentiert und sehr kurzlebig - es folgte gleich der zweite.
  • August 2012: In der Sonne am Bodensee wuchs Versuch 2 in Länge und Breite, mir allerdings nicht ans Herz. So verschwand mit der Sonnenmilch auch das Strickzeug in der Versenkung - bis zum letzten Samstag.
  • 2. März 2013: Versuch Nummer 2 erlag dem gleichen Schicksal wie Versuch Nummer 1. Es folgte Versuch Nummer 3 - und:
  • 9. März 2013: das Shawlettchen ist fertig!
Wer den Fehler findet, darf ihn behalten.

Falls ihr einen daisy-typischen Freudenausbruch erwartet - der bleibt dieses Mal aus. Zunächst einmal bin ich sehr erleichtert - ich hab es dieses Mal nicht wieder auf-, sondern durchgezogen. Das Teilchen ist fertig und für mein Erstlings-Lace-Werk gar nicht übel. Die Faszination des Lace-Strickens kann ich nun durchaus nachvollziehen - es ist schon spannend, wenn man zunächst ein unscheinbares Läppchen produziert, das nach dem Spannen tatsächlich ein Muster erkennen lässt und für seine Größe federleicht scheint. Auch bin ich dieses Mal bei der Kombination aus Garn und Muster durchaus versöhnt, denn nach den ersten beiden Fehlversuchen ist das hier in meinen Augen gar nicht verkehrt. Material wäre noch genug da - ich könnte glatt noch eins.... nee, lasst mal. ;)

Wieso diese Zurückhaltung? Weder Farbe noch Muster sind "meins", abgesehen davon bin ich gar kein Stricktuch-Träger-Typ. Zumindest nicht in so einer "verspielten" Variante. Das eigentliche UFO war nicht das Tuch, sondern das Garn. 
Klar bin ich jetzt froh (und ein bisschen stolz), dass dieses Teilchen fertig ist. Ich hab mich auch erst ganz am Ende verstrickt... ;) Nur - was mache ich jetzt damit...?

Ging es euch auch schon einmal so, habt ihr auch schon einmal etwas fertiggestellt, damit es fertig war und nicht, weil ihr es endlich "haben" wolltet? Was habt ihr damit gemacht? - Und falls ihr nicht wisst, wohin damit - werft es doch virtuell in mein Verlosungsköfferchen, da ist noch Luft drin. ;)

Luft ist jetzt auch wieder etwas mehr in meinem Wollkörbchen, beim zweiten UFO vom letzten Wochenende habe ich deutlich mehr Spaß. Weiter geht es. :)

Habt noch einen schönen Wochenend-Ausklang,
liebe Grüße

Dienstag, 5. März 2013

Dezentrales Nähkränzchen mit Valomea (worauf habe ich mich nur eingelassen?)

Yippie, es geht wieder los - das dienstägliche dezentrale Nähkränzchen mit Valomea! :)



Ich freue mich riesig darauf - gemeinsam haben wir die erste Herausforderung begeistert gemeistert, das kann ja nur wieder gut werden!

Dieses Mal habe ich mich von ihr anstecken lassen - ein schön(un)kitschiger Wandbehang soll es werden, wir nähen beim SULKY BOM 2013 mit. Moment - WIR nähen? Bisher näht nur Valomea, das dafür wieder sehr zielstrebig und sowohl mit Informations-, als auch mit Fortschrittsvorsprung. Sie hat ganz lieb auf mich gewartet und legt heute auch schon wieder entschlossen los. Ich würde gern ebenso zielstrebig hinterhernähen, aber ach...

Aufgabe 1: Ausdrucken der Vorlagen und Anleitung, soweit sie schon freigegeben ist. Erledigt. Immerhin.
Aufgabe 2: Bereitstellung des Materials. Und hier liegt der Hund im Gurkenbeet - oder so ähnlich. Denn...


...erkennt ihr meine persönliche Herausforderung? Die Stoffauswahl... links im Bild eine kleine Auswahl meiner Stoffreste (für die so ein Teilchen ja ganz gut geeignet sein sollte). Ok, hier wird sich sicherlich für die kleinteiligen Applikationen reichlich Material finden. Aber der Untergrund... Ihr kennt meine bisherigen Nähwerke - war etwas Pastelliges / Ungemustertes / Unauffälliges dabei? Seht ihr... und so stehe ich gerade noch etwas desorientiert am Anfang - der Startschuss ist gefallen, aber mein Schnürsenkel hat sich irgendwo verheddert - oder so ähnlich. Das ein oder andere Stückchen würde sich bestimmt noch finden, aber dann? Soll ja hinterher auch noch zusammen passen. Mache ich mir wieder zu viel Kopf? Und wo ist eigentlich der niedliche kleingemusterte (es gibt ihn, ich weiß es!) Blümchenstoff hin, den mir meine Mutter letztens schickte? Waaaaaaah!

Entschuldigt mich also, ich verschwinde wieder in dem Chaos, das ich liebevoll als Nähzimmer bezeichne. Falls ich nicht wieder auftauche, findet ihr mich in der Patchworkoase - ich brauche sowieso noch Vlies für ein demnächst fälliges Geschenk...


Update - reichlich ausgiebiges Wühlen später:

Nöööö, so schnell lasse ich mich nicht kleinkriegen! Stattdessen habe ich einen verkleinerten Stoffresteberg in eine andere Kiste geworfen - das sieht jetzt oberflächlich so aus:


Ob es dabei bleibt? Da ist noch nichts entschieden - schauen wir mal bei Tageslicht. In jedem Fall ist da ist noch reichlich Überraschung drin. Mal sehen, wie weit ich bis nächsten Dienstag damit komme...

Montag, 4. März 2013

Ich-packe-meinen-Koffer(-aus)-Verlosung

Liebe Leser, gebt fein acht...


...denn wie ich schon schrieb: ich habe euch etwas mitgebracht. :)

Zwei Dinge habe ich für euch: Zum einen etwas für den Urlaub, zum anderen etwas aus dem Urlaub.


Für den Urlaub gibt es etwas Lektüre - Fachlektüre für die Quilterin sozusagen... ;)

"Mordsquilt" von Manfred H. Krämer. Die Buchrückseite verspricht dieses hier:

Fünf Frauen - Fünf Tote.
Unfall? Selbstmord? Herzversagen?
Alle Fäden laufen buchstäblich in Bernardines Stoffstübchen zusammen!
Quilterinnen sind äußerst kreativ. Auch beim Beseitigen untreuer Ehemänner!

Ein rabenschwarzes, herrlich schräges Meisterwerk aus der Feder des Erfolgsautors Manfred H. Krämer.
Desperate Housewives meets Agatha Christie!

Das in dem Roman beschriebene Stoffstübchen gibt es übrigens wirklich. Dort könnte Ihnen unter Umständen auch das eine oder andere Vorbild für Krämers mörderische Quilterinnen begegnen. Seien Sie nett zu ihnen! (In manchen Dingen verstehen die Damen absolut keinen Spaß!)

Wo alle Fäden zusammenlaufen, sitzt entweder ein Gangsterboss oder eine Quilterin. Maurizia Klawuttke - Giftmörderin

Ergänzend kann ich hinzufügen, dass dieses Buch im Verlag Waldkirch Mannheim verlegt wird und der Autor selbstverständlich Mannheimer ist. Ich selbst hatte durchaus Spaß beim Lesen - und ich denke, ich verrate nicht mehr als schon auf der Rückseite, wenn ich sage, dass am Anfang jede der fünf Quilterinnen noch ihren Ehemann hat... :) (und natürlich bekommt ihr ein ungelesenes Exemplar!)


Aus dem Urlaub habe ich euch ein bisschen Urlaubsstimmung mitgebracht. Meine Idee, das auf Norderney ansässige Patchworkstübchen heimzusuchen und euch etwas auszusuchen, scheiterte an dessen begrenzten Öffnungszeiten (da saß ich grundsätzlich noch beim Frühstück). So habe ich für euch ein Geschirrtuch von Emma Ball Ltd "Oyster Catchers Tea Towel" mit durchaus urlaubsstimmungsförderndem Motiv ausgewählt. Halt, wartet, nicht gleich mit dem Nudelholz winken, das ist keine Frauen-an-den-Herd-Diskriminierung! Mir selbst habe ich es nämlich auch mitgenommen, das ist allerdings nicht in der Küche, sondern im Nähzimmer gelandet - da kann man doch bestimmt hübsche Dinge nähen...

Was auch immer ihr damit macht, ob ihr es seinem ursprünglichen Zweck zuführt oder weiter transformiert - es ist aus 100% Baumwolle und misst etwa 45 x 70 cm.

....und nöhööööö..... ihr kennt mich doch - wer schon die eine oder andere Verlosung bei mir mitgemacht hat weiß, wie gern ich mit euch spiele. So auch heute. Deshalb hier meine Spielregeln für diese 


Ich-packe-meinen-Koffer(-aus)-Verlosung
(ach kommt - habt ihr euch noch nicht über den Titel gewundert?)

Wenn ihr entweder "Buch" oder "Tuch" aus meinem Koffer nehmen möchtet, hinterlasst bitte im Kommentar virtuell etwas anderes in meinem Urlaubskoffer. Und zwar gern etwas Selbstgemachtes oder etwas anderes zum Thema "Outfit" (im weitesten Sinne), das ihr jetzt gern loswerden wollt - so toll ihr es auch mal fandet. Betonung auf der Vergangenheitsform. - Beispiel gefällig? 

Nehmen wir an, Bloggerin A möchte gern das "Geschirrtuch" - dann schreibt sie zum Beispiel: "ich nehme das Tuch aus dem Koffer und werfe dafür mein 70er-Jahre-Häkelshirt hinein - ich war total stolz auf mein Erstlingswerk, allerdings rutschte es mir ständig bis zu den Knien runter" - oder so ähnlich. 

Arctopholos könnte zum Beispiel mit ihren selbstgenähten Hotpants werfen (auf die wir immer noch alle neidisch sind), andere mit Kniestrümpfen im Nikolaussackformat, dem windschiefen Häkeltuch, das die Mutter tapfer trug (wenn sie niemand sah), von der Hose mit den zwei ungleichen Beinen, ihr könnt aber auch die 80er-Dauerwelle beichten - ich bin sicher, euch fällt etwas ein.

Mein Ziel: am Ende dieser Verlosung möchte ich gern mehrfach vor Lachen vor dem Rechner zusammengebrochen sein - gern können wir das auch gemeinsam machen. Nach Ende der Verlosung werde ich virtuell meinen Koffer auspacken und aus all euren Wurfgeschossen einen Bandwurmsatz im klassischen Ich-packe-meinen-Koffer-Stil machen. Den Satz gibts dann zusammen mit der Bekanntgabe der ausgelosten Gewinner in einem entsprechenden Post - so haben wir alle etwas gewonnen. Und natürlich stelle ich euch dann auch mein virtuelles Wurfgeschoss vor - ich krame mal herum, es sollte noch ein Foto geben von meinem ersten selbstgenähten Blazer aus dem unfassbar... bunten... Stoff aus den 90ern.... öhem.


Und weil es so schön ist sie nicht fehlen dürfen, hier die Teilnahmebedingungen für die Ich-packe-meinen-Koffer(-aus)-Verlosung:
  • Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr bei mir eingetragener Leser seid und euren Wohnsitz in Deutschland habt (oder - im Einzelfall zu prüfen - in einem Land, für das die Portokosten nicht unverhältnismäßig hoch werden, wenn ich euch im Fall des Gewinnens Post schicke). Ob alter Hase oder frisch hinzugekommen spielt keine Rolle, ich freue mich über jeden, der gekommen ist, um zu bleiben. Wer spätestens bis zum Ende der Verlosung als mein Leser zu identifizieren ist, darf mitspielen.
  • Wenn ihr in den Lostopf fallen möchtet, hinterlasst bitte einen Kommentar unter diesem Post. Schreibt mir darin, welchen der beiden Preise ihr gewinnen möchtet und was ihr in meinen Koffer werft - ich bin so neugierig, was euch einfällt.
  • Bis zum Sonntag, 17.03.2013 um 15 Uhr habt ihr Zeit dafür - irgendwann danach wird ausgelost.
  • Und weil dies hier meine eigene kleine Privatverlosung ist, sei noch darauf hingewiesen: Versendet wird per Post, einfachem Versand und unversichert. Sollte ein leidenschaftlicher Leser oder Lappensammler die Post stibitzen, tut mir das zwar sehr Leid, entzieht sich aber meinem Verantwortungsbereich, sondern fiele unter "sh... happens".
So, was hab ich noch vergessen...? Ach ja - das erste Bild oben darf mitgenommen und verlinkt werden, ist aber keine Bedingung und es gibt dafür auch kein Fleißkärtchen/kein Extralos - jeder nur eins, ich will ja nicht, dass das für uns alle in Arbeit ausartet. Und nun: viel Spaß uns allen!

Liebe Grüße
...und zur Sicherheit: ihr bewerft mich virtuell, ich werfe die zwei Dinge real zurück, ok? Nicht, dass jemand beim Lesen des wirklich sehr länglichen Posts denkt, dass ich euch eure Stücke wirklich entreißen will... ich will nur das Kopfkino. :)

Samstag, 2. März 2013

Blick ins (neue) Wollkörbchen

Habt ihr gesehen? Da draußen ist sie, die Sonne! Und blauer Himmel! Und überhaupt - ich habe gerade die Balkontüren weit geöffnet und lasse Luft und Licht herein. Herrlich!

Apropos Licht - die Frage nach dem Schicksal des Inhalts meines Wollkörbchens, der so unsanft und zu Unzeiten den Pflänzchen Platz machen musste, ist durchaus berechtigt. So hatte ich nach meinem mitternächtlichen Dekoanfall auch noch fix ein neues Zuhause für meinen Wollkram gebastelt, bevor Wolle und ich beruhigt schlafen konnten. Dieses hier:

Sonnenschein!!! Wie schön - endlich wieder Fotos ohne Kunstlicht. :)

Ging ganz fix - die Anleitung aus der WohnIdee 1/2013 gibt es hier als Download, Industriefilz aus einem Restepaket lag auch noch im Schrank. Der ist zwar eigentlich noch ein bisschen zu dünn, ein dickerer Filz wäre formstabiler. Aber das war mir zu der Uhrzeit egal - immerhin fliegt meine Wolle jetzt nicht wochenlang in einer Plastikkiste herum. Ziel erreicht. :)

...wie, Hineinschauen wollt ihr jetzt auch noch? Na gut... damit kann ich meinen Ruf als Strick-Lahmschnecke zumindest partiell revidieren - oder auch belegen, je nach Objekt.

Fangen wir mit meinen Urlaubsstrickprojekten dieser Saison an - neue Wolle gab es vor Norderney, ein Paar Socken ist fertiggeworden.


Mojo-Socken nach bewährter Anleitung in Größe 41/42, gestrickt aus Lang Super Soxx Silk (420 m/100 g), Nadelstärke 2,5. Ein kurzer Tragetest...


Passen! Sind aber nicht für mich, werden insofern in Kürze aus dem Körbchen ausziehen und hoffentlich im neuen Domizil liebevoll mit Füßen getreten.

Das nächste Paar fing ich hochmotiviert an und konnte gar nicht mehr aufhören. Zunächst lief auch alles rund, trotz zwei Wollbollen und nur einem Zeigefinger dafür. Nach ein bisschen Herumfummeln hatte ich den Wickel raus und strickte meine allerersten "zweifarbigen" Socken. Bis hierher:


Die schwarze Wolle ist von Regia, die bunte von Lang und hat den hübschen Namen Jawoll. Das dachte ich mir auch, als ich sie sah, aber beim Stricken kamen mir erste Zweifel - sie ist für meinen Geschmack zu unruhig gemustert. Die Anleitung ist von Drops Design - Nr. 143-33 Irish Dream. War auch alles ganz fein, bis ich nach Abnahme vor der Ferse und Anstricken der Ferse mal versuchte, meine eigene Ferse in der Socke zu positionieren. Das war nix - und da ich dort nun einmal nicht abnehmen kann, ist das hier ein klarer Fall von "nochmal von vorn". Dabei werde ich mich an die Tipps einer anderen Strickerin halten, die das Muster etwas umsortiert hat, auf die Abnahmen verzichtet und auch die Käppchenferse nicht strickt (ich hatte hier dazu angesetzt, aber ich mag sie einfach nicht gern). Und weil ich schon einmal dabei bin, werde ich auch ruhigeres Garn kaufen und aus Jawoll wird etwas anderes.

Noch tiefer im Strickkörbchen liegt, ja, ruht, ein Dreieckstuch - unvollendet.

Ach ja, und natürlich fliegen im Körbchen auch noch Häkelröschen herum - Restsockenwolleverwertung.

Könnt ihr euch noch daran erinnern? Das ist mein Strickwerk vom Sommerurlaub am Bodensee von letzem Jahr. Das Muster heißt "Wild Flower Shawl" - ich finde allerdings eher die Kombination aus dem braven Muster und dem Garn wild, mir gefällt das Bild nicht. Wird ebenfalls weitergereicht an - seufz - das Ribbeltier. Schade eigentlich, aber so hilft es mir auch nicht weiter. Ich bin gespannt, was beim dritten Versuch herauskommt, habe mir aber noch keine Gedanken gemacht, wie der denn aussehen könnte. Habt ihr Ideen?

So, ich muss mal ganz dringend nach Izzy schauen, sie hat die erste Fliege des Jahres entdeckt und dreht gerade völlig durch vor Begeisterung. Arme Fliege...

Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende

Freitag, 1. März 2013

Frühüüüüühling!

Meteorologisch: heute. Gefühlt: Mittwoch. In der Wohnung: seit Mitternacht.

Bevor ihr mich für bekloppt erklärt (ach, macht ruhig - so weit von der Realität entfernt ist das ja auch nicht) - gefühlt war Mittwoch Frühling. Nach einer Woche Nordseewind trat ich vor die heimische Haustür und dachte "ui, das ist ja warm hier". Mittlerweile weiß ich - es sind die gleichen Temperaturen, nur nicht so schnell unterwegs... was so ein bisschen Luftbeschleunigung ausmacht - mir war ganz frühlingshaft zumute.

So wanderten beim Einkauf gestern spontan ein paar Blümchen in meinem Einkaufskorb. Und heute Nacht in mein Wollkörbchen. Das sieht bei Tageslicht (ok, daran müssen wir immer noch arbeiten) so aus:


Man nehme: zwei Primeln, zwei Narzissentöpfchen, ein Wollkörbchen, dessen Inhalt man in den nächsten Behälter schütte, eine Plastiktüte zum Schutz gegen Wasser, mache dann noch kurz einen Abstecher in die heimische Dekokiste und krame seltsame Dinge hervor, werfe das genau um Mitternacht unter fröhlichem Gelächter zusammen und bekomme dieses hier. 

Nach Tagesanbruch betrachte man es erneut und stelle fest - hey, das ist gar nicht schlecht! 

Verleiten lassen habe ich mich aber ausschließlich durch dieses Blümchen hier - das war es, was mir den finalen ok-gibts-halt-Blümchen-Deko-Anstupser gegeben hat.


Zebra-Primel - ist die nicht klasse? Da kann sogar ein Primeln-sind-langweilig-Mensch wie ich nicht nein sagen. Und damit, liebe Silke, habe ich mein Versprechen aus unserer Kommentardiskussion bei dir erfüllt, das du mir abgerungen hast - geht das durch als "ich hab dekoriert"? Bitte? Mehr gibts nicht! ;)


Weil es so schön ist, noch einmal von oben. Und weil sie auch so schön sind, hier noch mehr Blümchen von oben:


Dieser Strauß bleibt aber nicht bei mir, sondern wird jetzt eine Etage tiefer getragen als kleines Dankeschön für das Ersatz-Katzenpersonal. Sowohl Izzy als auch meine Wohnung haben keine erkennbaren Schäden davongetragen - ich hoffe, das gilt auch für meine Vermieter... :)

Fröhlichen Frühlingsanfang