Sonntag, 22. September 2013

Sommer im Glas

Ihr seid ja süß - schon tauscht ihr im Kommentarfeld Rezepte aus, wie man die Früchte der Gartenarbeit zielgerichtet ins Glas bannen kann. Macht ruhig weiter damit - in der Zwischenzeit zeige ich euch, wie ich meinen letzten Urlaub verbracht habe. In etwa hiermit:


Bisher habe ich es nur aus der Ferne verfolgt - kleine Pflänzchen werden sorgsam herangezogen, behütet, sanft ins Freiland ausgesetzt, liebevoll vor Wind und Wetter geschützt und, falls nötig, auch mehrfach täglich gewässert. Die Bildung der Blüten wird mit Freude verfolgt, der Fruchtansatz mit Spannung erwartet. Eines Tages zeigt sich der erste sanft-rötliche Schimmer auf den rundlichen Früchten, das erste Tomätchen wird ungeduldig beobachtet, noch etwas vorzeitig geerntet und die Premiere des Jahres fühlt sich auf der Zunge noch etwas säuerlich an, verursacht aber dennoch ein  verzücktes Freuden-Mmmmmh. Das geht ein paar Tage lang dann so weiter, doch irgendwann ist sie unweigerlich da: die maximale Tomatenschwemme. Unerbittlich reift Tomate um Tomate, die Freudenschreie beim mittäglichen Tomatensalat werden leiser und schließlich ist es so weit und der erste, der aufgibt, formt die Worte "ich kann keine Tomaten mehr sehen!". In akuten Fällen wird dies auch gern mit verzogenem Gesicht und abwehrender Handbewegung untermalt. Wie unfair - da macht die Tomatenpflanze das, worauf sie gemeinsam mit uns über Wochen und Monate hingearbeitet hat und dann das. Gemeiner Gärtner! Dabei kann man daraus doch sooooo leckere Dinge zaubern und damit den Sommer konservieren. Um sich dann beim ersten Herbststürmchen ein Glas Sonne aus dem Keller zu holen und sich daran zu erinnern, wie man spätabends im Garten gesessen und über die Hitze gestöhnt hat... ;)

Wie gesagt - bisher war ich nur Beobachter, dieses Jahr aber ereilte das Schicksal aber unvermittelt auch mich. Gefühlt habe ich in den zwei Wochen Urlaub fast täglich in der Küche gestanden und Tomätchen verarbeitet. Unser absoluter Favorit: Gelbes Tomaten-Pfirsich-Chutney mit Thymian und Chili - da könnten wir uns reinlegen. Zur Sicherheit habe ich davon dann gleich nochmal die doppelte Menge angesetzt. Aber auch der Rest ist lecker geworden. Von uns erprobt und unter die Top 5 gewählt:

"Freestyle" gekocht und eingeweckt:
(Ar)rabiates Tomatensößchen
Tomaten-Paprika-Auberginen-Chili (alles aus Eigenanbau)

Weil immer auch Pfirsiche übrig waren, ergab sich desweiteren als Resteverwertung die Produktion von Konfitüren, die weitere Reste nach sich zog, woraufhin in neuer Kombination immer von irgendetwas etwas übrig war, dass dann weiterhin... und dann kam auch noch der weltbeste Vermietbewohner und brachte Feigen aus dem Garten. Klar, wie das endete, oder?

Himbeer-Pfirsich mit weißer Schokolade (frei nach dem obigen Rezept abgewandelt)
Johannisbeer-Pfirsich mit Banane (ebenfalls freestyle)
Tonic-Melone (spontane Verwertung einer riesigen Honigmelone und Tonic-Sirup)
Feige mit Banane (beides musste weg)

Konfitüren sind ja netterweise total handzahm - ich nehme meist den 2:1 Gelierzucker und werfe die Früchte im entsprechenden Mengenverhältnis mit dem Zucker in einen Topf, überlasse die Masse gern ein Stündchen sich selbst zum Durchziehen und dann muss ja nur noch gekocht und abgefüllt werden - fertig.

Bei den herzhaften Sößchen fällt der Zucker zum Konservieren weg, hier werde ich nächste Woche dann mal herumexperimentieren. Einen Einkochautomat habe ich nicht, aber im Backofen soll es in der Fettpfanne mit Wasser ja auch funktionieren - habt ihr da Erfahrung mit? Denn ich gestehe - mit den Tomaten bin ich durch, in meiner Küche ist keine einzige Tomate in unverarbeitetem Zustand mehr zu finden. Aber... ich hab aus den Augenwinkeln noch etwas im Garten gesehen - nach den Tomaten ist vor dem Kürbis... und Trauben gibts auch noch...


Liebe Grüße


Samstag, 21. September 2013

Ein Herz für quiltende Tanten

Hallo Wochenende, hallo Bloggersdorf!

Oh ja, ich habe euch vermisst! Und sortiere fleißig Fotos, damit ihr auch etwas anzuschauen habt. Derweil ich heute Abend während der Theaterprobe als passive Teilnehmerin an der Zweitsocke weiterstricken werde, geht es als erstes wohl ans Eingemachte. Falls ihr noch Tomaten übrig habt, kann ich euch da vielleicht noch ein paar Verwertungsideen aufzeigen...

Heute habe ich aber erst einmal noch etwas aus der Konserve, das ich aufwärmen will - erinnert ihr euch noch an den Glücksquilt für meine Nichte? Diesen hier:


Den habe ich spontan eingereicht beim "Quilters' show & tell" für "Quilts for Teens". Nach einer zeitlich kurzen Abstimmungsphase sowie der weiteren Punktevergabe einer Gastjurorin kann man dort etwas gewinnen. Gewinnen kann man aber auch, wenn man dort einen Kommentar hinterlässt. Wenn ihr mich also wieder an die Nähmaschine bekommen wollt (Material wäre reichlich vorhanden - auch das zeige ich euch dann bei Gelegenheit) und ein Herz für quiltende Tanten habt, würde ich mich über eure Stimme bei diesem Wettbewerb freuen. Dafür einfach die Seite besuchen, nach unten scrollen bis zur Auflistung der Quilts, bei "Lucky quilt" ein Häkchen setzen und absenden. Fertig! Die Abstimmung läuft nur bis Montag, 23.9. und endet etwa um Mitternacht (wenn ich das jetzt richtig umgerechnet habe). Mein Dank ist euch sicher! :)

Die Sonne lacht, Speyer ruft, also runter vom Sofa! 
Ich wünsche euch einen guten Start ins altweibersommerliche Wochenende,
seid lieb gegrüßt

 


Donnerstag, 19. September 2013

Willkommen im Herbst! :)

Hallo liebe virtuelle Gemeinde,

da ist er jetzt, der Herbst! Nennt es nicht Spätsommer, denn das Wetter hat sich durchaus schon dem angepasst, was ich beim letzten Post vor ein paar Tagen Wochen Monaten (ähem) schilderte. Nass, kalt, teetassenumklammerungsfördernd. Nur - dazwischen lagen dann doch ein paar Wochen herrlichsten Sommerwetters, erinnert ihr euch? ;)

Was habt ihr denn so gemacht in der Zeit? Denn ich gestehe - ich war euch untreu. Meinen Sommer verbrachte ich ungeplant außerhalb der virtuellen Welt, diese lange Pause war gar nicht geplant und hat sich spontan ergeben. Lieben Dank an euch, die ihr nachgefragt habt und mich auch in der realen Welt kontaktiert habt. Und lieben Dank sowieso an euch alle, denn ich habe mit erleichtertem Aufatmen gesehen, dass ihr geduldig ausgeharrt habt - ich habe noch Leser, yippie! Dafür erst einmal ein paar Blümchen für euch!


Die gibts ohne Signatur und völlig unbearbeitet - so wie sich hier einiges geändert hat, habe ich unter anderem auch einen neuen Rechner, den aber immer noch nicht vollständig eingerichtet und noch nicht blog-einsatzbereit. Aber das wird bestimmt, die Abende werden ja länger und die Sofahockzeit ebenso ausgedehnter...

Es mag unvorstellbar sein, aber ich habe seit meinem letzten Post die Nähmaschine nicht mehr angerührt - bis gestern. Da hob ich ihr Häubchen und nutzte sie zum ersten Mal seit langem wieder, um für jemanden eine Hose zu kürzen. In der Zeit dazwischen war ich eher mit den Stricknadeln in der Hand zu finden, sofern ich dafür überhaupt ein Zeitfenster fand. Denn eigentlich war ich ganz viel draußen unterwegs und im Garten. Und danach war ich in der Küche und habe das reichlich vorhandene Erntegut eingeglast - wollt ihr sehen?
 Aus dem Nähzimmer kann ich also gar nichts berichten - aber der Neustart ist gemacht, die Lust ist auch wieder vorhanden und langsam, ganz langsam, werde ich mich bei euch auch mal wieder blicken lassen.

Für heute winke ich euch nur noch einmal zu, dann muss ich wieder in die Küche - hier warten noch Feigen und Trauben auf ihre Verwandlung in Feines. :)

Auf einen fröhlichen Wiedereintritt in die Blognachbarschaft,
seid lieb gegrüßt